Wenn man an kalten Winterabenden durch die besseren Wohngebiete seines Heimatortes spaziert, dann kommt einem ein Geruch in die Nase, wie man ihn aus der Kindheit kennt. Ein Geruch von Holzbrand. Früher den Armen vorbehalten, riecht man den Geruch vom heimeligen Buchenbrand heutzutage über den Villenvierteln der Städte.
Man möchte am liebsten anklopfen und sich vor den Kamin setzen, wo das Feuer lustig prasselt und wohlige Wärme den Raum erfüllt. Wer einmal in einem Raum war, der von einem Kaminofen geheizt wurde, der weiß, dass es keine bessere Wärme gibt. Selbst mehrere Grad höhere Raumtemperatur durch die übliche Zentralheizung erreicht, fühlen sich kälter und ungemütlicher an, als Ofenwärme.
Doch es gibt noch einen weiteren, wesentlich prosaischeren Grund sich für einen Kaminofen zu entscheiden. Ein Kaminofen spart Geld, und das nicht zu knapp. Doch nicht jeder Kaminofen erfüllt diese Anforderungen. Es geht nicht darum einen möglichst günstigen und hübschen Kamin zu erwerben, sondern um den Heizwert des Kaminofens und des zu verfeuernden Holzes.
Die Investition in einen Kaminofen rentiert sich. Bei guter Wahl kann man zwischen zehn bis vierzig Prozent der Heizkosten sparen, je nachdem wie gut der Ofen für die individuellen Räumlichkeiten die er heizen soll ausgerüstet ist. Die Wahl des richtigen Kaminofens sollte also auf jeden Fall mit einem Fachmann besprochen werden.
Ein weiterer Aspekt des Heizwertes ist die Wahl des Holzes. Obwohl Nadelholz grundsätzlich den höheren Holzwert hat, ist dem Laubholz aufgrund seiner höheren Dichte und geringeren Rauchbildung der Vorzug zu geben. Der Heizwert von Holz wird in kwh je Raummeter angegeben. Je höher die Restfeuchte des Holzes, desto niedriger ist sein Heizwert. Brennholz sollte deshalb einen Feuchtgehalt von 15 - 20 Prozent nicht überschreiten.
Holz ist billiger, wenn es in großen Mengen gekauft wird. Heutzutage finden sich auch immer mehr Nachbarn oder Vereine zusammen, die gemeinsam mit einem Holzschein in den örtlichen Wald gehen und dort ihr Brennholz selbst schlagen. Dabei sollte man sich ein wenig mit den einzelnen Brennwerten der unterschiedlichen Stämme auskennen und genügend Platz zum lagern haben. Denn frisch geschlagenes Holz braucht mindestens zwei Jahre um die nötige Trockenheit zum optimalen Brand zu haben.
Nach
Kaminofen und Holz ist der dritte Aspekt der Rauchabzug. Er muss unbedingt einwandfrei funktionieren, da ansonsten beim Betrieb entstehende Gase nicht abgeführt werden und sich im Wohnraum sammeln, was mindestens zu Vergiftungserscheinungen führt. Die Prüfung des Kaminabzugs obliegt dem Schornsteinfeger und wird regelmäßig wiederholt.
Frank Müller