Nord- und Ostsee und vor allem das niederländische Ijsselmeer bieten tolle Alternativen zur klassischen Klassenfahrt. Unsere nächste Klassentour sollte etwas Besonderes werden. Nicht vom Ziel her, sondern von der Art. Schnell waren wir uns einig: Eine Schiffstour sollte sein. Alle waren begeistert.
Blieb nur die Frage: Motorschiff oder Segelschiff?
Die Frage war dennoch schnell beantwortet und auch das Zielgebiet war kein Diskussionspunkt. Eine Segeltour auf dem Ijsselmeer sollte es werden!
Unser Klassenlehrer war schnell überzeugt, die notwendige weibliche Begleitung tat sich zunächst schwer (Sie war es aber, die nach der Klassenfahrt hin und weg war). Nun kann ich auch aus der Praxis berichten. Schnell war klar. Das wir eine Klassenfahrt unternehmen wollten, auch waren uns auch schnell über das Ziel einig.
Es sollte eine Fahrt nach Italien werden. Natürlich sollte die Fahrt mehr kosten als geplant. Wir lösten das Problem, indem wir die Klassenfahrt vom Herbst, dem ursprünglichen Termin, auf Frühjahr des nächsten Jahres verschoben. Es bleiben also noch mehrere Monate, um das nötige Geld zu sparen. So schafften es schließlich alle 28 unserer Klasse. Ein zusätzlicher Vorteil war, dass wir uns sehr gründlich auf die Fahrt vorbereiten konnten. So wurden zunächst alle Freizeit- und Sportmöglichkeiten zusammen getragen. Eine Arbeitsgruppe bearbeitete dann die Möglichkeiten zusammen und traf eine Vorauslese. Es zeigt sich, dass das eine richtige Vorgehensweise war, denn die Gruppe leistete eine gute Arbeit. Fazit: Es wurde eine tolle Klassenfahrt.
Los ging es in Monnickendam, einem kleinen Hafen am Ijsselmeer. Unser Segler hatte Kojen für jeweils 4 Personen, entsprechend sanitäre Einrichtungen und einen Aufenthaltsraum. Die Bordküche war voll ausgestattet, so dass die Klasse von der wechselnden Küchencrew gut verpflegt werden konnte. Auch der Schiffscrew, die von uns mitverpflegt wurde, hat es geschmeckt.
Von der Tour auf dem Ijsselmeer waren alle total begeistert. Windstärke und Windrichtung bestimmen das Tagesziel, die erst am Morgen nach dem Wetterbericht festgelegt werden konnte. So fuhr das Abenteuer immer mit…
Hierzu noch ein Bericht über die praktische Handhabung an unserer Schule.
Ich bin Vorsitzende der Klassenpflegschaft und als solche auch mit dem Thema
Klassenfahrten befasst. Das wird vom Klassenlehrer und von der Elternschaft so gewünscht. Die Gründe für den Lehrer: er muss die organisatorische Arbeit nicht allein übernehmen und kann – weil die Eltern eingebunden sind – auch mit der Zustimmung rechnen. Beides Punkte, die erheblich Zeit sparen und den Ablauf bis hin zur Buchung der Fahrt erheblich vereinfachen.
Die Gründe für die Eltern: sie sind von Anfang an einbezogen und können Einfluss nehmen – vor allem auf die Kosten. Für beide Parteien besteht Einvernehmen über die Notwendigkeit einer Klassenfahrt. Es ist sogar so, dass nur durch das Mittun der Elternschaft eine solche Fahrt zustande kommt. Das ist gleichzeitig der einzige Punkt, der aus Sicht der SchülerInnen für die Beteiligung der Eltern spricht. Ansonsten wünschen sie sich natürlich möglichst allein über Ziel und Programm der Klassenfahrt befinden zu können.
Ich kann Lehrer und auch Schüler verstehen. Die Lehrer sind mit Ihren Aufgaben mehr als ausgelastet und haben es natürlich nicht einfach bei zusätzlichen Aufgaben. Da sind die Zielfindung, eine sinnvolle Programmgestaltung und natürlich die Kostensicht. Sie müssen auf Freizeit und Familie verzichten, die Fahrt in der Regel ganz oder teilweise selbst finanzieren, die dann besonders ausgelassenen SchülerInnen im Zaum halten und tragen dann noch die Gesamtverantwortung unterwegs.
Die SchülerInnen möchten natürlich ein Programm, das mit Schule wenig zu tun hat: nämlich viel Freizeit und immer wieder Fun. So ist und bleibt es aus Sicht der Elternschaft sinnvoll, die Klassenpflegschaft bei Klassenfahrten einzubeziehen. Was die umfangreichen Vorarbeiten angeht, so haben wir uns darauf geeinigt, die Arbeit von anderen machen zu lassen, nämlich von einem Anbieter für Klassenfahrten. Das hat bisher stets gut geklappt.
Im Fahrtenkatalog, der uns als gute Kunden jährlich zum Schulbeginn nach den Sommerferien zugesandt wird, sind eine Reihe interessanter Ziele – jedes Jahr sind einige neue Angebote dabei - mit Programmvorschlägen dargestellt..
Änderungen/ Ergänzungen sind leicht möglich und werden vom Veranstalter berücksichtigt. Ein weiterer großer Vorteil ist es, dass die Anmeldung bzw. Buchung der einzelnen Programmpunkte mit erledigt wird. Uns alles zu einem Festpreis. Natürlich gibt es auch andere Handhabungen an unserer Schule, aber die werden weniger.