Suchmaschinen-Optimierung
Heidelberg, 18. April 2011: Oft machen Webmaster den Fehler ihren kompletten Vorrat an Keywords in ihre Website zu kippen - wohl in der Hoffnung, dass sich die Suchmaschinen raussuchen was sie brauchen.
Jetzt muss man wissen, dass Suchmaschinen – allen voran Google - im Bestreben den Suchenden möglichst relevante und zu ihrer Suchanfrage zielgenau passende Websites in den Suchergebnissen zu liefern, immer besser werden. Die immer perfekter arbeitenden Suchmaschinen-Robots prüfen inzwischen schon beim Besuch der Seite den Text auf inhaltliche Relevanz.
Das heißt, sie prüfen wie oft und wo ein bestimmtes Keyword – das am besten auch in der URL, im Titel, der Description und im Tag „Keywords" auftaucht – im Text zu finden ist. Das ist aber noch nicht alles.
Seit geraumer Zeit prüft Google auch noch, ob artverwandte oder vom Sinn her dazu passende Worte im Text verwendet werden. Damit will man sicher stellen, soweit das mit Maschinen möglich ist, dass der Text der Website eine sinnvolle, zum Suchbegriff passende Aussage macht.
Daraus ergibt sich nun die Erkenntnis, dass eine Seite optimale Ergebnisse erzielt, wenn sie nur auf ein Keyword oder eine Keyword-Phrase optimiert ist.
Eine Optimierung auf verschiedene Suchbegriffe verwässert die Relevanz und verschlechtert die Suchmaschinenplatzierung.
Dabei kann es für Webseiten mit starker Konkurrenz besser sein, eine Optimierung für eine Suchbegriffkombination (Keyword-Phrase) aus 2 bis 3 Keywords vorzunehmen, als sich nur auf einen Schlüsselbegriff zu konzentrieren. Gibt es nur wenig Konkurrenz im eigenen Thema, sollte auch eine Optimierung für einzelne Keywords möglich sein.
Für die Suchmaschinen-Optimierung bedeutet das, dass es empfehlenswert ist, jede Seite und Unterseite einer Website auf einen, im Höchstfall eventuell zwei Keywords zu optimieren.
Aus diesem Grund ist es von elementarer Wichtigkeit, die das eigene Angebot optimal beschreibenden Keywords bestmöglich zu recherchieren und professionell zu bewerten.
Der erste Schritt zu einer Keyword-Liste mit maximaler Relevanz, ist das Brainstorming. Hierbei stellt sich folgende Frage:
"Welche Suchbegriffe oder Such-Phrasen würde ich eintippen, wenn ich ein Problem oder ein Bedürfnis hätte, das ich mit meinem Angebot lösen oder befriedigen könnte?"Im zweiten Schritt erweitert man das Brainstorming auf die eigene Umgebung und befragt Menschen aus dem eigenen Umfeld, wie sie suchen würden – sprich, welches Keyword sie bei Google eingeben würden, um nach der angebotenen Problemlösung zu suchen.
Mit die kompetentesten Keyword-Ideen-Lieferanten, sind unsere Wettbewerber. Deshalb gib man im dritten Schritt der Keyword-Recherche die aus der eigenen Sicht relevantesten Suchbegriffe, die man selbst und mit Freunden und Bekannten ermittelt hat, bei Google ein und schau sich die ersten 5 bis 10 Ergebnisse genauer an. Man ruft sie eine nach der anderen auf und schaut - über „Ansicht" und „Seitenquelltext anzeigen" - welche Keywords in den Meta-Tags der Wettbewerberseite verwendet werden.
Im vierten Schritt der Keyword-Recherche, lassen wir uns von Google relevante Suchbegriffe liefern. Dazu öffnen wir das Keyword-Tool in unserem Google-Account oder verwenden das offene Keyword-Tool, das unter folgender Adresse zu öffnen ist:
https://adwords.google.de/select/KeywordToolExternal.
Hier gibt man nun einen der klassischen Einwort-Suchbegriffe in das Suchfeld ein, die das eigene Angebot beschreiben.
Google zeigt dann, welche Suchworte und – Phrasen in Zusammenhang mit dem eingegebenen Keyword - wie oft gesucht werden.
Ist die Keyword-Recherche abgeschlossen, wird eine Text- oder Excel-Datei mit Suchbegriffen erstellt, die das eigene Angebot genauestens beschreiben - genauer gesagt, die Suchende eingeben, wenn sie nach einer Problemlösung suchen.
Natürlich sind diese Keywords unterschiedlich stark, sprich für die Suchmaschinen-Optimierung der eigenen Website unterschiedlich wichtig. Aus diesem Grund werden im nächsten Schritt die Suchbegriffe in eine Hierarchie angeordnet, die die wichtigsten Keywords der Reihe nach von oben nach unten anzeigt.
Je nach Ziel und Aufgabe der Website – man unterscheidet im Wesentlichen a) Sales-Letter, die nur ein Produkt verkaufen und b) Infoseiten, die ein umfangreiches Portfolio an Produkten und Dienstleistungen zeigen – werden die Suchbegriffe unterschiedlich bewertet.
Die folgenden drei Parameter helfen die Keyword-Liste zu sortieren:- Suchvolumen – wie oft wird der Begriff pro Monat in der Google-Suche eingegeben?
- Wettbewerbssituation – wie umkämpft ist der Begriff – sprich wie viele Webmaster haben ihre Seiten ebenfalls auf dieses Keyword optimiert?
- Relevanz zum Angebot – wie gut bzw. genau beschreibt der Begriff mein Angebot?
Zu beachten ist hier, dass der Begriff „Keyword" immer auch für eine Kombination aus Begriffen (Keyword-Phrase) steht!
Eine auf diese Weise recherchierte und bewertete Keyword-Liste, bildet die Basis der Suchmaschinen-Optimierung.
Informationen zum Suchmaschinen-Optimierung: www.internetmarketing-strategien.de