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Kostenlos, Kostenpflichtig oder nur Gratis: Das Usenet

Autor: Taipan | Erstellt am: 16.01.2012 | Gelesen: 332
Kategorie: Internet & Multimedia | Bewertung: rateArateArateBrateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Was vergütet werden muss & was nichts kostet

Usenet ohne Geld auszugeben
Usenet ohne Geld auszugeben
Was genau ist der Unterschied zwischen "Kostenlos" & "Gratis"? Eigentlich doch nur Synonyme und damit gleichbedeutend oder doch nicht?! Viele tausend User informieren sich täglich über das mysteriöse Use-Net. Das älteste globale Netzwerk ist in Vergessenheit geraten & wird gerade wieder von einigen Providern werbewirksam in's Gedächtnis der Internet-Gemeinde zurück geholt.

Mit sogenannten "Freebies" oder "Freebes" (free = frei, kostenfrei), werden potenzielle Interessenten gelockt. Wenn man sich weiter informieren will, stolpert man unweigerlich über Aussagen in Foren & Ratgebern, wie: "Das Usenet ist und war schon immer sowieso kostenlos! Warum sollte ich dafür etwas zahlen?".

Grundsätzlich muss der geneigte User die sogenannten "Text" - Newsgroups & "Binary" - Newsgroups unterscheiden. Newsgroups oder Newsgruppen sind quasi die einzelnen Foren in diesem Netzwerk, wo die Mitglieder ihre Beiträge (News) posten können. Wie der Name schon sagt, wird in einer Text-Newsgroup ausschliesslich in Textform gepostet. Dieser Teil des Usenets wird seit jeher von jedem Internetprovider kostenfrei zur Verfügung gestellt, wie zum Beispiel von der Telekom. Auch Google bietet eine browserbasierte, ebenfalls kostenlose Schnittstelle zu den Text-Gruppen des Usenets in Form von Google Groups an.

Bei den "Binaries" (binäre Newsgruppen) werden allerdings nicht nur Textdokumente akzeptiert, sondern auch Dateianhänge zugelassen. Auch deshalb ist eine Binary-Newsgroup wesentlich begehrter. Der Haken: Diese Newsgroups werden nur von wenigen spziallisierten Usenet-Providern angeboten und sind kostenpflichtig. Warum?

Warum bietet mein Internetprovider keinen Zugriff auf Binaries an? Und warum ist binary nicht auch kostenlos? Beide Fragen kann man mit einer Antwort klären: Die Datenmengen in Binarygruppen sind so groß, dass der transit also der traffic (Datenverkehr) unvorstellbare Kosten verursacht, die der Internetprovider nicht tragen möchte und ein Usenetprovider diese wieder einspielen muss.

Textgruppen benötigen nicht annäherend soviel Serverkapazität & Bandbreite, da jeder Buchstabe nur 1 bit verbraucht. Die Dateianhänge in den binären Gruppen allerdings, sind nicht selten mehrere GigaByte gross (GB).

Gibt es dennoch kostenlose Zugänge zu Newsservern mit Binaries? Ja. Man hört zumindest davon. Angeblich kann man sich bei einem Newsserver mit Sicherheitslücken einhacken können und Ähnliches. Alles was man zu kostenlosen Möglichkeiten auf Binaries zuzugreifen liest, klingt allerdings nur wenig vertrauenswürdig. Spam & Viren sind hier die Stichwörter.

Wo wir bei der Diskrepanz zwischen Kostenlos & Gratis angekommen sind: BinaryNewsgroups gibt es also nicht kostenfrei, gut. Aber durch die vermeintlichen "Abofallen" der Usenetanbieter, darf der interessierte Nutzer "gratis" den Zugang testen & ausprobieren. Dazu muss man einen Kundenaccount anlegen, der meist nach 14 Tagen automatisch in ein Abonnement mutiert und dann kostet das Gratisangebot am Ende doch Geld!

Gewitzte & gut informierte Nutzer drehen den Spieß allerdings bereits um. Nimmt man einen seriösen Usenet-Provider mit kostenlosem Testzugang, bei dem man per Mausklick online kündigen kann - ohne Probleme - dann kann der User ohne Kosten einen Access-Provider nach dem Anderen prüfen & so mehrere Monate kostenfrei auf Binärgruppen zugreifen. Man muss nur beim richtigen Anbieter den Account innerhalb der Testperiode wieder kündigen, damit man wirklich kostenlos Usenet Binaries geniessen kann.

V.i.S.d.P. Sven Daneke
 
 
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