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Kfz-Steuer und GEZ-Gebühr sollten nutzungsabhängig sein

Autor: netservice | Erstellt am: 26.05.2008 | Gelesen: 1838
Kategorie: Energie - Klima & Umwelt | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Kfz-Steuern und GEZ-Gebühren werden nicht nach der tatsächlichen Nutzung erhoben.

GEZ-GebuehrDie Preise steigen weiter und weiter, die Verbraucher schimpfen und immer weniger können ihren Lebensunterhalt aus eigener Arbeit sichern. Zuschüsse statt Arbeit und die Millionäre im Land werden zahlenmäßig ständig mehr, allerdings das Heer der Neu-Armen auch.

Was haben Kfz-Steuer und die GEZ-Gebühren gemeinsam? Sie werden nicht Ursachen- und Verbrauchsgerecht erhoben. Diese zwei Probleme ließen sich kurzfristig abstellen, so z.B. die ungerechte Kfz-Steuer, sie entspricht nicht den Erfordernissen einer effizienten Umweltpolitik und auch nicht dem Verursacherprinzip. Es herrscht das Gießkannenprinzip. Wie ist das möglich fragen Sie sich? Es ist ganz einfach zu erklären, da der Gesetzgeber zur Festlegung der Kfz-Steuer den Hubraum eines Fahrzeuges sowie seine Schadstoffklasse zugrunde legte. Das bedeutet für den Besitzer eines Fahrzeuges, er muss KfZ-Steuern bezahlen, ob er mit seinem Auto fährt oder nicht. Das entspricht nicht einer umweltgerechten und problemorientierten Maßnahme.

Die Alternative wäre einfach zu realisieren:
man misst elektronisch den Kraftstoffverbrauch über ein speziell eingebautes Modul, (das der Gesetzgeber liefern sollte) wobei der Verbrauchswert und die gefahrenen Kilometer über eine Prüfeinrichtung monatlich, pro Quartal oder am Jahresende abgerufen werden. Aus der effektiven Verbrauchsleistung von Kraftstoff, Fahrtkilometer und Schadstoffklasse wird die Umweltbelastung des Fahrzeuges und daraus seine Steuer berechnet. Das machte Sinn und zwingt jeden Benutzer über notwendige und nichtnotwendige Fahrten nachzudenken. Viel bezahlen sollten diejenigen, die viel fahren. Wieso sollen Personen Kfz-Steuern bezahlen, die zwar ein im Hubraum größeres Fahrzeug (Campingwagen, Kleintransporter, Oldtimer, Sportwagen usw.) halten, dass aber die meiste Zeit steht und nicht betrieben wird.

Eine neue gesetzliche Regelung dazu sollte für alle Fahrzeuge gleich gelten. Das entlastet die Umwelt und die Personen, die wenig fahren. Der Arbeitsmarkt wird gezwungen effektiver zu werden und wird es nicht mehr zulassen, dass Hunderttausende von Pendlern von A nach B, während ebenso qualifizierte Personen von B nach A fahren und dort die gleiche Arbeit verrichten. Für diese Verschwendung zahlt man noch Pendlerpauschale, nur weil es keine sinnmachende Logistik gibt. Jede Stadt und jedes Dort sollte eine autarke Erwerbszone für sich selbst schaffen, dann könnten die Arbeitnehmer des jeweiligen Ortes dort arbeiten und sich ernähren wo sie wohnen. Es gäbe keine unnötigen Verkehr mehr, wie wir es produzieren, nur weil es an Verstand mangelt. Man nennt das eine zentrale, kommunale Wirtschaftsführung, im Gegensatz zur Verschwendung bei dezentralem und globalem Wirtschaften.

Die gleiche Fragestellung ergibt sich bei den derzeitigen Rundfunk -und Fernsehgebühren. Hier sollte berechnet werden was, wer wie lange gesehen hatte und nicht danach, wer einen Fernseher in der Wohnung stehen hat. Technisch ist es ebenfalls kein Problem ein Modul in die Geräte einzubauen. Mit selektiver Kanalabrechnung lässt sich das sehr gut und vor allem gerecht lösen. Wir brauchen keine Marssonden, was die Menschen brauchen sind vernünftige Lebensverhältnisse auf der Erde und da hinein sollten die Milliarden investiert werden, in eine gute Lebensqualität für alle. Wenn diese Vernunft nicht siegt, werden wir alle gemeinsam untergehen: die einen weil sie zuviel verschwenden und die anderen, weil sie dies permanent zulassen.

Bernd Staudte
 
 
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