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Kontoführung kann fürs Rating gefährlich werden

Autor: CreativTeam | Erstellt am: 01.04.2010 | Gelesen: 500
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Die Führung der Geschäftsgirokonten bekommt im Rating einen strategischen Stellenwert!

Die Ratingsysteme der Kreditinstitute werden ständig weiterentwickelt. Ein aktueller Trend: Ausschließlich die Kontoführung entscheidet über die Ratingnote bei „normal laufenden" Kreditengagements bis zu Größenordnungen von T€ 250. Das muss Konsequenzen haben für das Verhalten von Mittelständlern.

Diese These vertritt die Fachgruppe „Finanzierung-Rating" im Verband „Die KMU-Berater – Verband freier Berater e.V.". Kernaussage der Fachgruppe: Die Führung der Geschäftsgirokonten bekommt durch diese Tendenzen im Rating einen strategischen Stellenwert! Vermieden werden müssen nicht nur Überziehungen und Lastschriftrückgaben, die schon bisher als sogenannte „Warnsignale" zu Rating-Herabstufungen führten.

Carl-Dietrich Sander, Leiter der Fachgruppe bringt es auf den Punkt: Mittelständler müssen ihre Konten so disponieren, dass sie eine „bewegliche Kreditinanspruchnahme" zeigen – möglichst noch mit „wechselnden Salden" – also auch mal Guthaben ausweisen. Einfacher gesagt als getan in vielen mittelständischen Unternehmen derzeit. Was sich in diesen modifizierten Ratingsystemen immer negativ auswirkt, sind Kreditinanspruchnahmen ständig an der vereinbarten Kreditlinie.

Die KMU-Berater plädieren für die Einrichtung sogenannten „interner Warnlinien" in der Kontoführung – also Saldenhöhen, bei deren Überschreitung sofort gegengesteuert wird, um nicht unnötig negative Rating-Signale zu senden.

Anwendung finden solche kontenbasierten Ratingsysteme zunehmend bei allen Kreditinstituten und zwar immer dann, wenn keine neuen Kreditanfragen vorliegen und die Risikolage als konstant erscheint. Die Obergrenze für die Anwendung liegt oft bei Kreditlinien von T€ 250. Besonders problematisch: Tendenziell fallen die Noten dieser kontenbasierten Ratings oft schlechter aus als die des Standardratings mit der Analyse der Jahresabschlüsse und der Beantwortung des sogenannten qualitativen Fragenkatalogs.

Schlussfolgerung aus Sicht der KMU-Berater: Auf jeden Fall mit den Kreditinstituten über die Ratingergebnisse und ihre Grundlagen sprechen! Darüber hinaus betont Sander: „Die vorausschauende Gestaltung der eigenen Finanzierungssituation und der 'Bankenlandschaft' ist eine strategische Chefaufgabe. Wer heute immer noch auf einem Bankenbein steht, sollte seine Situation gründlich überdenken."

Weitere Informationen:
Fachgruppe Finanzierung-Rating im KMU-Beraterverband
Carl-Dietrich Sander

Tel: 02131-60413
Mail: sander@kmu-berater.de
Cord Tepelmann
 
 
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