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Kinder und die Gefahren aus dem Internet - Die Eltern sind gefragt!

Autor: inwebx0 | Erstellt am: 19.10.2010 | Gelesen: 549
Kategorie: Babys - Kinder & Erziehung | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Kommentar zur RTL2 Sendung "Tatort Internet - Schützt Endlich Unsere Kinder"

Die RTL2 Sendung „Tatort Internet" macht Furore in der Presse. In der Sendung geben sich die Reporter als Jugendliche in Chaträumen aus und arrangieren Treffen mit den pädophilen Kommunikationspartnern, um zu klären, was sie vor hatten und sie damit vor der Kamera zu konfrontieren. Die Reaktionen darauf sind völlig unterschiedlich: die einen unterstützen das Konzept der Sendung komplett, die anderen kritisieren, dass die Reporter „auf eigene Faust und ohne Rücksicht auf rechtsstaatliche Prinzipien auf Verbrecherjagd" gehen.

Im Mittelpunkt der Sendung steht jedoch die Tatsache, wie einfach und raffiniert die pädophilen potenziellen Täter das Vertrauen der Kinder gewinnen können. Sie wissen genau, dass sie mit Minderjährigen kommunizieren, und haben als Hintergedanken fast immer Sex vor. Nur mit der Frage, was man dagegen tun könnte, beschäftigt sich die Sendung fast gar nicht. Sie hat zwar den pressewirksamen Titel „Tatort Internet – Schützt Endlich Unsere Kinder", präzisiert jedoch nicht genau an wen das gerichtet ist. An die Polizei? An die Politiker?

Das Problem liegt darin, dass bevor etwas passiert, ist die Polizei ohne Beweise quasi machtlos. Außerdem gilt, wo kein Kläger, da kein Richter – wenn Kinder nichts von der „heimlichen Internetliebe" erzählen, weiß auch niemand, dass sie in Gefahr sind. Auch wenn es zu einem sexuellen Delikt kommt, erfahren die Eltern oft nichts davon, denn die Jugendlichen gehen zum Treffen mit der Internetbekanntschaft heimlich und freiwillig.

Also das Hauptproblem ist, dass Eltern die Gefahren aus dem Internet unterschätzen und Kinder am Computer nicht beaufsichtigen. Fernsehen und Computer sind zu kostenlosen Kindermädchen der Nation geworden. Eigentlich sollte die Sendung besser heißen „Tatort Internet – Schützt Endlich Eure Kinder" und das Ziel haben, nicht nur die Eltern zu erschrecken, sondern auch Lösungsvorschläge für das Problem anzubieten.

Dabei gibt es einfache Möglichkeiten die Gefährdung zu reduzieren.

1. Eltern sollen die Kinder über die Gefahren aus dem Internet aufklären. Dabei sollte man nicht übertreiben, sondern versuchen dem Kind das Gefühl zu vermitteln, dass Fremde aus dem Internet gefährlich sein können. Es ist wichtig dem Kind zu verstehen geben, dass es auf keinen Fall zu einem Treffen mit Fremden gehen darf.

2. Eltern sollen überlegen, ist es unbedingt notwendig einen eigenen Computer im Kinderzimmer aufzustellen? Wahrscheinlich ist es besser den Computer dort aufzustellen, wo die Eltern besser sehen können, was auf dem Bildschirm passiert. Es reicht bereits dem Kind das Gefühl zu geben, dass Eltern jederzeit sehen könnten, was auf dem Bildschirm passiert.

3. Eltern sollen in Erwägung ziehen, zusätzliche Kindersicherungsprogramme zu installieren. Unter Windows reicht in den meisten Fällen die Installation von ShutDownApp (SDA) – kostenloser Download unter www.sda.inweb20.net. Das Programm fertigt in regelmäßigen Abständen Screenshots und macht sie für die Eltern von einem anderen Computer oder vom Handy abrufbar. Wenn Eltern eine Gefährdung entdecken, können sie das Chatprogramm oder den ganzen Computer direkt über das Internet ausschalten. Außerdem hat man mit den Screenshots die nötigen Beweise, um die Polizei zu benachrichtigen.

Fazit: vor allem die Eltern tragen die Verantwortung für ihre Kinder und haben die Möglichkeit sie wirksam zu schützen. Also, die Eltern sind gefragt! Schützt Endlich Eure Kinder!

Ilia Ratchinski
 
 
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