Silvio Philipsen
„To jog" heißt im Englischen: herumtrotten. Doch Jogging sollte nicht mit schwerfälligem Trampeln verglichen werden. Vielmehr geht es dabei um ein leichtes, lockeres Laufen, das die Gesundheit fördert. Denn Joggen kann, erwiesenermaßen Stress abbauen. Führt zur Erhöhung der Ausdauer und stärkt das Herz und den Kreislauf. Zudem baut es, bei richtiger Technik und Equipment, Verspannungen in den Muskeln ab. Die Lungenfunktion verbessert sich und das Immunsystem wird gestärkt. Da durch das
Joggen die Knochen gekräftigt werden, wird der Osteoporose vorgebeugt. Und natürlich wird das Gewicht reduziert, was ja der Hauptgrund für die meisten ist mit dem
Joggen zu beginnen. Vor dem Beginn der Jogger-Karriere steht aber der Besuch bei einem Arzt an, um sich grünes Licht für sein gesundes Vorhaben zu holen.
Joggen ist nicht zu verwechseln mit dem Herumhecheln um Häuserblocks. Wer hechelt, der läuft zu schnell. Das Tempo ist immer so zu wählen, das es nicht als unangenehm empfunden wird.
Als Grundregel gilt: Das Tempo ist dann richtig gewählt worden, wenn man sich beim Joggen noch unterhalten könnte. Wer während des Joggens keinen Schwatz mehr halten kann, der läuft eindeutig zu schnell. Dabei sollte man sich auch nicht von anderen Joggern, gegen den eigenen Willen und gegen das eigene Wohlgefühl, anspornen lassen rascher zu werden. Dadurch schmälert sich der Erfolg des Joggen und es wird am gesundheitlichen Aspekt vorbeitrainiert.
Um einen gesundheitlichen Erfolg zu haben sollte am Anfang extrem langsam gelaufen werden. Nicht schneller als man die Strecke gehen würde. Alle Muskeln und Gelenke, die dabei benutzt werden, müssen sich erst auf die Belastung einstellen. Sobald der Atem zu schnell wird oder gar andere Probleme eintreten, ist eine Gehpause einzulegen.
Wenn die Laufgeschwindigkeit langweilig wird, kann diese schrittweise gesteigert werden, bis eine Belastung zu spüren ist.
Es ist immer auf eine korrekte Lauftechnik zu achten. Wer falsch läuft, kann extreme Gelenkbeschwerden, Rückenschmerzen, Verspannungen und auch Muskelkater bekommen. Um die richtige Lauftechnik zu erlernen ist es sinnvoll sich einem Lauftreff anzuschließen oder einen Fachmann zu Rate zu ziehen.
Joggen ist ein wichtiges Training für den Rücken, aber nur effizient, wenn es regelmäßig betrieben wird. Beim Joggen sind Überlastungen zu vermeiden, da sie eine Zwangspause bedeuten. Man startet danach somit wieder bei Null. Es ist daher wichtig auf die Herzfrequenz zu achten. Je nach Alter - und Trainingserfahrungen – sind die Richtwerte für den Minimal- und Maximalpuls unterschiedlich. Grundsätzlich sollte der Puls beim Joggen zwischen dem Minimalwert und dem Trainingswert hin- und herpendeln. Um den Puls kontrollieren zu können, empfiehlt es sich mit Pulsuhr und dem dazugehörigen Pulsmesser am Oberkörper zu trainieren. Erfahrene Jogger brauchen einen solchen Pulsmesser nicht mehr, wenn nicht gerade auf einen Wettkampf hintrainiert wird, da das Körpergefühl schon mittlerweile so gut ausgeprägt ist, das eingeschätzt werden kann ob man sich in einem gesunden Pulsbereich befindet.
Wenn all diese Regeln und Vorkehrungen beachtet werden steht einer gesunden Joggerliebe nicht mehr im Weg und es bleibt nur noch ein „gut Lauf" zu wünschen.