Krise lässt Fondsmarkt dramatisch einbrechen
Der Oktober geht als der bisher schwärzeste Monat für das Fondsgeschäft in Deutschland ein. Insgesamt wurden im Einzelmonat Oktober 51,4 Mrd. Euro an Mitteln abgezogen. Davon entfallen 46,4 Mrd. Euro auf den Publikumsfondsmarkt und 5 Mrd. Euro auf Spezialfonds. Im laufenden Jahr 2008 sind insgesamt 18,5 Mrd. Euro Mittel abgeflossen. Publikumsfonds haben 29,9 Mrd. Euro Mittelabflüsse verzeichnet und Spezialfonds 11,4 Mrd. Euro Mittelzuflüsse bekommen.
Viele KAG'en verzeichnen deutliche Mittelabflüsse
Logische Konsequenz dieser schlechten Zahlen ist, dass bei vielen KAG'en das Geschäft eingebrochen ist. Einzig allein db x-trackers stechen mit 10 Mrd. Euro Nettomittelzuflüssen positiv heraus. Beste deutsche KAG ist die Deka-Tochter ETFlab, die per Oktober gut 2,5 Mrd. Euro eingesammelt hat. Allein diese beiden Fakten verdeutlichen den Trend zu passiven Investments. Die Analyse der Nettomittelaufkommen der Fondsfeingruppen zeigt, dass diese beiden Häuser in allen Feingruppen fast ausschließlich Zuflüsse aufwiesen. Bemerkenswert!
DWS mit Problemen
Richtig schlecht läuft es für die DWS. Sowohl bei der luxemburger als auch der deutschen DWS sind im laufenden Jahr per Oktober massiv Mittel abgeflossen (DWS -8,6 Mrd. / DWS S.A -7,4 Mrd. Euro). Alleine im Einzelmonat Oktober sind bei der luxemburger DWS S.A. 10,1 Mrd. Euro abgezogen worden. Damit hat DWS die doppelte rote Laterne von Pioneer AM übernommen, die per September 2008 noch Schlusslicht bei Nettomittelaufkommen waren.
Horrormonat Oktober tut Luxemburg weh
Der Vergleich mit September zeigt, dass vor allem aus luxemburger Publikumsfonds massiv Mittel abgeflossen sind. Per September wurden dort noch 21,1 Mrd. Euro eingesammelt, per Oktober 8,5 Mrd. Euro abgezogen, ergibt einen dramatischen Saldo von 29,6 Mrd. Euro.
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