Kinderfahrrad-Ratgeber
Sie möchten ihrem Kind ein Fahrrad zum Geburtstag schenken? Eine tolle und auch sinnvolle Idee! Allerdings sollte man vor und während ds Kaufs auch einige Dinge beachten: Es geht nämlich nicht nur darum, dass das Fahrrad die gewünschte Farbe hat, vielmehr sollte es an allererster Stelle verkehrssicher sein. Dazu gehören eine Handbremse, eine Rücktrittbremse, eine Klingel, vorne eine Lampe
, ebenso einen weißen Reflektor, einen Dynamo, ein Rücklicht mit Reflektor, einen roten Reflektor, vier gelbe Speichenreflektoren (Katzenaugen) und rutschfeste Pedalen.
Okay, die Verkehrssicherheit des Fahrrades wäre hiermit geklärt. Aber ist ihr Kind denn auch schon verkehrssicher? Oftmals überschätzen Eltern ihre Kinder, was fatale Folgen haben kann. Kinder im Kindergartenalter haben ein sehr eingeschränktes Sichtfeld, können Entfernungen nicht abschätzen und der Gleichgewichtssinn ist auch noch nicht vollständig ausgebildet. Deswegen ist es ratsam, wenn Sie ihr Kind erstmal Roller und Laufrad fahren lassen. Diese Fahrzeuge fördern den nötigen Gleichgewichtssinn und machen das Kind später sicherer im Umgang mit einem Fahrrad. Beim Fahren dieser Fahrzeuge ist auch ein Fahrradhelm von großer Wichtigkeit! Doch bitte achten Sie auf den richtigen Sitz und darauf, dass der Verschluß nicht unter dem Kinn ist, sondern seitlich am Gesicht. Denn sollte es tatsächlich mal zu einem Unfall kommen, kann es passieren, dass der Verschluß unter dem Kinn auf den Kehlkopf drückt und das Kind somit nicht mehr genügend Sauerstoff bekommt. Ist der Verschluss aber seitlich angebracht, drückt er höchstens auf den Kieferknochen.
Außerdem sollte der Fahrradhelm einen guten Sitz haben, damit er sich nicht nicht verschiebt, wenn das Kind zur Seite schaut. Dies könnte sonst zur Folge haben, dass das Gesichtsfeld des Kindes noch eingeschränkter ist und es somit Gefahren schnell übersieht.
Da kleine Menschen schnell im Straßenverkehr übersehen werden, sollte man unbedingt darauf achten, dass das Kind eine zusätzliche Warnweste trägt. Diese reflektieren sehr gut auch bei schlechten Lichtverhältnissen und das Kind ist dadurch zusätzlich geschützt.
Wenn Sie sich sicher sind, dass ihr Kind für ein Fahrrad reif genug ist, dann können Sie ihm natürlich den Wunsch nach einem eigenen "Drahtesel" erfüllen. Achten Sie nur darauf, dass es mit allen oben aufgeführten Gegenständen ausgestattet ist, die der Verkehrssicherheit dienen. Lassen Sie sich am Besten von einem Fachhändler beraten. Natürlich können Sie auch ein gebrauchtes Fahrrad kaufen, wenn es den Anforderungen entspricht. Nehmen Sie zum Kauf jemanden mit, der auch Ahnung von dem Thema hat, denn vier Augen sehen mehr als zwei und man wird nicht so schnell über den Tisch gezogen.
Wenn Sie nun ein passendes
Kinderfahrrad gefunden haben, kann es noch mit einer Schleife zum Geburtstag dekoriert werden. Oder aber sie lackieren es um, wenn es doch ein anderer Farbton sein soll. Das ist ein bisschen aufwändig, aber nicht allzu schwer.
Die leuchtenden und strahlenden Kinderaugen werden Sie wohl nicht mehr vergessen. Üben Sie aber bitte mit dem Kind erstmal im Garten, im Park oder auf einem anderen ruhigen, ebenen Untergrund. Gehen Sie nicht gleich auf die Straße und werden Sie vor allem nicht ungeduldig. Das Erlernen des Rad fahrens ist eine sehr komplexe Angelegenheit für ein Kind. Wenn es aber den Dreh raus hat, so wird es auch ein Leben diese Fähigkeit nicht mehr verlernen!
Wenn Sie ein Kind haben, das bereits Fahrrad fahren kann, aber aus seinem alten Fahrrad "rausgewachsen" ist, dann brauchen Sie nur auf die Zollgröße des Fahrrades achten. 16-18 Zoll sollten Fahrräder für 4-6-jährige haben, 20 Zoll für 6.8-jährige und danach bekommen die Kinder in der Regel 24 Zoll-Fahrräder. Allerdings muss auch dieses Fahrrad unbedingt verkehrssicher sein!
Wenn Sie dies beachten, dann kann gemeinsamen Fahrradausflügen nichts mehr im Wege stehen!