(Online-Artikel.de) - In früheren Zeiten riet man dazu, Kaffee nicht vor dem Sport zu trinken. Denn das im Kaffee enthaltene Koffein regt den Harndrang an und kann dazu führen, dass man dann mitten im Wald beim Joggen ein Bedürfnis verspürt.
Koffein entzieht dem Körper tatsächlich Wasser, so dass man des öfteren das stille Örtchen aufsuchen muss. Doch das war mit Sicherheit nicht der einzige Grund, wieso Kaffee früher verteufelt wurde. Lange Zeit galt Kaffee im Abendland sogar als giftig. Noch Jahrhunderte später schrieb man dem heißen Getränk negative Eigenschaften zu. Doch diese sind in der heutigen Zeit zum großen Teil nicht mehr haltbar.
Sicher ist heutzutage jedoch, dass
Kaffee vor dem Sport eine schlechte Wirkung auf das Herz hat. Schweizer Wissenschaftler untersuchten die Wirkung des Kaffees auf die Herzdurchblutung bei körperlicher Anstrengung und fanden dabei heraus, dass das aromatische Aufputschmittel die Durchblutung eher verschlechtert als verbessert. Diese Wirkung verstärkt sich bei Anstrengung in Höhenluft, also wenn man Sport in den Bergen treibt. Das schlägt auf die
Gesundheit.
Doch die Kombination der beiden Muntermacher Sport und Kaffee hat nicht nur negative Auswirkungen. Australische Sportwissenschaftler stellten fest, dass Koffein verstärkt Körperfett verbrennt, um den Körper mit Energie zu versorgen, und dabei den Kohlenhydratspeicher vorwiegend in Ruhe lässt. Zudem soll dieser Wirkstoff des braunen Getränks Ausdauer und Kondition verbessern. Auch auf die Reaktionsfähigkeit der Muskeln soll Kaffee eine positive Wirkung haben.
Nicht nur als Kombination, sondern jedes einzeln für sich haben Sport und Kaffee auch eine krebsvorsorgende Wirkung. Um das Hautkrebsrisiko zu mindern, reichen schon ein bis zwei Tassen Kaffee und regelmäßige Bewegung. Jeweils für sich betrachtet hat beides die Selbstheilungskräfte der haut angeregt. Doch zusammen genommen hatten Kaffee und Sport einen durchschlagenderen Erfolg. Dies wurde bisher aber nur an Mäusen getestet. Inwieweit es auf Menschen übertragbar ist, bleibt abzuwarten.
Marie Edeler