Karnevalskostüme in allen Variationen finden
So eine gewisse Nervosität macht sich bemerkbar, Weihnachten überdeckt ja das Gefühl, sich schon mal kümmern zu müssen. Der Wagen soll ja zum Umzug fertig sein, die Karnevalskostüme sollen zumindest von Thema her schon gedanklich vorbereitet sein, oder besser schon im Schrank hängen. Da soll es ja in der Hochsaison schon vorgekommen sein, dass man auf den letzten Drücker alle Geschäfte abklappert, sofern man in der Nähe eines hat,
einen Parkplatz errungen hat (
Tipp: ein schon geparktes Auto im Sommer kaufen - Scherz) und das Wetter auch mitspielt. Die Tante wird auch eingepackt, und los geht´s. Da ist dort ein Gedränge wie beim Schlussverkauf zu Zeiten, als es den noch gab. Hat aber eine gewisse Ähnlichkeit. Zumindest die Beule, die die Tante beim Herumschubsen sich einfängt, hat Ähnlichkeit mit der, welche sie sich beim letzten Altstadtfest zugezogen hat.
Nun, wir machen natürlich Spaß. Klar ist das Einkaufen, ach sorry, man sagt "Shoppen" ein großartiges Hobby, kann aber auch stressig werden und zur absoluten Spaßbremse. Wir wissen aber auch alle, dass die Geschäfte heutzutage keine großen Vorräte mehr lagern können oder wollen. Artikel, die nicht schnell verkauft werden, grade Saisonartikel, sind oft ausverkauft, da der Händler das Risiko nicht tragen kann, sich große Mengen an Ladenhütern zuzulegen.
Noch`n Witz: "
Haben Sie eine Alarmanlage?". Antwort: "
Nein, bei den vielen Ladenhütern brauche ich die nicht."
Also kann man einen Tag damit zubringen, das Angebot zu sichten. Und mit Glück findet man das Passende, der Preis stimmt, alles ok. Kann so sein, muss es aber nicht. Seid der Erfindung des Versandhandels mittels Katalogen finden immer mehr Leute es angenehmer, sich die Ware in Ruhe anzuschauen und zu bestellen.
Das internet hat das noch einmal verbessert. Die Daten sind ( hoffentlich ) aktuell, die Bestellung muss nicht per Postkarte ("
Wird der Kasten heute noch geleert?") geschickt werden, alles geht binnen Sekunden. Nun gut, Karnevalskostüme oder wie man in vielen Gegenden sagt,
Faschingskostüme, müssen noch verschickt werden. Durch die gute Darstellung der Bilder ( oder haben Sie noch einen Schwarz-weiß Monitor?) bekommt man auch das, was man bestellt hat, so wie gewünscht. Ein Karnevalskostüm ist ja keine Schraube.
Aber, es gibt auch Probleme. Wieso, sagen Sie, ich kann das ja zurücksenden, und ich bestelle sowieso immer mehr, als ich brauche, damit ich das zuhause anprobieren kann. Ok, das ist Ihr Recht. Aber bedenken Sie, dass Sie bei jedem Geschäft, sei es im internet oder im Laden, eine Mitwirkungspflicht haben. Ich will ja nicht gleich mit Pflichten kommen, nein, aber mit fairness.
Der Händler hat Arbeit und Kosten, Tausch oder Rückgaben verursachen bei ihm Kosten durch Zeit, Personal, Verwaltung. Ware, die saisonbedingt nicht mehr verkäuflich ist, liegt erst einmal rum und wird auch nicht besser. Das ist nicht nur bei Weihnachtsbäumen so durch das Nadeln, sondern bei den meisten Produkten. Außerdem hat der Händler diese schon gekauft, wenn auch nicht zum Verkaufspreis, aber immerhin.
Die Prüfung, ob die Ware ok ist, muss er auch vornehmen, denn Sie möchten ja auch nichts, was andere verschmutzt haben.
(Früher konnte man immer die Zigarettenmarke in den Perücken riechen)
Auch Rücksendekosten kann man niedrig halten, egal, wer sie letztendlich bezahlt. Wer einen Artikel, der 50 cent gekostet hat, für 6,90 verschickt, hat echt zu viel Geld oder diese "Ist ja nicht mein Geld" Mentalität.
Wir haben eine nette Sammlung von in Paketen hinterlegten Schreiben.
"Passt nicht, ich will sofort mein Geld zurück!" als Kommentar lässt darauf schließen, dass er die Ware benutzt hat und eine Aushilfe dazu bringen will, den Vorgang weiterzugeben.
Gut ist auch ( 4 Monate nach Verkauf ): "Bitte holen Sie das Teil bei mir ab und beachten Sie unsere Bürozeiten."
Klar, wir schwärmen aus, es gibt ja keine Post. In welcher Welt lebt der?
"Tut mir echt leid, ich habe etwas zugenommen und nun passt das gute Stück nicht. Nächstes Jahr komme ich gerne wieder auf Sie zurück" klingt doch schon besser, oder?
Ich will sagen, dass man im Laden ja auch darauf besteht, dass der Verkäufer höflich und kompetent ist, genauso wie dieser möchte, dass man ihm klar sagt, was man benötigt oder ob man beraten werden will und dass man an der Kasse zahlt und nicht abhaut. (Ich weiss, manche Verkäufer schauen so, als ob grade der Ehepartner durchgebrannt ist, aber der Job ist auch hart)
Also, was will der Autor damit sagen?
Der Einkauf im internet ist sehr leicht und bitte, bitte, die meisten sind ehrliche Leute, da geht auch mal was schief, aber Betrüger sind seltener, als man uns weiß machen will. Wurde Ihre Bankfiliale in den letzten, sagen wir 15 Jahren überfallen? Als Sie grade Kontoauszüge geholt haben? Wie oft sehen Sie das im Fernsehen? Jeden Tag! Aber manche Fernsehsender haben anscheinend nichts anderes mehr zu senden. (Wir haben Fernsehsender und Theater als Kunden, also da will ich ja nichts sagen, aber so ein wenig Panikmache ist da schon verbreitet)
Natürlich muss man ein wenig aufpassen, zumal, wenn man per Vorkasse bezahlt. Aber: Jede Internetseite hat ein Impressum, mit Inhaber, Rechtsform, Telefon, Fax, Email, Steuernummer, Bankverbindung. Fehlt das, ok. Ist das Telefon ständig besetzt? Sagt auch nichts aus, man hat nur 2 Ohren.
Werden Anfragen per Email beantwortet? Wenn nicht gleich, aber am nächsten Tag?
Akzeptiert dieser Kreditkartenzahlungen Ihrerseits? Dann ist er von der Bank durchleuchtet.
Ach ja, was ist eigentlich diese Jahr wieder so "in"?
Die 70er Jahre, Piloten, Piraten und Indianer, aber auch Tierkostüme. Das Mittelalter hat immer noch seine Fans. Und Eskimos! Aber so genau lässt sich das nicht vorhersagen. Wie auch immer, denken Sie an die passende Perücke, schauen Sie sich im internet um. Nicht immer ist der Billigste auch der Beste. Oder gar der Netteste!
Ach und die Tante. Ja, es gibt auch Übergrößen, wenn auch nicht in so großer Auswahl, aber doch thematisch breit gefächert.
Joachim Hirschmann