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König komm, sei ewig mir ein Morgen

Autor: von_maltzahn | Erstellt am: 10.08.2011 | Gelesen: 585
Kategorie: Kunst - Kultur & Religion | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Christian Gries - Malerei, Zeichnungen und Objekte bei von maltzahn fine arts, München

Christian Gries - Malerei
Christian Gries - Malerei

In der ausstellung zeigt der von der presse wegen seiner „tiefschichtigen durchschauungen“ gefeierte künstler gemälde, zeichnungen und objekte aus den vergangenen jahren. in seinen arbeiten ist er einer besonderen „history“ auf der spur: diese illustriert aber nicht nur den subjektiven vortrag eines in kunstwerken dokumentierten geschichtsverständnisses, sondern öffnet auch einen reflektierten blick auf all das, was wir als „geschichte(n)“ begreifen. in stiller und konzentrierter leidenschaft führt er den begriff auf persönliche betrachtungen über gefühlte helden und könige, gebaute architekturen und gewachsene landschaften, auf mythische symbole und archaische zeichen zurück.

„König komm, sei ewig mir ein Morgen" hat der Münchner Christian Gries (*1964) seine Ausstellung betitelt, in der er Installationen, Gemälde und Zeichnungen aus den letzten Jahren präsentiert. Ein lyrischer Titel, der fast einer romantischen Dichtung entstammen könnte, wohl aber den Namen einer größeren Leinwandarbeit von Gries zitiert. Tatsächlich finden sich zahlreiche poetische Konotationen im Werk des Künstlers, - und etliche Könige. Sie erscheinen als stolze Fürsten, aufrechte Krieger oder gebrochene Helden und appellieren, so Gries, an den Betrachter in sich selbst das Erhabene und Schöne zu entdecken.

Gries ist promovierter Kunstwissenschaftler und arbeitet neben dem künstlerischen Schaffen auch als Geisteswissenschaftler und Medienentwickler für namhafte Kultureinrichtungen im In- und Ausland. Im Zentrum seiner Arbeit stehen dabei Fragestellungen zur zeitgemäßen Kommunikation von Kunst und Kultur, - nicht nur im digitalen Raum.

Die künstlerischen Arbeiten von Christian Gries sind vielfach Mischtechniken und Collagen auf Papier und Leinwand, deren bildnerische Aussagen aus Beobachtungen, sanften Interpretationen und vor allem aus dem künstlerischen Entstehungsprozess erwachsen. Offensichtlich ist Gries hier einer besonderen „History" auf der Spur: diese illustriert aber nicht nur den subjektiven Vortrag eines in Kunstwerken dokumentierten Geschichtsverständnisses, sondern öffnet auch einen reflektierten Blick auf all das, was wir als „Geschichte(n)" begreifen. In stiller und konzentrierter Leidenschaft führt er den Begriff auf persönliche Betrachtungen über gefühlte Helden und Könige, gebaute Architekturen und gewachsene Landschaften, auf mythische Symbole und archaische Zeichen zurück. Dabei montiert er dichte Collagen aus Farbfeldern, graphischen Strukturen oder foto- und typographischen Trouvaillen zu überzeugenden Kompositionen. Gries, dem die Presse schon bei früheren Ausstellungen „tiefschichtige Durchschauungen" apostrophierte, begreift Geschichte als einen abbildbaren Prozess, der sich auch in der Oberflächenstruktur, Materialität oder Zustandsform eines Malgrunds oder Gegenstandes offenbaren kann. In der Lesart des Künstlers wird der Prozess des „Kunstschaffens" zu einer Form des „Nachdenkens". Dabei gilt es, dem Leben nach-zu-denken und auch im Betrachter eine Resonanz zu erzeugen, so dass die Kunst zu einem Raum der Begegnung werden kann. Diesem „Dialog" hat Gries auch einen eigenen Zyklus gewidmet, der uns mit einer chiffrierten Symbolik, eigenen Bildsprache und der Frage nach der Eindeutigkeit von Botschaften konfrontiert.

Im Zentrum der Ausstellung steht eine Installation aus alten Bauschaufeln, die, zum Ready Made deklariert, den Besucher zur Neuentdeckung, Ausgrabung oder einem möglichen Perspektivwechsel auffordert. Wer seinen eigenen König im dichten Feld dieser Konnotationen nicht findet, dem, so möchte man Gries bei seiner pointierten Aufforderung glauben, werden in der Ausstellung zahlreiche Gefährten und Gefährte verfügbar gemacht.

Christian Gries, geb. 1964 lebt in München.
Christian Gries hat an den Universitäten in Trier und Augsburg Kunstgeschichte, Geschichte und klassische Archäologie studiert. Von 1982 bis 1990 war er Schüler des Rosenheimer Bildhauers und Zeichenlehrers Rolf Märkl, bevor er sich, nach einem kurzen Intermezzo an der Kunstakademie München, für den Weg des Autodidakten entschied. Seine Arbeiten hat er seit 1980 auf zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und Italien gezeigt. Die Ausstellung ist die erste Einzelausstellung mit Werken von Christian Gries bei von maltzahn fine arts.

Die Ausstellung wird während der OPEN ART München vom 09. bis 11. September 2011 gezeigt.

Ausstellungsdauer
19. August bis 11. September 2011

Vernissage
18. August, 19 bis 21 Uhr

Öffnungszeiten
Dienstag mit Samstag, 14 bis 18 Uhr
und Termin nach Vereinbarung

von maltzahn fine arts
Gotzinger Straße 52b
81371 München
Tel: 49(0)8945227072
www.von-maltzahn-fine-arts.com
Presseinformationen: von-maltzahn-fine-arts.pressdoc.com/27811-konig-komm-sei-ewig-mir...

 
 
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