Viele Menschen würden gerne etwas von ihrer Seite aus tun, um die Welt ein wenig besser zu machen, aber sie sind schon schlichtweg damit überfordert, sich zu entscheiden, was man denn genau tun sollte. Und man kann es ihnen nicht verdenken, denn in einer allerfeinst vernetzten und hochgradig globalisierten Welt, sind Ursache und Wirkung oft sehr schwer nur auseinander zu klamüsern und oft hat man, nicht ganz zu Unrecht, Angst, dass man indem man helfen will, alles nur noch schlimmer macht. Viele Wechselwirkungen sind undurchschaubar geworden und selbst für Experten nur schwer erkenntlich. Kurzum, die Welt ist so kompliziert, dass es zum Haare ausraufen ist.
Was kann man da tun, wenn man ein vernünftiges Leben führen und anderen so gut es geht helfen möchte? Am einfachsten wäre es wohl, sich zunächst einmal von der Idee zu verabschieden, dass man die Welt mit einer großen Heldentat retten kann. Es sind die vielen Kleinigkeiten im Alltag, mit denen man die Welt ein Stückchen besser machen kann. Und das ist mühsam und qualvoll langsam – aber es ist etwas, was wirklich jeder tun kann. Eine sehr einfache, aber nach wie vor wirksame Methode besteht darin, darauf zu achten, was für Produkte man so Tag für Tag kauft und verbraucht. Den größten Einfluss auf die Welt hat man immer noch in seinem Verhalten als Konsument. Firmen und Produkte, die bekanntermaßen Löhne drücken und in Ländern produzieren, wo die Armut der Menschen ausgenutzt werden kann, zu meiden ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Handelt man als Einzelner so, wird das wohl kaum ins Gewicht fallen, aber eine große Menge könnte hier etwas Entscheidendes bewirken. So ist es eine gute Sache, dass immer mehr Käufer darauf achten, ob
Kleidung Fair Trade Symbole tragen und diese bevorzugt kaufen, weil ihnen die Tatsache, dass es ein Produkt ist, bei dessen Herstellung niemand ausgenutzt wurde, den eventuell höheren Preis wert ist.
Andreas Mettler