
Der interessierte User, der mit Hilfe einer Suchmaschine nach „PKV Vergleich" sucht, wird mit einer Flut von Seiten überrascht, die alle einen kostenlosen
PKV Vergleichanbieten, dagegen ist nichts einzuwenden. Doch nutzt es dem User wenig, wenn er mit einer Fülle von Preis-Ratings zugeschüttet wird.
Die Begründung ist denkbar einfach: Wie bei jeder wirtschaftlichen Entscheidung müssen zuerst die Voraussetzungen richtig geprüft werden. Die Voraussetzungen für einen vernünftigen Vorschlag, sind erheblich für das spätere Angebot. Ein Beispiel soll verdeutlichen wie sich ein Versicherer gegenüber Personen verhält, die schon einmal einen Eintrag bei der Schufa hatten. Hierbei ist formal nicht einmal wichtig ob dieser Eintrag wegen einer unbezahlten Telefonrechnung zustande gekommen ist oder weil eine Eidesstattliche Versicherung abgelegt wurde. Auch spielt es keine Rolle wie hoch die dort eingetragene Forderung ist und wie lange der Vorfall zurück liegt.
Wenn die Vorgehensweise nicht professionell abläuft, wird sich in diesem Beispiel folgendes ereignen. Der User wählt aus vielen Vorschlägen den vermeintlich richtigen Produktgeber und stellt arglos einen Antrag auf Private Krankenversicherung. Der Versicherer hat aufgrund der Dateneinwilligungsklausel das Recht auf Anfrage bei einer Wirtschaftsauskunftei, die routinemäßig für jeden neuen Antrag eingeholt wird. Wenn hier ein negativer Eintrag festgestellt werden sollte, dann wird der Antrag auf Private Krankenversicherung, ungeachtet der gesundheitlichen Voraussetzungen, mit einer Begründung wegen subjektiven Risiko abgelehnt. Na fein.
Besser ist es einen Profi vor der Angebotsabgabe über den Eintrag zu informieren. Jetzt konzentriert sich die Angebotsbestellung auf Gesellschaften, die ein subjektives Risiko unter bestimmten Voraussetzungen zeichnen. Der Standard Versicherer, bleibt bei seiner Ablehnung, einige Versicherer tolerieren den Eintrag mit einer Vorauszahlung von einem Halbjahres oder bis zu einem Jahresbeitrag. Die Angebotsabgabe muss sich daher nur auf solche Gesellschaften konzentrieren, mit denen eine realistische Vereinbarung getroffen werden kann.
Die nächste Hürde ist dann die Begründung des Eintrags, bei der ausgewählten Gesellschaft, der PKV. Ein praktisches Beispiel veranschaulicht die Lösung des Problems. Wenn z.B. ein Insolvenzverwalter eine Bescheinigung für den in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Geschäftsführer ausstellt, so das die Beiträge aus der Insolvenzmasse für z.B. ein Jahr sichergestellt sind, dann steht einer Annahme nichts mehr im Weg. Jeder Fall hat seine eigene Brisanz und wird daher auch mit anderen Lösungsansätzen beantwortet.
Abschließend sei darauf hingewiesen, dass ein PKV Vergleich immer nur so gut ist, wie der Vermittler, der jenen Vergleich erstellt.
Holger Ditzel Compare24