Im VerbändeNetzwerk MENSCHEN MACHEN WIRTSCHAFT ist man aus mehreren Gründen erfreut über die Entwicklung der Unternehmensform GENOSSENSCHAFT.Damit ist nicht nur die erfreulich steigende Zahl der Existenzgründungen in GENO-Form gemeint, sondern vor allem auch die Vielfalt der Branchen, Bereiche und Problemlösungen. Besonders dazu beigetragen hat ganz sicherlich die „Vereinfachungs-Novelle 2006", wonach nunmehr die GENO (bis 20 Mitglieder) aus lediglich einem Vorstand bestehen braucht und auf einen Aufsichtsrat verzichtet werden kann, so der Vorstand des VerbändeNetzwerkes. Hinzu kommt jedoch auch, dass eine GENO für beinahe jedes unternehmerische Vorhaben eingesetzt werden kann, während vormals dieser Bereich gesetzlich definiert war.
Heute heißt es ganz einfach: Alles, was Du unternehmerisch tun willst, kannst Du auch als GENO tun. Damit steht die eG mindestens „in gleicher Augenhöhe" zur Limited (Ltd.). Sie hat sogar den Vorteil: Der Firmensitz kann Deutschland bleiben! Das VerbändeNetzwerk skizziert dann auch die Perspektive der nächsten Jahre sehr positiv: „Wir wollen und können in Deutschland gleichziehen, mit der BELIEBTHEIT, VIELFALT und ANZAHL der Genossenschaften in EU-Ländern wie z.B. Italien, Spanien und Frankreich".
Um dies zu erreichen, hat das VerbändeNetzwerk mit den ihm verbundenen oder kooperierenden Genossenschaftlichen PRÜFUNGSVERBÄNDEN intensiv verhandelt, weil immer wieder – ob zu Recht oder nicht, kann dahingestellt bleiben – die notwendige Mitgliedschaft einer eG in einem gesetzlichen Prüfungsverband als „Hindernis" der Wahl einer GENO als favorisierte Unternehmensform in der Öffentlichkeit gesehen wurde und wird.
Die Gespräche haben sich zweifelsohne gelohnt – so der Vorstand von MMW – denn sowohl, was die Kosten, wie auch die Formalitäten betrifft, dort hat man sich „entscheidend bewegt". Es macht auch wenig Sinn – und hier teilt MMW verständnisvoll die Meinung der Kritiker -, eine kleine GENO mit überzogenen Anforderungen zu beladen. Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, so MMW weiter, dass in Genossenschaften heute durchaus mündige und zum Teil versierte Menschen wirken, die keiner „Bevormundung" (wie dies oft geäußert wird) bedürfen.
MMW begrüßt die klare Erklärung der assoziierten Prüfungsverbände, sich verstärkt als „ERFOLGS-OPTIMIERER" denn als „Zahlenkontrolleur" zu verstehen. Dass dies auch ohne Verlust an Professionalität gehen kann, haben die Ergebnisse der letzten Monate eindeutig bewiesen.
Wie innovativ und flexibel Unternehmensgründer heute mit GENOS umgehen, zeigen Beispiele wie:- Gründungen von „Familiengenossenschaft" zur Solarstromerzeugung;
- Statt der 1-Mann-GmbH findet ein Firmeninitiator heute schnell 2 Familienmitglieder oder 2 Freunde, die bei der Gründung „Pate stehen";
- Bürger schließen sich zusammen, um in der Gemeinde den „Strommarkt" mitzugestalten;
- Senioren schließen sich zusammen, um Einfluss auf die Gestaltung ihrer Betreuung oder Pflege zu nehmen
- Bürger schließen sich zusammen, um gemeinsam günstiger einzukaufen oder gar ihr Geld zu mehren
- Menschen und Unternehmen erkennen und entdecken den KOOPERATIONS-GEDANKEN, um direkt – und auf ihre speziellen Interessen, wie GANZHEITLICHKEIT und NACHHALTIGKEIT abgestellt – wirtschaftlich aktiv zu werden und Einfluss auszuüben.
- Menschen wollen Ihre Individualität erhalten, wollen aktiv und SINNHAFT im Berufsleben mitgestalten, und entscheiden sich bewusst für TEILHABE und gegen Abhängigkeit.
MMW erkennt zugleich in dieser positiven Entwicklung so etwas wie einen „DENK-WECHSEL", vielleicht sogar eine Art „Paradigmen-Wechsel": Statt Konkurrenzdenken, wird heute mehr Wert darauf gelegt, Nutzen im MITEINANDER zu stiften, statt Konfrontation und Wettbewerbsdruck, wird verstärkt nach dem GEMEINSAMEN gesucht, wird über Synergien nachgedacht und werden solche geschaffen.
Wir finden es gut, so der Vorstand von MMW, wenn Menschen sich als „TEAM-SPIELER" verstehen, sich wieder an eine „KULTUR der MANNSCHAFT" erinnern. Anleihen aus dem Sport sind bekannt und bewusst gewählt. Dort zeigt sich deutlich, wie erfolgreich „Team-Spielen" funktioniert. Und wenn dies sogar noch Spaß macht, wie Jürgen KLINSMANN dies als Erfolgsgrundlage definiert, dann zeigt sich, wie gut der „KOOPERATIONS-GEDANKE" und die damit einhergehende Unternehmensform GENO im „Rennen liegt".
Nehmen wir als Beispiel VERMÖGENSBILDUNG und GESUNDHEIT. Gewiss keine „Erfolgsstories" der deutschen Politik. Auch hier könnten klare staatliche Signale hilfreich sein, um nicht nur über mehr „SELBSTVERANTWORTUNG" zu reden, sondern dafür auch die geeigneten Konzeptionen bewusst zu fördern. Denn Selbstverantwortung lässt sich eindeutig im TEAM erfolgreicher praktizieren. Sinn machen würde es allemal, z.B. neben Einzelvermögen und staatlichen Vermögenstransfer, eine Säule GENOSSENSCHAFTS-EIGENTUM aufzubauen oder auf kooperativer Basis sog. GESUNDHEITS- und/oder VORSORGE-GENOSSENSCHAFTEN aufzubauen.
Wer weitere Ideen hat, wer AKTIV mitmachen möchte, wem Kooperation, TeamGeist und Selbstverantwortung, etc. – in welcher Form auch immer, als Berater, Universität, Teilnehmer, Gründer, usw. – als neue Herausforderung erscheint, ist herzlich eingeladen sich an den vielfältigen Aktivitäten des VerbändeNetzwerkes MMW zu beteiligen.
Es lohnt sich mehr denn je, denn KOOPERATION scheint sich als ein sog. „LANGER TREND" zu etablieren, weil – so der Vorstand von MMW – Kooperation dem menschlichen GEFÜHL nach mehr GEMEINSINN und MITEINANDER eher naturgemäß entspricht, auch und gerade in unternehmerischer Form...
Kontakt:VerbändeNetzwerk Menschen-Machen-Wirtschaft e.V.
www.menschen-machen-wirtschaft.de