Artikel-Recherche: Titel Beschreibung   Erweiterte Suche

Kaffee Kopi Luwak - Der beste und teuerste Kaffee auf der Welt

Autor: coffeeworld | Erstellt am: 19.07.2010 | Gelesen: 1650
Kategorie: Essen - Trinken & Rezepte | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
PDF Erstellen PDF Erstellen | Drucken Drucken | An Freund Senden Versenden

(Online-Artikel.de) - Der besondere Kaffee Kopi Luwak

kopi luwak
kopi luwak
Was ist das Besondere am Kopi Luwak und vor allem woher stammt der Kaffee?

Die Kaffeesorte Kopi Luwak stammt ausschließlich aus Indonesien von den Inseln Sumatra, Java und Sulawesi. Indonesienreisende brachten schon in den 90er Jahren Kunde von einer legendären Kaffeesorte in die westliche Welt. Die heute als teuerste Sorte der Welt „Kopi Luwak" ist seit 2004 offiziell im Handel in Europa.

Woher kommt der Name Kopi Luwak?

Der Name Kopi Luwak stammt vom indonesischen Wort „Kopi" für Kaffee. Luwak ist eine Region auf der Insel Java, aber auch die dort beheimatete Schleichkatze wird so genannt.

Wer ist der „Produzent" des Kopi Luwaks?

Eine Katze – Schleichkatze
Die Luwaks auch Fleckenmusangs (Paradoxurus hermaphroditus) oder Zibetkatze genannt (örtlich Musangpandan) sind vermutlich die größten Liebhaber der Kaffeekirschen und damit die eigentlichen Produzenten des außergewöhnlich milden Kaffees. Der wieselähnliche Baumbewohner ist hauptsächlich nachtaktiv.

Kopi Luwak tauchte Mitte der neunziger Jahre erstmals im Dschungel Indonesiens auf. Nachts schleichen die Luwaks über die indonesischen Kaffeeplantagen und suchen sich zum Fressen nur die allerbesten und reifsten Kaffeekirschen aus. Außer den reifen Kaffeekirschen ernährt sich der Luwak von anderen Früchten und nimmt auch gelegentlich Kleinstsäugern, Jungreptilien, Eier, frisch geschlüpfte Küken und Insekten zu sich.

Von den Kaffeekirschen kann der Luwak nur das Fruchtfleisch verdauen. Das Fruchtfleisch wird verdaut, die Kaffeebohne wird im Magen des Luwaks nass fermentiert (Fermentation = der biologische Prozess, bei dem Mikroorganismen Nährstoffe aus der Umgebung umsetzten) dadurch werden die Bitterstoffe des Kaffees gespalten und verleiht dem Kopi Luwak seinen einzigartigen sanften Geschmack.

Eine Untersuchung des kanadischen Lebensmittelchemikers Massimo Marcone (Der Lebensmitteltechniker ist weltweit der einzige Kopi Luwak Forscher) zeigte winzige „Krater" auf der Oberfläche der „Kopi Luwak Bohnen", die bei herkömmlichen Kaffeebohnen absolut fehlen. Er vermutet darin Spuren, die von den Verdauungssekreten der Schleichkatze herrühren.

Außerdem waren die in den Kaffeebohnen gespeicherten Proteine durch Verdauungsenzyme zum Teil ganz abgebaut und in kleinere Moleküle gespalten, die dann beim Rösten der Bohnen Aroma und Geschmack mitbestimmen. Diese Fermentierung der Roh-Kaffeebohnen ist von der nassen Aufbereitung (washing) bereits längst bekannt.

Im Unterschied zu trocken aufbereiteten Kaffees, zeigen nass aufbereitete Kaffees weniger Säure und nach der Röstung mehr Aldehyde (2-/3- Methylbutanal, Acetaldehyd) im Aroma.

Die veredelten Bohnen werden danach von dem Luwak auf natürliche Weise ausgeschieden und von fleißigen Bauern aufgesammelt. Dabei hilft dem Kundigen, dass die Luwaks immer wieder an der gleichen Stelle ihr „Katzenklo" aufsuchen. Ausgeschieden werden nicht die einzelnen Bohnen, sondern Klumpen mit bis zu 50 Stück. Diese Kaffeeklumpen werden getrocknet und von den Bauern in Holzmörsern zerteilt bis alle Bohnen einzeln sind.
Danach werden die Bohnen in kleinen Mengen sehr aufwendig mehrfach gewaschen, getrocknet und in Genossenschaften (Sammelstellen) abgeliefert.
Früher horteten viele Einheimische eine kleine Menge Kopi Luwak für besondere Anlässe, doch heute sind die mühsam gesammelten Bohnen eine willkommene Einkommensquelle. Irgendwann machte ein frustrierter Plantagenbesitzer die Not offenbar zur Tugend und braute sich seinen Kopi Luwak.

Was kostet dieser besondere Kaffee?
1 Kilo ungeröstete Kaffee-Bohnen kosten bei einer Genossenschaft mittlerweile nicht unter 50 €. Ein Kilo im Land geröstete Kopi Luwak Bohnen kosten (Stand 2010) beim Großhändler ca. 180 € auf dem freien Markt jedoch schon bis zu 300 €. In Europa liegt der Preis zwischen 800 – 1200 € pro Kilo. In äußerst wenigen aber sehr guten Kaffeehäuser, Restaurants und Nobelhotels wird Kopi Luwak angeboten.

Beispiel:
in Tokio kostet eine Tasse bis zu 75 €
in Moskau kostet eine Tasse bis zu 55 €

Die Qualität des Kopi Luwak Kaffee ist nicht gleich bleibend, man muss sagen LEIDER aber auch GOTT SEI DANK!?
Die Qualität oder der Geschmack hängt eigentlich davon ab, wie weit der Reifeprozess Fortgeschritten war, ob die Kaffeekirsche vom Strauch gefressen wurde oder ob der Luwak dieselbe vom Erdboden aufgenommen hatte und last but not least – Luftfeuchtigkeit und Niederschlag spielen eine ebenso große Rolle. Außerdem beeinflusst auch die Trocknung die Qualität.

Wie ist der Geschmack des Kopi Luwaks?
Der Geschmack des Kopi Luwaks wird als sehr würzig und auch sehr mild, erdig, modrig, sirupgleich mit leichtem schokoladigem und caramelligen Geschmack bezeichnet. John Cleese (britischer Schauspieler) sagte: ‚Man schmecke die Töne des Dschungels.'
Einzigartig bei dem echten Kopi Luwak ist der lang anhaltende, mild würzige und leicht pfeffrige Geschmack der im Gaumen sehr langsam abklingt.

Der echte Kopi Luwak
Jeder Kaffeegenießer sollte ihn probiert haben (sowie Jamaica Blue Mountain, Hawaii Kona oder Galapagos) es lohnt sich auf jeden Fall.
Vorsicht jedoch beim Kauf!
Im Jahr 2008 war der Ertrag (Ernte) etwa bei 350 kg.
2009 waren es leider nur 230 kg.
In Deutschland wurden jedoch ca. 420 kg zum Kauf angeboten!

Wie geht das?
  1. Kopi Luwak wird von Röster gestreckt man sagt auch geblendet.
  2. Es ist überhaupt kein Kopi Luwak
  3. Es ist Kopi Luwak aus Tierhaltung
(Auch das gibt es leider schon, wobei es nicht mit der Qualität des Kopi Luwak Kaffees aus freier Natur zu tun hat)
Der hohe Preis verleitet die Einheimischen immer öfter dazu die Schleichkatzen zu fangen, in Zwinger zu sperren und übermäßig mit Kaffeekirschen zu füttern.
Die Tiere verenden nach kurzer Zeit an Mangelernährung.

Worauf sollte man beim Kauf vom echten Kopi Luwak achten.
  1. Man sollte keine 1000g oder 500g Packungen erwerben sondern nur 250g
  2. Nur von einem anerkannten Händler der von einem Edelröster die Ware bezieht (kann und will der Händler den Röster nennen - wenn er dies tut ist es okay)
  3. Garantiert er die Echtheit des Kopi Luwak (die mündliche Bestätigung oder schriftliche Bekanntgabe ist ausreichend)
  4. Kopi Luwak muss aus Indonesien sein.

Übrigens:
  1. In dem Film „Das Beste kommt zum Schluss" (USA 2007) schwört Jack Nicolson in der Rolle des Edward Cole auf Kopi Luwak und preist diesen ständig gegenüber Morgan Freeman an (Carter Chambers) an bis er kurz vor Ende des Films erfährt, was der Kaffeesorte ihren besonderen Geschmack verleiht.
  2. Mittlerweile trinkt die britische Königsfamilie vorzugsweise Kopi Luwak, bis vor kurzem war es Jamaica Blue Mountain.
  3. In Japan werden mittlerweile von Reisebüros organisierte Reisen nach Indonesien angeboten. Die Reisenden werden von einem Führer in den Dschungel geführt. Dort suchen und finden sie kleine Menge des schwarzen Goldes (Kopi Luwak) und rösten diese abends am Lagerfeuer.

Autor: coffeeworld
 
 
Geno Sponsoring
Social Bookmark

Artikel Bewerten:  Schlecht Artikel ist Schlecht 1 2 3 4 5 Artikel ist Sehr Gut Sehr Gut  
Zuletzt gelesene Artikel in der Kategorie Essen - Trinken & Rezepte:
5 Tipps für kohlenhydratarmes Backen und Kochen
Popcornmaschinen - Popcorn selber machen
Soßen runden den Pastagenuss ab
Sexy Baywatch-Nixe Pamela Anderson ist der neue Werbestar für Iordanov Vodka
Zeit nehmen für das Frühstück
Rezepte für Gäste - lecker und einfach
Stevia kaufen und gesund süßen
Christina Merz ist 2012 die beste junge Chef-Köchin Deutschlands

comment Kommentare von Besucher !

Noch kein Kommentar zu Artikel “Kaffee Kopi Luwak - Der beste und teuerste Kaffee auf der Welt”







Top | rss   
Designed by A2D Webdesign Agentur | Media-Netzwerk: MyPress World | MyPress DE | MyPress CH | MyPress AT | Online Article
OA-Services: Online PR-Blog | Webreporter | Know-How | Jobs & Stellenanzeigen | Presseportal | News | Branchenbuch

Copyright 2008 © Art2Digital InterMedia Solutions | ICRAchecked | Creative Commons License.