Oxalis - Glücksklee
Eine der interessantesten und vor allem symbolträchtigsten Pflanzen ist der vierblättrige Glücksklee. Seine ursprüngliche Heimat ist Mexiko. Wegen seiner großen kulturellen Bedeutung ist er jedoch auch hierzulande eine gern gesehene Pflanze.Das Unkraut ist die Infanterie der Natur (Mexikanisches Sprichwort)
Die mexikanische Fußtruppe der Natur, der vierblättriger Sauerklee, auch Glücksklee genannt, kam 1837 von Mexiko als Zierpflanze nach England. Der Oxalis tetraphylla ist eine krautige Pflanze, die bis zu vierzig Zentimeter hoch werden kann. Allerdings benötigt der kleine Einwanderer Migrationshilfe, um mit den europäischen Verhältnissen zurecht zu kommen.
Das Wasser, das du nicht trinken kannst, lass fließen (Mexikanisches Sprichwort)
Mexiko hat ein sehr tropisches Klima mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 15°-30° C und vielen Sonnenstunden, das mexikanische Pflänzchen benötigt also viel Licht und verträgt keinen Frost. Der helle Standort sollte nicht zu warm sein, im Freien liebt er ein halb schattiges und geschütztes Plätzchen. Wasser benötigt der Glücksklee regelmäßig, nasse Füße sind für den kleinen Infanteristen allerdings tödlich. Die richtige Pflege dankt er mit frischen Blättern und weißen, gelben oder rosa Blüten. Wenn die Kleeblätter im Herbst gelb werden und einziehen, können die von der Erde befreiten Zwiebeln mit einer kühlen und trockenen Lagerung den Winter überstehen. Im Frühjahr werden die Zwiebelchen in neue Erde gepflanzt und zu neuem Leben erweckt.

„Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das große vergebens warten." (Pearl S. Buck)
Ein vierblättriges Kleeblatt gilt als Glücksbringer, weil es in der Natur sehr selten ist. Das gilt allerdings für den „echten" Klee aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler mit üblicherweise dreifedrigen Blättern. Eine Mutation dieser Pflanze mit vier Blättern zu finden, braucht eine gute Portion Glück, während beim „Glücksklee" der Gattung Sauerklee vierteilig gefingerte Blätter artenbedingt üblich sind. Als Zierpflanze und Glücksbringer ist der Glücksklee aber trotzdem sehr beliebt., denn „Wer an das Glück glaubt, der hat Glück." ( Friedrich Hebbel)
„Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder." (Dante)
In diesem Fall irrt Dante, vier Dinge sind es. Er hat den vierblättrigen Klee nicht bedacht, den Eva der Sage nach als Andenken aus dem Paradies mitgenommen hat. Schon die keltischen Druiden glaubten an das Glückssymbol und drohten bösen Geistern mit dem wundersamen, vierblättrigen Kleeblatt. Als besonderer Glückpilz darf demnach wohl der Kleeblattsammler Claas Hickl gelten, der während seiner 30jährigen Sammlerzeit etwa 5000 vier- und fünfblättrige Kleeblätter gefunden hat.