Krampfadern kann man entgegenwirken
Volkstümlich werden mit Adern alle Gefäße bezeichnet, in denen Blut fließt.
Krampfadern entstehen jedoch nur in oberflächigen Venen, die das sauerstoffarme Blut zurück zum Herzen transportieren. Auch wenn die erbliche Vorbelastung entscheidend die Entstehung begünstigt, kann man vorbeugen. Dazu hier einige Tipps.
Krampfadern sind nicht eben
Krämpfe der Adern, wie der Ausdruck fälschlicherweise vorgibt, sie sind auch keine Schönheitsfehler, wie viele glauben. Sie sind eine Erkrankung der Oberflächenvenen, die einer Behandlung bedarf.
Krampfadern sind sichtbare, erweiterte Venen und im fortschreitenden Verlauf meistens schmerzhaft. Die Venenklappen sind schließunfähig, sodass der Rückfluss des Blutes zum Herzen nicht mehr optimal funktioniert. Häufig hilft nur noch der operative Eingriff. Erbliche Faktoren wie beispielsweise eine Bindegewebsschwäche sind hauptverantwortlich. Mitverursachend wirken daneben auch mangelhafte Bewegung, Übergewicht, Nikotinkonsum und falsche Ernährung.
Während erbliche Faktoren eine feststehende Größe sind, kann der Einzelne mit ein wenig Hingabe weitere Risikofaktoren vermindern. Generell hilft, was die Durchblutung fördert. Dazu folgende Tipps:
- Flache Schuhe tragen, da hohe Schuhe die Wadenmuskulatur zur ständigen Anspannung zwingt, was den Blutkreislauf behindert.
- Hitze vermeiden, da sich Adern durch Hitzeeinflüsse noch stärker erweitern und somit schon lädierte Venenklappen noch schlechter ihren Dienst verrichten.
- Beine zwischendurch in Bewegung bringen. Bei längeren Sitzphasen besonders wichtig. Zappelpeter ist erwünscht!
- Wandern, joggen oder walken. Regelmäßige Spannung und Entspannung hält die Durchblutung in Schwung. Gleichmäßig längere Bewegungen sind kurzzeitig explosiven vorzuziehen.
- Wechselduschen: Mit warmem Wasser, anschließend mit kaltem vom rechten Fuß aufwärts zu den Oberschenkeln brausen, linksseitig wiederholen.
- Schwimmen gehen. Der Wasserdruck wirkt wie Stützstrümpfe.
ArneFrentzel