Kaffee Arabica
Kaffee ist eines meist konsumierten Getränke der Welt. Der Pro-Kopf
Verbrauch liegt in Deutschland bei durchschnittlich 160 Litern im Jahr
– nur die Amerikaner trinken noch mehr Kaffee.
Der auch
Bergkaffee genannte Arabica-Kaffee ist die am längsten bekannte und am
weitesten verbreitete Kaffeesorte. 60 % des weltweit produzierten
Kaffees gehört zu dieser Gattung. Ursprünglich aus dem südwestlichen
Hochland Äthiopiens stammend, wird der Bergkaffee heute vorwiegend in
den Hochlagen Zentral- und Ostafrikas sowie Südamerikas angebaut.
Brasilien gilt als Haupterzeugerland des Kaffees, doch auch Kolumbien,
Mexiko und Guatemala produzieren jährlich große Mengen.
Bereits im 15. Jahrhundert wurde der
Arabica-Kaffee
im Südjemen systematisch angebaut. Von dort aus verbreitete er sich ab
dem 17. Jahrhundert über Sri Lanka bis nach Südamerika. Für ein gutes
Wachstum benötigt die Pflanze ein tropisches Klima. Die an sich bis zu
acht Meter hoch wachsenden Sträucher werden im Plantagenanbau durch
gezieltes Eingreifen niedrig gehalten. Auf diese Weise wird die Ernte
der reifen Kaffeekirschen erleichtert. Nach drei bis vier Jahren trägt
der immergrüne Strauch erste Früchte. In den roten Kaffeekirschen sind
je zwei Kerne enthalten – die so genannten Kaffeebohnen. Erst durch das
Rösten des Kaffees verliert er seine gesundheitsschädliche Wirkung und
wird für den Menschen bekömmlich.
Das feine Aroma des
Arabica-Kaffees macht ihn zu einem der beliebtesten Kaffeesorten
überhaupt. In Gegensatz zu der schnell wachsenden und
widerstandsfähigeren Robusta-Pflanze, enthält der Bergkaffee einen
deutlich geringeren Koffeinanteil und ist so verträglicher. Auch kann
auf aufwendige Entkoffeinierungsmethoden weitestgehend verzichtet
werden. Die häufig praktizierte Mischung von Robusta-Kaffee und
Bergkaffee führt zu einem kräftigen Aroma, einer guten Bekömmlichkeit
und einer besseren Crema und rundet so den Kaffeegenuss perfekt ab.
Thabea Koeppe