Kolik beim Pferd - Und wer bezahlt die Tierarztkosten?






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Kolik beim Pferd - Und wer bezahlt die Tierarztkosten?

Autor: Tania69 | Erstellt am: 23.10.2012 | Gelesen: 1528
Kategorie: Natur - Tiere & Pflanzen | Bewertung: rateArateBrateBrateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Bricht eine Kolik beim Pferd aus, stehen die Chancen mitunter Fifty-Fifty, daß das Pferd die Kolik überlebt. Aber egal wie, die Tierarztkosten müssten trotzdem beglichen werden.

medizinische Versorgung beim Pferd
medizinische Versorgung beim Pferd

Als Pferdehalter muss man umfassend über alles, was mit dem Pferd zusammen hängt, informiert sein. Und auch, wenn der Pferdehaltung einige Kenntnisse und ein jahrelanges Miteinander voraus gehen, steht der Pferdebesitzer manchen unbekannten Situationen hilflos gegenüber, vor allem dann, wenn er zum ersten Mal mit der Situation konfrontiert wird. Deshalb kennt auch jeder Pferdehalter, zumindest vom Hören-Sagen die Gefahr, die von einer Kolik ausgeht. Natürlich hofft man, dass das eigene Pferd niemals davon betroffen sein wird, aber leider steckt man eben nicht drin und schwupps kann die kleinste Kleinigkeit den schlimmsten Alptraum wahr werden lassen.

Kolik beim Pferd - Ursachen

Die Gründe, die für eine Kolik verantwortlich sein können, sind dabei extrem vielfältig und nicht immer vom Pferdebesitzer beeinflussbar:

  • Wetterbedingt

  • Umstellung des Pferdefutters

  • Stressbedingt

  • durch Parasitenbefall

  • Ernährungsfehler

  • Mangelnde Bewegung

Einigen Pferdebesitzern ist leider auch nicht bekannt, dass das Pferd gegen den Befall von Bandwürmern separat entwurmt werden muss.

Steht das Pferd auf der Weide, ist es u. U. auch Besuchern ausgesetzt, die dem Pferd aus Unkenntnis etwas zu fressen geben, was es nicht verträgt.

Ein Alptraum für jeden Pferdehalter – die Kolik bricht aus

Ist eine Kolik erst einmal ausgebrochen, gibt es oft mitunter nicht viel, was der Pferdehalter in einem solchen Fall für sein Pferd tun kann, auf jeden Fall muss er darauf hoffen, dass der Kreislauf seines Pferdes nicht zusammen bricht. Wobei hier auch noch die Frage zu klären ist, zu welchem Zeitpunkt die Kolik eingetreten ist. Nicht gerade selten fängt eine Kolik mitten in der Nacht an, wo der Pferdehalter gar keine Möglichkeit der Kenntnisnahme hat und das Pferd erst am frühen Morgen durch ihn oder Hofbeteiligte entsprechend aufgefunden wird. Ist dies der Fall, ist schnelles Handeln gefragt und der Tierarzt muss unverzüglich informiert werden.

In einigen Fällen, vor allem dann, wenn die Kolik erst vor kurzer Zeit einsetzte, kann der Tierarzt mit weiteren Maßnahmen helfend eingreifen. Das Pferd bekommt eine Spritze zur Entspannung und muss vorsichtig im Schritt geführt werden. In so einer mustergültigen Situation beträgt der Aufwand vom Tierarzt vielleicht gerade mal 30 - 40 Euro. In anderen Fällen hilft leider nur noch der schnelle Transport in die Tierklinik, wo das Pferd im schlimmsten Fall einer Kolik Operation unterzogen werden muss.

Wer trägt die Kosten?

Hier stellt sich allerdings bereits die erste Frage - Viele Tierkliniken behandeln ausdrücklich nur gegen Barzahlung, also wird der Pferdehalter gefragt, ob er der Op und den damit verbundenen Kosten zustimmt. Leider wurde uns dann schon von Fällen berichtet, wo sich der Pferdehalter die notwendige Operation nicht leisten konnte und die Tierklinik, um das Leiden des Tieres zu beenden, das Pferd nur noch einschläfern konnte.

Aber selbst wenn der Pferdehalter die notwendigen Kosten für die Op aufbringen kann, ist noch lange nicht sicher gestellt, dass das Pferd diesen z. T. sehr aufwendigen Eingriff einer Op auch überlebt. Und je nachdem welche Umstände hier zum Tragen kommen, kostet so ein Eingriff laut unseren Erfahrungen zwischen 700 bis 10.000 Euro (hier war das Pferd über Nacht erkrankt, hatte sich in der Box herumgewälzt, die Folge war eine ausgeprägte Verschlingung des Darmes, Teile waren bereits abgestorben, sodass ein Teil des Darmes mit entfernt werden musste).

Auch im Rahmen der Op kann kein Arzt sicherstellen, dass die Op zu 100% erfolgreich verlaufen wird, es können unvorhergesehene Komplikationen auftreten oder der Eingriff an sich ist bereits zu spät eingeleitet worden und das Tier verstirbt noch während der Op oder einige Tage später, weil z. B. wider Erwarten Blutungen auftreten.

Eine zusätzliche Einnahme, weil man das Pferd noch als Schlachtpferd verwerten kann, ist in diesem Fall ausgeschlossen, weil das Pferd bereits zahlreiche Medikamente erhalten hat. Im allerschlimmsten Fall hat der Pferdehalter nun kein Pferd mehr, aber Tierarztkosten von mehreren tausend Euros, die er so oder so auf jeden Fall bezahlen muss. So weit muss es nicht kommen!

Die passende Pferdeversicherung als Lösung

Um das Kostenrisiko zu begrenzen, ist der rechtzeitige Abschluss einer Pferdekrankenversicherung bzw. Pferde-Op Versicherung angebracht. Zumindest die Pferde-Op Versicherung ist eine sehr preiswerte Lösung, wenn ich als Pferdehalter hauptsächlich das Kolik Risiko abgesichert haben möchte. Mit der Pferde-Op Versicherung sind die Operationskosten und die damit verbundenen Behandlungen zuzüglich evtl. Unterbringungskosten der Tierklinik abgesichert. Wer darüber hinaus sämtliche Tierarztkosten versichert haben möchten, erweitert die Pferde-Op Versicherung um die Pferdekrankenversicherung, die auch in den Fällen einspringt, wo das Pferd keinerlei Operation benötigt und mit konservativen Behandlungsmethoden eine Heilung erfolgen kann.

Als Pferdebesitzer sollte man hier bloß nicht am falschen Ende sparen, wenn man bedenkt, wie viel Geld bereits in die Anschaffung, die laufenden Kosten und in die Ausbildung gesteckt wurden.

Da sich jedoch auch bei der Wahl der richtigen Pferdeversicherung die Spreu vom Weizen trennt, ist ein umfangreicher Pferdeversicherung Vergleich unumgänglich, damit das Kostenrisiko im Notfall auch wirklich kein Hindernis für Sie darstellt.

Autor: Verbraucherforum Versicherungsmakler e.K. Tania Dählmann, Bildquellenangabe: Fotalia.de

 
 
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