Das
Wing Tsun Kampfkunstsystem bringt Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und Kulturkreisen zusammen und vereint Tradition mit authentischen und realistischen Alltagssituationen. Besonders hervorzuheben ist das Reflex-Training Chi Sao (Klebende Hände), welches in der Regel eine Partnerübung im
Wing Tsun darstellt, die dem Einpflanzen diverser Reflexe dient. So werden im Gehirn immer wieder verschiedenste Reaktionsmöglichkeiten auf gewisse Abläufe gespeichert und können im Notfall der Selbstverteidigung blitzschnell abgerufen werden.
Im Wing Tsun ist neben der reinen Beherrschung dieser Technik auch die innere Ruhe und das innere Gleichgewicht ein wichtiger Bestandteil. Das Ziel ist es, ein Gefühl für die Aktionen seines Partners zu entwickeln, um so Schwachstellen mit Angriffen zu entgegnen. Früh wird Auszubildenden beigebracht, wie sie angemessen auf Verletzungen ihrer Sicherheitszone zu reagieren haben. Die verbale Komponente spielt hier eine primäre Rolle. Der Einsatz physischer Interventionen kommt nur im äußersten Notfall zum Tragen.
Michael Kostyniuk Inhaber von Wing Tsun Hannover sagt: " Es ist kein Zufall, dass Wing Tsun ursprüngliche von einer chinesischen Nonne stammt. Um Angriffen verfeindeter Soldaten Stand zu halten entwickelte sie ein System, welches körperlich unterlegenen Menschen durch Ableiten der gegnerischen- und Hinzufügen der eigenen Kraft maximalen Schutz bietet"
Es ist erwiesen, dass sich das Selbstbewusstsein alleine durch die Ausübung dieser Kampfkunst enorm steigert. Somit sind Praktizierende durch ihr sicheres Auftreten in der Öffentlichkeit oft weniger anfällig für Kriminelle, die sich potentielle Opfer auf Grund von Körpersprache und Verhaltensmustern aussuchen.
Das oberste Motto im Wing Tsun lautet: Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf!