Der Kerbumzug - das Feuerwerk
Birstein (hop). Auch der Regen hielt die Birsteiner nicht davon ab, beim Kerbumzug mitzumachen. Drei Böller signalisierten, dass das Wilde Weib gefasst und mitgeführt wurde. In diesem Jahr hatten die Kerbburschen die hübsche Anke Peppel zu dieser historischen Figur auserkoren.
Mit ihr bewegte sich der bunte Zug durch die Büdinger Straße in Richtung Schloss. Unerschrockene Zuschauer säumten die Strassenverläufe und Kinder hielten bunte Lampions, als, sich, angeführt vom Musik- und Show-Corps Birstein, die Birsteiner Vereine und deren Freunde mit Musik und bunten Wagen oder Kostümen der fröhliche Lindwurm bewegte.

Ob DRK, Wasserwacht, Volleyballer Birstein, Kindergarten und Schule, alte Schlepper, der Gesangverein Liedertafel, die Feuerwehren, der Musikverein Brachttal, der Angelsportverein, der Ski-Club, die Tanzgruppe Crazy-Girls und Rainbow-Kids, der Tennisclub Blau-Weiß, die Gemeindegremien, die Kerbburschen und das Wilde Weib oder am Ende die Pferdefreunde, alle waren gekommen und zogen mit. Neben den Lampions sorgten Fackeln für Romantik, aber auch bessere Sichtbarkeit, denn es war ja bereits dunkel. Im Innenhof des Schlosses machte die Birsteiner Bevölkerung dem fürstlichen Haus seine Aufwartung und hier begrüßte Erbprinz Alexander von Isenburg den Altkerbbursch 2008, Hellmut Fritz, und das Wilde Weib. Nach einigen musikalischen Darbietungen ging es munter weiter bis zum Festplatz. Hier galt es weiter in der Nässe auszuharren, doch das wurde mit einem sensationellen Feuerwerk belohnt.

Ob rote, weiße, grüne oder gemischtfarbige Lichter, es glühte der Himmel über Birstein in den tollsten Farben und viele der schönen Lichterkaskaden wurden mit ehrfürchtigen "AHH's" und "OHH's" bestaunt. Mit einer Darbietung des Musik- und Show-Corps Birstein hielt danach alles Einzug in das Festzelt. Der Ortsvorsteher Dieter Eitel begrüßte die Gäste und auch der Festzeltwirt Heinz Jürgen Luft freute sich, dass endlich das 2000 Personen-Festzelt gerammelt voll war. Dann schritt Bürgermeister Wolfgang Gottlieb zu einer sicher sehr angenehmen Pflicht, er musste das Fass anstechen. Dass er das nicht zum ersten Mal tat, konnte man leicht feststellen, denn er brauchte nur drei kräftige Schläge, dann konnte er den großen Maßkrug füllen. Mit diesem prostete er den Gästen zu und erklärte den 59. Birsteiner Markt feierlich und offiziell für eröffnet. Die Gruppe "Concordia" heizte im Anschluss daran allen ein und sorgte dafür, dass allen wieder mollig warm wurde und so wurde noch lange fröhlich und ausgelassen gefeiert.

Barbara Hoppe