Unzählige Menschen sind von Sehschwächen betroffen. Am meist verbreiteten sind Kurz- und Weitsichtigkeiten und/oder Hornhautverkrümmungen. Da durch die Errungenschaften der modernen Optik die Behebung dieser Probleme leicht ist, gehören Sehschwächen zum Alltag dazu. Rein äußerlich erkennt man Menschen mit einer Sehschwäche an der Brille auf ihrer Nase. Tragen die Betroffenen Kontaktlinsen, so gibt es für Außenstehende überhaupt keinen Hinweis auf eine mögliche Sehschwäche. Gerade aufgrund ihrer Unauffälligkeit und des hohen Tragekomforts haben viele Brillenträger ihre Gläser gegen die praktischen dünnen Haftschalen eingetauscht.
Normale Kotaktlinsen eignen sich aber nicht unbedingt in allen Situationen. Wer einen anstrengenden oder bewegungsintensiven Job ausübt oder viel Sport treibt, für den eignet sich eher die sogenannte
Sportkontaktlinse. Diese ist zumeist noch dünner und luftdurchlässiger als die normale Haftschale. Das hängt damit zusammen, dass der Körper sich bei Aktivitäten erhitzt und die Schweißbildung auch das Auge betrifft. Normale Kontaktlinsen könnten je nach Intensität und Dauer der körperlichen Ertüchtigung die Augoberfläche austrocknen. Das heißt aber nicht, dass die Sportkontaktlinse nicht auch für Wassersportler geeignet wäre.
Ganz im Gegenteil: Aufgrund ihrer ganz besonderen Hafteigenschaften bleibt die Linse auch bei Schwimmern oder Surfern dort wo sie hingehört. Doch neben ihren Passeigenschaften verfügen einige Modelle von Sportkontaktlinsen noch über andere Vorteile im Vergleich zu den herkömmlichen Kontaktlinsen. Denn für einige Outdoor-Aktivitäten ist ein besonderer UV-Schutz von nöten, so zum Beispiel beim Skifahren oder Segeln. Und um den Ansprüchen der Sportler in diesem Segment gerecht zu werden haben die Hersteller Modelle mit integriertem UV-Schutz entwickelt. Preislich liegt eine gute Sportkontaktlinse etwas über der Alltagskontaktlinse. Deshalb lohnt sich die Anschaffung nicht nur für Hochleistungssportler sondern auch ambitionierte Hobbysportler.
Veronika Dohmen