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Kreative und Immobilienwirtschaft

Autor: beckinfo | Erstellt am: 27.10.2010 | Gelesen: 445
Kategorie: Bau - Planung & Architektur | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Festzustehen scheint: Der Kreative als Architekt der Zukunft muss sich anpassen

Experten für die Zukunft
Experten für die Zukunft
Wenn der Markt für alle darin Tätigen zu klein ist, könnte man beispielsweise versuchen, den zu verteilenden Kuchen zu vergrößern. Konkret bedeutet dies, dass sich ein Architekt nicht nur als Gestalter und Bauherrenvertreter, sondern als Experte rund um die Immobilie sieht. Da für Bauherren der gute Entwurf eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist, sollte die Kommunikation darüber hinaus auch Aspekte wie Termine, Kosten, Mängelfreiheit, Qualität, Rechts- und Finanzierungssicherheit mit einschließen.

Der Architekturmarkt in Deutschland ist der größte in Europa, aber sehr kleinteilig strukturiert, d.h. größere Büros mit mehr als 10 Mitarbeitern machen in diesem Markt gerade mal einen Anteil von etwa 4 % aus, nur 15 % der Büros erwirtschaften einen Umsatz von über 250.000 Euro pro Jahr. Aber ein Drittel aller Büros liegt mit ihrem Jahresumsatz unter 50.000 Euro. Diese kleinteilige Struktur bewirkt eine strukturelle Gewinnschwäche. Trotz starker Konjunkturabhängigkeit der Branche ist diese von der reinen Anzahl der Kreativen her überbesetzt und hat mit einer auch verdeckten Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Die Effizienz des Personaleinsatzes ist auch aufgrund der kleinteiligen Struktur nicht immer die beste und wird auch durch einen manchmal festzustellenden Mangel an betriebswirtschaftlichem Knowhow und Monitoring nicht besser.

Marktuntersuchungen haben gezeigt, dass der Tendenz nach Architekturbüros umso erfolgreicher sind, je größer sie sind und je älter, d.h. je länger sie auf dem Markt sind. Denn je kleiner das Büro, desto höher ist auch der Mitarbeiteranteil ohne Projektbezug und es gibt mehr Personen, die abweichend oder entgegen ihren Qualifikationen eingesetzt werden. Auch scheinen die Architekten erfolgreicher zu agieren, wenn sie einen Schwerpunkt im Neubau oder HOAI-geregelten Leistungen haben.

Bei der Kreativwirtschaft haben wir es nicht mit einer in sich homogenen Einzelbranche zu tun. Vgl. Becker, Jörg: Kultur- und Kreativwirtschaft im Netz der Standortfaktoren, ISBN 9783839116357

Der Architekturmarkt ist kleinteilig strukturiert, Vgl. Becker, Jörg: Immobilienwirtschaft im Standort-Möglichkeitsraum, ISBN 9783839123065

Dipl.Kfm. Jörg Becker (www.beckinfo.de)

 
 
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