Gewalt an Kindern ist kein neues Thema. Es ist aber eines, welches immer und zu jeder Zeit brandaktuell ist. In den Medien kann man verfolgen, wie Eltern ihre Kinder einsperren oder verhungern lassen. Wie Verwande oder unbekannte Personen Kinder schlagen. Die Rede ist dabe nicht von einem Klaps auf den Hintern. Die Rede ist hier von Gewalt gegenüber Kindern. Und die ist einer Initiative von Eltern ein Dorn im Auge. Sie wollen nicht mehr wegschauen, sondern aktiv gegen die Gewaltangriffe vorgehen. Mit ihrem Einschreiten möchten sie erreichen, dass die Gesetzgeber zum Handeln verpflichtet werden, man sich in der Politik gedanken machen muss, was zu ändern ist, erklärt die Initiatorin der Aktion "
Luftballone gegen Gewalt an Kindern", Kerstin Albrecht. Initiiert über das soziale Netzwerk Facebook ist es das Ziel von ihr und ihren Mitstreiterinnen, am 19.November 2011 ein Zeichen in die ganze Welt zu schicken. Am liebsten von überall aus, hofft Kerstin Albrecht auf noch weitere Unterstützer. Denn das Thema ist ihr und ihren Mitstreitern immens wichtig.
Letztlich geht es der Gruppierung nicht darum, Luftballone nach oben zu schicken und alles ist vorbei. Vielmehr soll es nachhaltig um das Thema gehen, langfristig Bewegung in die Thematik kommen. Das Thema soll auch thematisiert werden - und zwar dort, wo man etwas ändern kann. Der eine Bereich ist die Basis - also die Eltern selbst, die durch ihr Engagement zeigen, dass es sich lohnt, hinzuschauen und zu helfen. Der andere Bereich ist die Politik, die sich um die Gesetzgebung kümmert und hier vielleicht strengere bzw. striktere Vorgaben macht.
Im Endeffekt hätte man auch eine Lichterkette aus Kerzen machen können, um ein paar Minuten inne zu halten und ein Zeichen zu setzen, beschreibt die Initiatorin. Allerdings fand man die Luftballone besser zu Kindern passend und freudlicher. Ihr liege es, genau wie ihren Mit-Helfern in der Gruppe am Herzen, dass man für das Thema sensibilisiert. Das man wachrüttelt, denn nur so könne das Lachen in den Gesichtern der Kinder bleiben bzw. wieder hergestellt werden.
Ramona Schittenhelm