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Konferenz: Menschenrechte im Iran-Unterstützung der Zivilgesellschaft aus Europa

Autor: mehriran | Erstellt am: 08.02.2010 | Gelesen: 899
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - mehriran.de lädt am 19. Februar 2010 zu einer Konferenz nach Berlin ein. Fünf Referenten schildern ihre Sicht auf die aktuelle Situation im Iran nach dem 11.02. und die Hintergründe des Regimes.

Ayatollah Khamenei: Zeigt er der Zivilgesellschaft den Weg?
Ayatollah Khamenei: Zeigt er der Zivilgesellschaft den Weg?
Auch wenn Manuchehr Mottaki, der Außenminister Irans, bei der Münchner Sicherheitskonferenz durch seine Charmeoffensive einige aufregende Schlagzeilen im Westen erzeugt hat, müssen wir uns von dieser Ablenkung nicht vom Wesentlichen ablenken lassen. Der Atomstreit mit dem Westen ist dem Kreis um Präsident Ahmadinedschad ein willkommener Nebenkriegsschauplatz, um zwei Ziele zu erreichen: die Welt in Atem zu halten und im Iran zu zeigen, welch eine bedeutende Stellung der Iran in der Welt hat, was sich machtsichernd für ihn auswirken könnte. Wesentliches jedoch eröffnet sich dem Betrachter der Verhältnisse im Iran, wenn er auf die vielen verschiedenen Oppositionsbewegungen im Iran schaut, die aus unterschiedlichen Gründen und mit sehr verschiedenen Agenden gegen die Regierung Ahmadinedschads und zum Teil auch gegen das komplette System des Velayat-e-faghi (Herrschaft des Obersten religiösen Rechtsgelehrten) im Iran demonstrieren, protestieren und opponieren. Am 11. Februar jährt sich die islamische Revolution im Iran zum 31ten Mal und alles deutet darauf hin, dass die Zivilgesellschaft wieder in den Strassen für Protest sorgen wird. Trotz vieler vom Regime angedrohter Repressalien, scheinen sich die Bürger im Iran nicht mehr von ihrem Protest abhalten zu lassen. Mit Hinrichtungen, Schauprozessen und vorsorglichen Verhaftungen haben die Machthaber versucht ihre übliche Taktik der Angstmacherei bei der Bevölkerung anzuwenden. Kürzlich forderten Kleriker jeden, der gegen das Regime und das System protestiert als Mohareb hinzurichten. Ein Mohareb nach dieser Interpretation wird als Feind Gottes betrachtet und hat den Tod verdient.

Konferenz in Berlin

Die Zivilgesellschaft im Iran ist auf die moralische Unterstützung des Westens angewiesen ohne direkte Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes. Kein einfacher Spagat. Um gemeinsam an dieser Frage zu arbeiten, veranstaltet mehriran.de eine Konferenz im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin. Die Konferenz trägt den Titel "Menschenrechte im Iran - Unterstützung der Zivilgesellschaft aus Europa". Zahlreiche Teilnehmer aus ganz Europa werden erwartet. Ab 14:00 Uhr werden fünf Referenten in einer Pressekonferenz auf die aktuelle Situation im Iran nach dem 11. Februar eingehen. Dieter Karg, Sprecher der Iran-Koordinationgruppe von Amnesty International, wird sein Statement mit dem Titel „Von der scheinbaren Demokratie zur offenen Unterdrückung" abgeben, Dr. Wahied Wahdad- Hagh, Soziologe/Politologe und Iranexperte, spricht über „Zuspitzung der totalitären Diktatur im Iran", Dr. Seyed Mostafa Azmayesh, Religionswissenschaftler aus Paris weist mit seinem Titel „Gefahr für Europa: Visionen der Staatsideologie im Iran für die Welt" auf die faktische Relevanz für uns in Europa hin, Prof. Gert Weisskirchen, ehemaliges Mitglied im Deutschen Bundestag für die SPD, plädiert mit „Die kulturelle Identität wahren, Zivilgesellschaft unterstützen" für die Wahrung originärer kultureller Werte in der politischen Zukunft des Landes und Saba Farzan, Soziologin/Publizistin geht mit „Auf dem Weg in eine unmittelbar demokratische Zukunft: die Zivilgesellschaft im Iran" in die Details der Zivilgesellschaft Irans. Moderation: Carsten Wieland, Journalist, Autor, Politikberater. Die Konferenz findet am 19. Februar 2010 von 14:00 bis ca 17:30 Uhr statt. Eröffnen wird die Konferenz das Ensemble Omid mit Gitarre, Daf, Querflöte und Gesang. Ab 19:30 Uhr spielt das Ensemble um die Holländische Musikerin Anne-Marie van den Bercken ein Konzert in Erinnerung an den Marsch von 60.000 Derwischen auf das Parlament in Teheran vor einem Jahr. Die Derwische hatten es noch vor den Präsidentschaftswahlen gewagt, als die Stimmung im Land noch sehr beklommen war, auf die Straße zu gehen und gegen die Zerstörungen ihrer Versammlungshäuser und gegen die Angriffe und Stimmungsmache radikaler Gruppierung im Iran zu protestieren.

An der Konferenz können alle teilnehmen, die Interesse an der Frage: "wie können wir die Zivilgesellschaft im Iran unterstützen ohne sie zu gefährden?" haben und sich an einer regen Diskussion beteiligen wollen. Anmeldungen mit Namen laufen über info(at)mehriran.de.

Helmut N. Gabel
www.mehriran.de
 
 
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von Fateme Souroosh am 29.03.2010
Akbar Ganji!!
Deutschland sollte erst selbst die Meneschenrechte akzeprieren und Menschen in Deutschland wegen politische aktivitäten nicht mehr vwerfolgen. Jeder aktivitäts wird von den gekauften verbrecherischen Frauengruppen durch Anschuldigungen der Frauenfeindlichkeit unterbunden.
Gut, dass der verurteilte Kinderschänder Arash Sarhaddi von BND und Sicherheitsapparat der islamischen Republik gedeckt wird. Er wurde sogar aus der Gefängnis entlassen, damit er seine Tätigkeit als Doppelagent weiter ausüben kann und Menschen an BND und Sicherheitsapparat der islamischen Repubik an Messer liefrn kann.








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