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Immer mehr Haushalte legen sich einen
Kaminofen zu. Er gilt als schick und animiert, sich abends gemütlich davor zu setzen, sich ein Glas Wein zu nehmen oder aber ein gutes Buch zu lesen, um den Tag hinter sich zu lassen und zu entspannen. Ein Kaminofen sieht aber nicht nur sehr schön aus und fördert das Wohlbehagen im Eigenheim, sondern ist darüber hinaus auch noch sehr praktisch, weil er auch zur Wärmeabgabe verwendet werden kann. Er steht in der Regel direkt vor oder aber neben dem Schornstein, wo er an ihn durch ein Ofenrohr angeschlossen werden kann.
Dabei gibt es im Groben und Ganzen zwei unterschiedliche Baustoffe, aus denen Kaminöfen hergestellt werden. Entweder sie bestehen aus Gusseisen oder aber aus einfachem Stahlblech. Im Inneren sind beide Varianten dagegen mit Schamottesteinen, manchmal aber auch mit keramischem Kunststoff ausgekleidet. Allerdings sieht nicht ein Ofen wie der andere aus. Häufig unterscheiden sie sich in Farbe und Form.
Kaminöfen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie eine geschlossene Brennkammer haben – häufig mit einer Glasplatte versehen, um Einblick in das Innere des Ofens zu haben; durch diese Glastür wird aber auch die Wärmeabgabe gefördert. Die meisten Öfen geben ihre Wärme durch so genannte Wärmestrahlung an den Raum ab, andere dagegen heizen die Umgebung durch Konvektion auf, wobei die Wärme durch kleine Öffnungen aus dem Ofen nach außen dringt. Es ist wichtig, dass die Verbrennungsluft kontrolliert in den Kaminofen gelangt. Durch ein Reglersystem muss die Luft an der Brennkammer vorbei kanalisiert werden, wo sie auf etwa 300°C aufgeheizt wird. Diese Sekundärluft hinterspült die Glasscheibe einerseits und verbrennt die aus dem Brennstoff austretenden Gase auf der anderen Seite. Die modernen Kaminöfen haben eine Leistungsspanne von 4 – 8 KW, mehr wird auch nicht mehr benötigt.
Ein Kaminofen kann mit unterschiedlichen – zumeist erneuerbaren Energieträgern – gespeist werden. Dazu zählen vor allem Brennholz, Pellets und Bricketts. Die anfallende Asche fällt in eine dafür vorgesehene Lade und kann bequeme herausgezogen und entsorgt werden. Ist die Asche grau oder hellgrau, dann weist das auf eine gute Verbrennung hin. Diese Asche kann anschließend sogar als Düngemittel oder für den Kompost verwendet werden, denn sie besteht maßgeblich aus Kalk und Mineralien.
Die Wärmeabgabe bei Kaminöfen darf nicht unterschätzt werden. Sie heizen sich regelrecht auf und speichern die Wärme einige Zeit und heizen entsprechend noch nach. Damit ist ein Kaminofen nicht nur dazu da, dass es schön gemütlich im Wohnzimmer ist, sondern man kann damit sogar das Haus beheizen. Je nach Isolierung des Hauses entsprechend mehr oder weniger.
Christian Münch