Professionell Fitness - Michael Amersbach
Warum regelmäßiges Ausdauertraining gerade für den Kraftsportler so wichtig ist und warum ein Sportherz nicht immer schädlich ist…Oftmals finden viele Kraftsportler - vor allem auch Bodybuilder - neben den Kraftraining – Trainingseinheiten kaum „Zeit" für ein regelmäßiges Ausdauertraining. Gerade aber im Kraftsport ist ein regelmäßiges Ausdauertraining aus einigen Gründen, hauptsächlich aber auch aus gesundheitlicher Sicht, sehr wichtig und sollte Bestandteil eines jeden Trainingsplanes sein!
Betrachtet man das Herz eines Kraftsportlers mit dem eines Ausdauersportlers sind nicht nur funktionelle, sondern auch deutliche strukturelle Unterschiede im Rahmen eines regelmäßigen Trainings festzustellen.
Während das Herz eines Ausdauersportlers bei regelmäßigem Ausdauertraining wie zum Beispiel Radfahren, Laufen, Schwimmen, Ski-Langlauf, etc. neben einer Zunahme der Wandstärke in allen vier Herzhöhlen (rechter und linker Vorhof u. rechte und linke Kammer) auch eine Volumenvergrößerung dieser Herzhöhlen erfährt kommt es bei reinem Kraftsport zu einer Verschiebung dieser Relation. So ist zum Beispiel durch eine Ultraschalluntersuchung/Sonographie zwar eine deutliche „Verdickung" vor allem des linken Ventrikels/linke Kammer zu erkennen, jedoch bleibt eine adäquate Volumenzunahme aus. Dies ist in erster Linie durch eine erhöhte Druckbelastung beim Kraftsport durch Muskelanspannung bei einzelnen Kraftübungen zu erklären. Je statischer die Übung, desto größer die Druckbelastung. Hier muss das Herz also gegen einen erhöhten Kapillarwiderstand im Körper „ankämpfen", was ein Wachstum der Herzmuskelzellen zu Folge hat. Beim Ausdauertraining hingegen erfährt das Herz eine wesentlich größere sog. „Volumenbelastung" als dies beim Krafttraining der Fall ist. Dies führt zwar auch zu einer Zunahme der Wandstärke des Herzens, welche aber in einer besseren Relation zur gleichzeitigen Volumenzunahme der Herzhöhlen steht.
Darum ist ein Sportherz eines Ausdauersportler zwar auch größer und schwerer als das eines Untrainierten, jedoch physiologisch und nicht pathologisch. Vielmehr kann man sagen, dass die Grenze des Gewichts eines Sportherzens erst bei ca. 7g/kg Körpergewicht liegt.
Da es bei einem krankhaft Vergrößerten Sportherzens (evtl. durch ausschließliches Krafttraining, diverse Herz- und Lungenerkrankungen, etc.) zwar durch Wachstum der Herzzellen aber nicht zur Zellteilung dieser kommt, kann es insbesondere beim Überschreiten des relativen Herzgewichtes (7g/kg KG) zur ungenügenden Sauerstoffversorgung und Überbelastung mit einer daraus resultierenden Herzinsuffizienz des Herzens kommen!
Fazit:
Ein regelmäßiges Ausdauertraining sollte in keinem Trainingsplan, also auch bei Kraftsportlern fehlen!!! Lassen Sie sich von Ihrem Personaltrainer in Frankfurt und viel anderen Städten individuell beraten!