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Kreatin und seine Zusammensetzung

Autor: grape | Erstellt am: 27.07.2010 | Gelesen: 1085
Kategorie: Sport - Fitness & Workouts | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Kreatin als Trainingszusatz für die Muskeln

Die organische Säure Kreatin hat die Aufgabe, Muskeln aktiv zu halten. Produziert wird dieser Stoff in der Leber, in der Niere und in der Bauchspeicheldrüse. Etwa neunzig Prozent des gesamten Kreatins im menschlichen Körper befindet sich in den Skelettmuskeln. Entdeckt wurde der Stoff erstmals im Jahre 1832. Der Forscher Eugène Chevreul konnte die Säure in einer Fleischbrühe feststellen und war sich sicherlich nicht der Tragweite dieser Entdeckung bewusst.

Etwa zehn Jahre später, konnte der Chemiker Justus von Liebig, die Säure in verschiedenen Säugetierarten nachweisen. Der ausgewachsene menschliche Körper hat immer etwa 120 bis 150 Gramm Kreatin gespeichert. Davon wird etwa die Hälfte vom Organismus selbst produziert. Der Rest muss über die Nahrung aufgenommen werden. Etwa 2 Prozent des Kreatins werden täglich wieder ausgeschieden und neu gebildet.

Das Kreatin kann der Körper vor allem aus frischem Fleisch und Fisch entnehmen. Wurstwaren oder andere verarbeitete Produkte, dienen dem Körper in den meisten Fällen nicht mehr als Kreatin Lieferant. Demnach ist vor allem bei Kranken und Vegetariern ein Kreatin Mangel festzustellen. Die Folgen einer unzureichenden Zufuhr sind der beginnende muskuläre Abbau sowie Konzentrationsschwierigkeiten. Versuche an Tieren ergaben erhebliche Einschränkungen im Muskel- und Skelettbereich sowie starke Nerven- und Hirnschäden. Auch bei Menschen mit Gendefekten und anderen Problemen hinsichtlich der Produktion oder Weiterverarbeitung von Kreatin, konnten starke pathologische Störungen, wie beispielsweise Autismus, Epilepsie, eine schwache Muskulatur und andere Entwicklungsstörungen festgestellt werden.

Die Bezeichnung für die Unfähigkeit oder die verminderte Fähigkeit des Körpers, Kreatin zu erzeugen, zu speichern oder zu verarbeiten, wird als „Kreatin-Defizienz-Syndrom" bezeichnet. In der Medizin findet man Kreatin häufig als Therapiestoff bei Muskelkrankheiten, wie zum Beispiel Muskeldystrophie. Auch bei neuro-muskulären Erkrankungen, wie etwa dem Parkinson'schen Syndrom, haben zahlreiche Versuche und Forschungen bereits große Erfolge gebracht. In den USA wird aktuell wieder eine Versuchsreihe durchgeführt, die die Wirksamkeit von Kreatin abermals belegen soll. Nähere Informationen findet man unter www.kreatin-info.de
 
 
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