Der Schlüssel zum leichten Abnehmen, ist der unbewusste Spielraum.
Erfolgreich abnehmen kann man nur, wenn dies leicht, ohne Diät, Frust, Verzicht oder Stress geschieht?
Brian Wansink, ein amerikanischer Ernährungswissenschaftler, behauptet, dass wir täglich ca. 190 unbewusste Entscheidungen darüber treffen, was, wie viel und wann wir essen. Unbewusste Entscheidungen, die verantwortlich dafür sind, ob wir normalgewichtig sind oder übergewichtig werden.
Wenn übergewichtig werden genau so schwer wäre, wie abzunehmen, würde es keine Übergewichtigen geben. Dieser Satz führt aber in die Irre, denn abnehmen kann so leicht wie zunehmen sein. Betrachten wir zunächst, wie man übergewichtig wird.
Keine Frage, übergewichtig wird man, wenn man mehr Energie zuführt als man verbraucht.
Aber wie führt man mehr Energie zu? Bewusst, indem man eine entsprechende Diät macht?
Also viel und fett isst, Unmengen Cola trinkt und Süßigkeiten isst?
Damit schafft man es sicher, innerhalb weniger Wochen zehn und mehr Kilogramm zuzunehmen. Abgesehen davon, dass dies relativ anstrengend sein dürfte, würde wohl niemand auf diese Idee kommen. Im Regelfall wird man übergewichtig, weil man unbemerkt und aus Gewohnheit in geringem Maße zuviel Energie zuführt. Täglich nur 200 Kcal. über den Energiebedarf, bedeutet eine Gewichtszunahme von ca. 8 Kg/Jahr.
Sehr gute Informationen zu diesem Thema findet man im Buch „
Essen ohne Sinn und Verstand" von Brian Wansink, einem amerikanischen Ernährungswissenschaftler. Er beschreibt aber auch, wie man seine Erkenntnisse nutzen kann, um abzunehmen.
Der Schlüssel liegt in von Ihm geprägten Begriff des „
unbewussten Spielraums". Genauso wenig wie man bewusst wahrnimmt, dass man zuviel Energie aufnimmt und dadurch automatisch zunimmt, kann man, ohne es als Zwang oder Verzicht zu empfinden, weniger Energie als notwendig aufnehmen und wird dadurch abnehmen.
Abnehmen ist demnach genauso leicht wie zunehmen.
Voraussetzung ist, dass man Gewohnheiten ablegt, die zum Übergewicht geführt haben, und die unbewusst ablaufenden Steuerungsvorgänge erkennt, die dazu führen was, wie viel und warum wir über unseren täglichen Energiebedarf zu uns nehmen. Das betrifft die notwendigen Nahrungsmittel genauso wie Genussmittel.
Siegfried Müller