Marokkanische MInze
Bei sorgfältiger Planung ist es leicht, einen
Kräutergarten zu haben, der wenig Arbeit verursacht. Gut geeignet sind stark wachsende staudige Kräuter, die schnell den Boden bedecken und ihn so vor unerwünschtem Beikraut schützen. Minzen eignen sich besonders gut, da sie genau die gewünschten Kriterien erfüllen und zudem gut schnittverträglich sind. Sie können mehrmals im Jahr beerntet werden und wachsen üppig wieder nach. Die
Marokkanische Minze ist eine der aromatischsten Sorten und eignet sich sowohl für leckere Tees, als auch in würzigen Eintöpfen oder in Pastasoßen.
Ein weiteres wichtiges Detail sind die
Wege des Kräutergartens. Um auch bei Regen trockenen Fußes seine
Kräuter ernten zu können, ist eine Befestigung des Bodens von Vorteil. Dabei muss nicht immer gepflastert werden. Auch Wege aus Kies, Häcksel oder Schotter erfüllen ihren Zweck. Die Beete sollen so groß sein, dass man bequem an alle Pflanzen herankommt. Trittsteine im Beet sind dabei nützlich und können zudem sehr dekorativ sein.
Bei der Pflanzenauswahl sollten die höheren hinten stehen und die niedrigeren davor, damit niemand bedrängt wird und alle genügend Licht erhalten. Niedrigeren Kräutern wie Thymianen könnte man sogar ein eigenes Beet geben. Diese sonnenliebenden Zwergsträucher eignen sich auch gut, um in breiten Plattenfugen zu wachsen. Bergamotte-Thymian ist dafür bestens geeignet und er nimmt es einem auch nicht übel, wenn man gelegentlich auf ihn tritt. Sein Aroma nach der leckeren Zitrusfrucht ist zudem gerade in Teemischungen sehr erfrischend.
Um auch ein ausgewogenes Bild in den Wintermonaten zu erhalten, setzt man staudige Kräuter neben jene, die ihr Laub im Winter behalten. Melissen, Fenchel und Läuche ziehen im November ein und treiben im Frühling wieder aus. Mediterrane Zwergsträucher wie Salbei, Lavendel und Ysop tragen das ganze Jahr ihr Laub. Wählt man panaschierte Sorten, wie zum Beispiel Goldsalbei, hat man ausser dem einheitlichen Grün auch in der kalten Jahreszeit bunte Farbflecken im Kräuterbeet.
Damit die Kräuter gut gedeihen, ist im Frühling eine Kompostgabe angebracht. Auch eine Kalkung wird gut vertragen. Mediterrane Kräuter sollten dabei nicht zu stark mit Düngung bedacht werden, da sich die aromastarken ätherischen Öle eher bei mageren Böden bilden. Staudige Kräuter können dagegen durchaus im Sommer eine zweite Düngung mit Hornspänen oder anderem organischem Dünger vertragen.