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Kreditkarten in den USA OUT, Debitkarten IN

Autor: effektonline | Erstellt am: 27.08.2009 | Gelesen: 1139
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Debitkarten sind eine ernste Konkurrenz für den US-Kreditkartenmarkt

Kreditkarten.net
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Bei kleineren Anschaffungen in der Größenordnung bis etwa 100 Euro nutzen die deutschen Konsumenten nur selten eine Kreditkarte. Laut Deutscher Bundesbank verwenden nur 15 Prozent der Deutschen bei diesen Zahlungen die bequeme Plastikkarte. Noch geringer fällt dieser Anteil bei den Summen jenseits der 500-Euro-Grenze, hier sind es sogar nur noch vier Prozent der Zahlungen, die mit Kreditkarten getätigt werden.

Während die deutschen Verbraucher weiterhin lieber auf Überweisungen, Bargeld und EC-Karte vertrauen, hat sich die Kreditkarte in den USA den Anbietern ein festes Fundament verschaffen können. Jährliches Wachstum von 20 Prozent und mehr waren keine Seltenheit.

Zu hohe Gebühren Imageschaden für Kreditkarten-Anbieter

Doch der Erfolg der Karten scheint zunehmend zu bröckeln. Aus zweierlei Gründen.

Auf der einen Seite sind es die steigenden Gebühren und Zinssätze, die von den Kreditkartengesellschaften erhoben werden, obwohl die Rezession derzeit die Haushalte ohnehin erheblich belastet. Mit diesem Verhalten kratzen die Anbieter aus Sicht von Branchenkennern vor allem an sich selbst. Schon jetzt steigt vor allem die Zahl der so genannten Debit-Cards deutlich an auf dem amerikanischen Markt. Diese Kundenkarten konnten sich gerade in den vergangenen Jahren immer weiter durchsetzen, weil sie ohne die irgendwann fast unüberschaubaren Kosten für die Verbraucher auskommen und durch ihr spezielles Format die Kontrolle über die eigenen Ausgaben für die Karteninhaber gewahrt bleibt.

Vor allem die vergangenen fünf Jahre konnten die Debit-Karten gravierend an Bedeutung gewinnen in den USA. Die einstigen Top-Wachstumsraten bei den normalen Kreditkarten sind inzwischen eher in diesem Bereich zu finden. Und die Prognosen gehen dahin, dass die Nachfrage und der Bedarf bei den Kundenkarten gerade in der jetzigen wirtschaftlichen Stimmung weiterhin deutlich ansteigen werden. Schon jetzt machen sie auf die gesamte Menge der US-amerikanischen Geldtransaktionen einen Anteil von erstaunlichen 58 Prozent aus. Die übrigen 42 Prozent gehen auf das Konto der klassischen Kreditkarten.

Capital Act als Ursache des derzeitigen „Zinswuchers"?

Ein weiteres Argument für die Debit-Karten als Konkurrenz für die Kreditkarten wird auf Basis des neuen Gesetzes für den Schutz der Kreditkartennutzer erkennbar. War der Erhalt einer oder gar mehrerer Kreditkarten früher selbst für Geringverdiener nicht das geringste Problem, achten die Anbieter inzwischen weitaus sensibler darauf, wem sie eine Karte zugestehen. Und auch die Kreditrahmen werden deutlich enger gesteckt als bisher. Dass die Anbieter derzeit wie gehabt oder gar in größerem Ausmaß überzogene Forderungen bei Zinsen und Gebühren verlangen können, liegt darin begründet, dass der so genannte Capital Act der Regierung Obama erst 2010 als Gesetz greift. Und bis dahin versuchen die Kreditkartengesellschaften natürlich möglichst viel zu verdienen an ihren Kunden. Meist mit der Begründung, dass die Wirtschaftskrise die Unternehmen erheblich belaste und die Kosten für Darlehen deutlich gestiegen seien. Profitieren können von all diesen Faktoren vor allem einmal mehr die Debit-Karten, die vermutlich weiter an Bedeutung zulegen werden.

Veröffentlicht von: Kreditkarten.net
Ralph Gönner, Redaktion
 
 
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