Das Thema Kleiderordnung wird immer wieder als ein Punkt gesehen, der die Gemüter spaltet. Denn natürlich gibt es auch Pro und Kontra für eine solche Entscheidung. In diesem Artikel werde ich probieren zu schauen, ob es sinnvoll wäre, einen "Dresscode" einzuführen.
Bestimmt wäre es eine sinnvolle Sache, eine Kleiderordnung einzuführen, denn nur so könnten Ausgrenzungen vermieden werden. Immer wieder ist es schon im Grundschulalter zu hören, dass sich die Kinder über diverse Marken unterhalten. Doch warum machen die Eltern so etwas überhaupt mit? Wahrscheinlich, weil sie sich dem Druck entziehen wollen, und denken, sie würden ihren Kindern damit einen Gefallen tun. Aber wie sollen die Kinder dann irgendwann überhaupt mit Geld umgehen können, wenn sie von klein auf alles bekommen, was sie wollen?
Außerdem sind die meisten teuren Marken wie zum Beispiel Esprit Kinderarbeit. Das interessiert natürlich niemanden, aber wenn man es sich mal so überlegt ist es doch einfach nur unfair, dass diese Markenkleidungen dann für so viel Geld verkauft werden. Und die Kinder die dafür arbeiten müssen bekommen noch nicht mal so viel Geld, dass sie ein Dach über dem Kopf haben können? Nur weil auf der Kleidung ein Markenname steht rechtfertigt dies doch trotzdem nicht die überteuerten Preise. Bei mir an der Schule gibt es die Aufteilung zwischen Französisch- und Polytechnikklassen und man kann klar und deutlich erkennnen, welche Schülerinnen von welcher Klasse sind. Ebenfalls kann man dies sehr gut daran erkennen, dass bei uns ganz in der Nähe ein Gymnasium ist. Schon von ganz weitem aus kann man erkennen, von welcher Schule welcher Schüler sind, was doch eigentlich traurig ist. Man merkt halt einfach, dass viele Menschen sich nur noch nach Haben definieren und die inneren Werte einfach zur Seite geschoben werden, wobei ich nicht sagen möchte, dass alle Gymnasiasten gleich wären, dass fällt mir eben bei unseren beiden Schulen auf, wie dies an anderen Schulen ist kann ich leider nicht beurteilen.
Zu dem sollten die Schüler und Schülerinnen vielleicht endlich begreifen, dass eine Marke nicht gleich etwas besseres bedeutet, denn wenn man etwas an hat, dann sieht man doch bei den meisten Marken eh nicht, ob dies nun von Tommy Hilfiger oder H&M ist. Ganz abgesehen davon ist H&M ja auch eine Marke, nur vielleicht nicht unbedingt eine, bei der eine Hose gleich über hundert Euro kostet.
Mein Fazit ist, dass es wichtig ist, dass die Schüler allgemein endlich lernen sollten, dass es auf etwas anderes ankommt, und das sage ich gerne, auch wenn ich selber noch Schülerin bin, denn ich möchte mich nicht über mein Haben oder Nicht Haben definieren, da mir diese Art und Weise von angeblicher Freundschaft einfach zu oberflächlich ist. Eine Kleiderrichtlinie wäre also auf der einen Seite sinnvoll, aber auf der anderen Seite würde es das Verhalten der Schüler immer noch nicht ändern, denn die Kleidung würde sicherlich weiterhin im Vordergrund stehen.
16. November 2009, Désirée-Sophie Lepell