Wer hat nicht schon diese Namen gehört: Rosenthal, Herend, Hutschenreuther, Meißen oder auch Villeroy & Boch? Dies sind alles namhafte Unternehmen, die entweder ausschließlich oder unter anderem Porzellanware herstellen. Es sind außerdem einige der bekanntesten Porzellan-Manufakturen, die einige der teuersten Porzellan-Waren hergestellt haben, die man derzeit auf dem Markt bekommen kann.
Teuer werden sie dadurch, dass noch viele Arbeitsschritte von Hand gefertigt werden. So kann man z.B. im ungarischen Herend die Manufaktur besuchen und sich ansehen, wie die einzelnen Stücke auch heute noch von Hand bemalt werden. Teekannen, Kaffee tassen, Kuchenteller, Suppenschüsseln, aber auch Porzellanfiguren, wie Pferde, Menschen bei den unterschiedlichsten Tätigkeiten, Bären, Pfaue oder gar ganze Landschaften, Menschengruppen u.v.a. werden von ihnen produziert. Bereits kurz nach der Herstellung sind die meisten dieser Produkte schon recht teuer, wie eben alles, was einen Markennamen trägt. Wartet man aber noch weitere 50-100 Jahre, dann werden viele dieser Dinge richtig wertvoll.
Je nachdem, wie viele Stücke von den einzelnen Serien gefertigt wurden und wie viele davon noch erhalten sind, können bei Porzellan-Akutionen hübsche Summen für die Porzellanwaren erzielt werden. Sammler bereisen oft die ganze Welt auf der Suche nach bestimmten Stücken, um ihre Sammlung zu vergrößern, oder im Idealfall, zu vervollständigen. Wer da auf dem Speicher der verstorbenen Oma auf das ein oder andere solche Stück stößt und es, statt es auf dem nächsten Flohmarkt zu verschachern, schätzen lässt, wird vielleicht merken, dass er auf eine echte Goldgrube gestoßen ist. Denn wie auch Möbel oder Instrumente, so zählen alte Porzellanwaren auch zu den beliebten und wertvollen Antiquitäten, für die es einen weltweiten Handel gibt. Ob einem das Teil auch wirklich gefällt, oder nicht, spielt da eher eine untergeordnete Rolle.