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Karrieretrends 2010 - Svenja Hofert

Autor: nommensen | Erstellt am: 04.02.2010 | Gelesen: 518
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Lieber die Uschi aus Herne als die Ulrike aus Harvard

Was sind die Karrieretrends 2010? Die Hamburger Autorin (z.B. „Karrieremacherbuch“, Eichborn-Verlag) und Karriereberaterin Svenja Hofert beschreibt sieben Trends:

1. Lieber die Uschi aus Herne als die Ulrike aus Harvard
2. Studiengänge hängen hinterher
3. Sturm auf die Gewinnerbranchen
4. Newcomer statt Stars
5. Bunter statt roter Faden
6. Mix- und Kombijobs
7. Das eigene Ding machen

1. Lieber die Uschi aus Herne als die Ulrike aus Harvard
Wenn derzeit Stellen entstehen, so im Mittelstand der krisenfesten Unternehmen. Doch dort sind die internationalen Lebensläufe der modernen Jungakademiker oft weniger angesehen. Top-Bewerber bleiben ohnehin nicht lange, scheint manch ein Personalentscheider zu denken (und hat damit vielleicht sogar Recht). Deshalb kassieren sehr gut qualifizierte Bewerber derzeit oft mehr Absagen als mittelgute. „Mit dem überraschenden Effekt, dass die Quote der Einladungen auf Bewerbungen durchschnittlich qualifizierter Bewerber  derzeit sehr viel besser ist als die der Überflieger", sagt Svenja Hofert.

Der Trend: Die meisten Unternehmen brauchen nicht die Besten der Besten, sondern ganz normale Mitarbeiter.

2. Studiengänge hängen hinterher
Im Marketing sieht man es am deutlichsten: Was Studenten an der Uni lernen, wird im derzeitigen Arbeitsleben kaum gebraucht. Es gibt wenige Stellen für Produktmanager, aber viele für Onliner aller Art. „Doch richtig „Online" können nur Praktiker.

Der Trend: Der Bedarf auf dem Arbeitsmarkt ändert sich schnell – Bewerber sollten sich nicht auf einmal gelernten ausruhen.

3. Sturm auf die Gewinnerbranchen
Die Automobilbranche verliert langsam, aber sicher an Attraktivität. Gewinner sind Branchen, die bisher wenig Anzugskraft hatten, die Medizintechnik etwa, von der Krise kaum betroffen. Einen rasanten Aufschwung versprechen die Alternativen Energien und auch Branchen, die weitgehend unabhängig sind von der globalen Wirtschaft wie Gesundheit, Nahrungsmittel oder Dienstleistungen.

Der Trend: Die Boom-Branchen von gestern sind die Verlierer von heute.

4. Newcomer statt Stars
Schlaue Karrieremacher interessieren sich für Unternehmen, die nur Insidern bekannt sind. Bei der jüngsten Ausschreibung für das Europäische Satellitenprogramm sahnte etwa eine „OHB-System AG" aus Bremen ab – ein Unternehmen, das vorher kaum einer kannte.

Der Trend: Die Wahl des passenden Arbeitgebers planen wie einen cleveren Schachzug.

5. Bunter statt roter Faden
Nicht jeder neue Job ermöglicht es, den berühmten „roten Faden" im Lebenslauf zu behalten. Oft sind stärkere Veränderungen nötig, zum Beispiel ein Branchenwechsel. Das wird ganz normal – und der „rote Faden" entsteht weniger aus einer Aneinanderreihung gleichartiger Tätigkeiten als vielmehr aus logischen Schritten.

Der Trend: Besser offenlassen, wie der Lebenslauf sich entwickelt – planbar ist ohnehin kaum etwas.

6. Mix- und Kombijobs
Das Institut für Arbeitsmarktforschung weiß: Die Zahl der Nebenjobs wächst seit 2009. Gerade im öffentlichen Dienst, bei kleinen Unternehmen, in der Kultur oder Vereinen/Verbänden gibt es oft nur Jobs für 20 Stunden. Die lassen sich meist ideal kombinieren mit freiberuflichen Tätigkeiten – für die es ebenfalls einen wachsenden Markt gibt. Laut Bundesministerium für Wirtschaft wuchs schon 2009 die Zahl der Nebenerwerbsgründungen um 4,7 Prozent.

Der Trend: Zwei und mehr Jobs sind oft nicht nur nötig, sondern vielfach auch eine gute Lösung.

7. Das eigene Ding machen
In Krisenzeiten steigt die Zahl der Gründungen stets deutlich an. Doch erstaunlich viele neue Unternehmen überleben – auch weil es immer mehr Nachfrage für spezielle Themen gibt. Ob Umzugsservice für Hunde oder Coaching fürs Klartext-Sprechen – vieles ist möglich. Um 16 Prozent ist die Zahl der mit Gründungszuschuss geförderten Gründungen laut Bundesagentur für Arbeit schon 2009 gestiegen – in diesem Jahr ist der Anstieg vermutlich noch stärker.

Der Trend: Selbstständigkeit ist nach der absoluten Flaute 2008 zwei Jahre später wieder ein angesagtes Thema.

Das zuletzt erschienene Werk der Autorin heißt: „Das Karrieremacherbuch: Erfolgreich in der Jobwelt der Zukunft." Eichborn Verlag ,ISBN: 382185991,176 Seiten, 17,95 € - Rezensionen bei Amazon unter www.amazon.de
 
 
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