Kabelbinder eignen sich hervorragend zur Befestigung verschiedenster Dinge. Ursprünglich wurden sie allerdings erfunden, um Kabelbündel oder sogar Kabelbäume zu fixieren und ein Durcheinander zu verhindern. Sie sind selbstverlöschend und bestehen aus einem hygroskopischen Kunststoff. Sie können also Wasser aufnehmen und auch wieder abgeben. Das beeinflusst ihre Biegsamkeit und ihre Langlebigkeit sehr positiv. Sie werden nicht so schnell spröde und brechen nicht so leicht durch. Doch dieser Kunststoff hat noch weitere praktische Eigenschaften. Er ist relativ hitzestabil, verfügt über eine hohe Festigkeit und Abriebfestigkeit, sowie über eine gute Formbeständigkeit.
Im Handel finden sich alle möglichen Kabelbinder, die jeweils unterschiedliche Zwecke erfüllen sollen. So gibt es zum Beispiel Einwegkabelbinder, Mehrwegkabelbinder, Doppelkopfkabelbinder, Edelstahlkabelbinder und solche, die extra hitzebeständig sind. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihre Zugfestigkeit und ihre Belastbarkeit. Generell bestehen Kabelbinder aus dem Stoff Polyamid 6.6, doch durch Hinzugabe von anderen Stoffen und durch leichte Variationen im Rezept lassen sich Kabelbinder mit den unterschiedlichsten Eigenschaften erzeugen. Ein Standartkabelbinder ohne Zusatzstoffe hält Temperaturen bis zu 85° Celsius aus, wird aber ein zusätzlicher Stoff hinzugefügt, so kann er auch über 100° Celsius ertragen. Manche Additive machen das Material witterungsbeständiger, was sich besonders für den Einsatz im Freien eignet, andere machen es elastischer.
Es gibt auch Kabelbinder, die über ein Beschriftungsfeld verfügen. Diese werden besonders in der Netzwerktechnik zur Kennzeichnung von bestimmten Bereichen verwendet, aber sie werden auch benutzt, um Säcke zu verschließen und beschriften. Weiterentwicklungen von Kabelbinder findet man heute zuhauf und sind besonders in der Automobilindustrie verbreitet. Es werden einfach Elemente, die einer weiteren Befestigung dienen, angespritzt oder Füße oder Anker angesteckt. Seinen eigentlichen Zweck verliert der
Kabelbinder dadurch nicht, er zeichnet sich noch immer als Befestigungselement mit einer enorm hohen Zugkraft aus, was sein deutlicher Vorteil gegenüber allen anderen Befestigungsweisen von Kabeln ist. Weder Bänder noch Drähte geben einen festeren Halt.