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Kaufberatung beim Matratzenkauf

Autor: plopper | Erstellt am: 18.01.2010 | Gelesen: 1473
Kategorie: Haus - Garten & Heimwerk | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Eine gute Fachberatung ist beim Matratzenkauf essentiell wichtig.

Kaufberater Matratzen

Die Matratze ist für einen gesunden Schlaf besonders wichtig. Aufgrund sehr unterschiedlicher Faktoren wie Körpergewicht und Größe ist es jedoch nicht möglich, eine pauschale Aussage über die individuell richtige Matratze zu treffen. Es ist daher wichtig, sich genau über die verschiedenen Arten der Matratzen zu informieren und deren Vor- und Nachteile zu kennen.

Der Härtegrad der Matratzen

Die richtige Matratze muss für eine perfekte Liegeposition den richtigen Härtegrad aufweisen. Grundlage für die Ermittlung des Härtegrades ist das Körpergewicht des Schlafenden. Als Faustregel gilt dabei: je schwerer man ist, desto härter sollte die Matratze sein, um das Gewicht besser abfedern zu können.

Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass der Härtegrad meist von den Herstellern festgelegt wird und nicht genormt ist. Vielfach werden fünf Härtegrade unterschieden, wobei der Härtegrad 1 für sehr leichte Personen mit bis zu 60 Kilogramm Körpergewicht geeignet ist, der Härtegrad 5 hingegen eignet sich für schwere Personen mit mehr als 100 Kilogramm Körpergewicht. Daneben können aber auch Matratzen mit einem variablen Härtegrad erworben werden. Neben dem Gewicht spielen für die Auswahl der passenden Matratze aber auch die Faktoren Körpergewicht, Gesundheitszustand und Körperform eine Rolle, so dass der Härtegrad individuell verschieden sein kann.

Die Elastizität der Matratze prüfen

Neben dem Härtegrad spielt beim Kauf einer Matratze auch die Elastizität eine wichtige Rolle. Sie ist wichtig, damit sich die Matratze perfekt der Körperform anpassen kann und so den Körper perfekt stützt. Hohlstellen in der Wirbelsäule sollten dabei möglichst nicht entstehen, so dass die Wirbelsäule ihre S-Formung beibehalten kann.

Der Druck von Schultern und Becken sollte von der Matratze zudem punktgenau aufgenommen werden. Dabei spricht man von der Punktelastizität, so dass Vertiefungen tatsächlich nur punktgenau entstehen. Durch die Punktelastizität ist auch das Hin- und Herwälzen im Schlaf kein Problem mehr, denn die Matratze formt sich dabei rasch wieder in ihren Ursprungszustand zurück.

Die verschiedenen Arten von Matratzen

Die Hersteller bieten heute eine Vielzahl unterschiedlicher Matratzen. Von der klassischen Federkern-Matratze über die Taschenfederkern-Matratze, der Kalt-/Viscoschaum-Matratze bis hin zur Latex-Matratze können heute nahezu alle Wünsche, die an Matratzen gestellt werden, erfüllt werden. Nachfolgend werden die verschiedenen Matratzentypen sowie deren Vor- und Nachteile erläutert.

Federkern-Matratze

Die wohl am häufigsten genutzte Matratze ist die Federkern-Matratze. In ihrem inneren befinden sich kleine Metall-Sprungfedern. Da die Federn miteinander verbunden sind, weist dieser Matratzen-Typ eine hohe Feder- und Stützkraft auf. Durch unterschiedliche Härtegrade kann sich diese Matratze verschiedenen Gewichtstypen sehr gut anpassen. Durch den konstruktionsbedingten Hohlraum im Inneren wird eine gute Durchlüftung erreicht. Da die Federkern-Matratze sehr häufig gekauft wird und in ihrer Herstellung sehr einfach ist, ist sie im Handel kostengünstig zu haben und jederzeit verfügbar.

Diesen Vorteilen stehen jedoch einige Nachteile gegenüber. So ist die Federkernmatratze eher starr, was unter Umständen zu Verspannungen führen kann. Weiterhin kann die Verformung einer Feder durch deren Verbindung mit anderen Federn auch diese deformieren. Zudem sind diese Matratzen für eine so genannte Kuhlenbildung bekannt, durch die ebenfalls Rückenbeschwerden möglich sind. Letztlich stehen meist keine waschbaren Bezüge zur Verfügung, zudem sind die Bezüge oft nicht allergikergerecht.

Taschenfederkern-Matratze

Eine besondere Form der Federkern-Matratze ist die Taschenfederkern-Matratze, bei der die Federn in kleine Taschen eingenäht werden. Auch sie verfügen über eine große Stütz- und Federkraft, wobei eine größere Flexibilität erreicht werden kann. Daneben bietet die Matratze unterschiedliche Härtegrade und ebenfalls eine gute Durchlüftung. Wie auch die Federkern-Matratze neigt die Taschenfederkern-Matratze zur Kuhlenbildung, zudem kann das Eisen der Federn bei längerem Gebrauch rosten.

Die Kalt- /Viscoschaum-Matratze

Schaumstoffmatratzen erfreuen sich heute größter Beliebtheit. Der Schaumstoff weist dabei eine sehr hohe Qualität auf, zudem sind diese Matratzen sehr lange haltbar.

Durch die relative Weichheit der Matratze wird der Körper hier optimal gestützt, die Punktelastizität bleibt ebenfalls erhalten. Die Zonentechnik ermöglicht zudem die ideale Anpassung an verschiedene Körpertypen. Durch unterschiedliche Härtegrade kann für jeden Gewichtstyp die passende Matratze gewählt werden. Ein weiterer Vorteil der Kalt- und Viscoschaum-Matratze ist ihre gute Durchlüftung, die durch die Offenporigkeit des Kaltschaums erreicht wird. Letztlich zeichnet sich dieser Matratzentyp durch eine hohe Leichtigkeit und perfekte Handhabung aus, wodurch sie sich auch für ältere Menschen gut eignet.

Trotz seiner Durchlüftung ist der Viscoschaum durch Temperaturausgleichsprobleme gekennzeichnet. Der Schaum ist relativ dicht, so dass meist eine dünnere Bettdecke empfohlen wird. Zudem ist Viscoschaum temperaturanfällig. Beim Schwitzen kann dabei die Stützwirkung der Matratze beeinträchtigt werden. Als weiterer Nachteil sind die im Verhältnis hohen Preise zu nennen, denn gute Matratzen sind nur im gehobenen Preissegment verfügbar.

Latex-Matratzen

Als letzter Matratzentyp können Latex-Matratzen erworben werden. Wie auch bei der Schaumstoff-Matratze bietet ihre relative Weichheit eine gute Stützfunktion, zudem zeichnet sie sich durch Langlebigkeit aus. Die Zonentechnik bietet zudem eine gute Anpassung an den Körper, die durch unterschiedliche Härtegrade noch verstärkt werden kann. Zu den Vorteilen der Latex-Matratzen gehört weiterhin, dass Latex als Naturprodukt produziert werden kann. Allerdings ist Naturlatex nicht so lange haltbar, so dass er häufig mit synthetischem Latex gemischt wird. Latex-Matratzen weisen jedoch einige Temperaturausgleichsprobleme auf, auch ist Latex relativ schwer und die Matratzen daher nur schwer zu handhaben. Auch hier sind gute Matratzen relativ teuer.

Was Allergiker beachten sollten

Um als Allergiker während des Schlafes nicht durch Niesanfälle belästigt zu werden, sollte die Schlafunterlage möglichst frei von Milben sein. Zwar ist es nicht möglich, die Matratze ganz von Milben zu befreien, einige Matratzenarten sind bei Milben jedoch weniger beliebt. Naturfasermatratzen beispielsweise werden von Milben bevorzugt, Latex-Matratzen hingegen sind bei Milben kaum beliebt.

Beim Kauf der Matratzen sollte darauf geachtet werden, dass in der Matratze kein tierisches Eiweiß wie beispielsweise Wolle oder Rosshaar zu finden ist. Auch sollte die Matratze Feuchtigkeit gut ableiten, da Milben die Feuchtigkeit lieben. Neben der eigentlichen Matratze ist auch der Matratzenbezug sehr wichtig. Milbendichte Encasings können Allergien eindämmen und so Beschwerden verhindern. Zudem sollte der Bezug nicht nur für Allergiker geeignet, sondern auch abnehmbar und waschbar sein. Das Waschen alle zwei Monate kann die Symptome der Allergie ebenfalls verringern.

Nicht zu den günstigsten Modellen greifen

Der Kauf einer Matratze ist natürlich mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Trotz dessen sollte beim Matratzenkauf sowie beim Kauf eines Bettes nicht zu sehr gespart werden, denn der Preis hat häufig Einfluss auf die Qualität der Matratze. Neben der Liegequalität gibt es zudem Unterschiede in der Verarbeitung des Bezugs sowie bei der Auswahl der Materialien. Zudem sollte man nicht verpassen, die Matratze nach sieben bis zehn Jahren auszutauschen, um die Durchlüftung weiter gewährleisten zu können und um die bereits beschriebene Kuhlenbildung zu vermeiden.
 
 
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