Füße warm halten!
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Den Kopf halt kalt, die Füße warm, das macht den Onkel Doktor arm," so heißt eine alte Volksweisheit. Und sie enthält eine gehörige Portion Wahrheit. Wenn die Füße warm sind, dann geht es einem Menschen an kühlen Herbsttagen und im Winter auch gut. Ungekehrt wird ein Mensch im Sommer gern seine Füße zuerst ins kalte Wasser stecken, im Tau laufen und durch das kühle Nass eines Baches waten, um sein körperliches und seelisches Wohlbefinden zu erhöhen.
Wer häufig über
kalte Füße klagt, hat in der Regel einige Kreislaufprobleme oder Durchblutungsstörungen. Ein Lauf am Morgen kann dagegen schon Wunder wirken. Jemand, der oft kalte Füße hat, sollte auch allgemein versuchen, eher mal zu laufen, als sich gleich wieder ins Auto zu setzen. Überhaupt ist körperliche Bewegung sehr wichtig und hilft gut gegen kalte Füße. Radfahren, Gymnastik, Ausdauertraining wirken sich förderlich auf den gesamten Kreislauf, und somit auch gut gegen kalte Füße aus. Gymnastik mit den Füssen, Zehen und den Fingern, das Kneten von Teig oder einem Therapie Ball sind ebenso zu empfehlen.
An kühlen Tagen sollten Handschuhe und warme Socken und Schuhe oder Stiefel getragen werden. Die Socken sollten aus Naturfasern sein, bevorzugt aus Wolle. Wer im Bett noch über kalte Füße klagt, darf gern auch hier Wollsocken anziehen.
Die Gefäßmuskulatur sollte durch Wechselbäder trainiert werden. Ein Fußbad mit Kristallsalz vor dem Schlafgehen wirkt häufig sehr förderlich. Regelmäßige Sauna Besuche wirken natürlich immer gesundheitsfördernd, auch gegen kalte Füße. Fußmassagen mit wärmenden Sesamöl oder einem anderem Kräuteröl sind ebenso gut für das Erwärmen der Füße. Eine Kur mit tibetischen Kräutern wie Akeleikraut, Baldrianwurzel, D-Campher, Huflattich, Gewürznelken, Goldfingerkraut, Nelkenpfeffer verbessert die Durchblutung der Extremitäten und wirken auch entzündungshemmend und antibakteriell.
Natürlich wirkt sich auch die Ernährung auf die Befindlichkeiten der Füße aus. Wer häufig über
kalte Füße klagt, sollte Speisen meiden, die den Körper kühlen. So ist es besser, Früchte und Gemüse aus den heimischen Gärten zu essen als Südfrüchte. Auch zu viel Salate, Schweinefleisch, Kaffee, Kohlensäurehaltige Getränke sind nicht besonders gut für den Organismus. Stattdessen sollte warmes Wasser, warmer Tee, gewürzt mit Ingwer, Kardamon und Pfeffer bevorzugt werden. Rindfleischsuppe, Lammeintopf, Gemüse wie Kohl und Fenchel sollten bevorzugt gegessen werden. Auch Eier und Pflaumen bekommen dem Organismus sehr gut.
Michaela Schiele