James Rizzi
Der Maler James Rizzi wurde am 5. Oktober 1950 in New York geboren. Er zählt zu den Us-amerikanischen Künstlern und Malern der Richtung Pop-Art. Heute lebt sowie arbeitet James Rizzi in einem Atelier-Loft in Manhattan.James Rizzi hat an der University of Florida Kunst studiert und schon während seines Studiums beschäftigte er sich mit der Technik Malerei mit Skulpturen zu verbinden, woraus er im Endeffekt die 3D-Grafik entwickelte. Nachdem er 1974 sein Studium abschloss, präsentierte er zum ersten Mal in seinem Leben im New Yorker Brooklyn Museum seine Werke der Öffentlichkeit.
Er erlangte schnell an Popularität und so interessierten sich viele Galerien sowie Museen für seine Werke. Neben seiner Malerei fertigte James Rizzi unter anderem Platten- und CD-Cover, Animations-Musik-Videos und verschiedenste Gebrauchsgegenstände wie beispielsweise Telefonwertkarten oder Rosenthal-Porzellan. James Rizzi zählt heutzutage zu den berühmtesten und bekanntesten zeitgenössischen Künstlern der Pop Art. Auch engagierte sich James Rizzi mehrmals in Zusammenarbeit mit deutschen Organisationen für wohltätige Zwecke, z.B. ging der gesamte Erlös seiner Edition der Lithografie „Gone With The Wind" an die Opfer der Hurrikankatastrophe von New Orleans.
Die Inhalte seiner Arbeiten beziehen sich häufig auf seine Heimat New York und deren Einwohner. Besonders markant ist, dass seine Bilder meist in kindlich-naiver Einfachheit und in äußerst bunten Farben gestaltet sind mit einer überragenden und strahlenden Fröhlichkeit. Er drückt die urbane Lebensfreue und den Optimismus sehr überzeugend aus, daher wird er auch in der Presse als Urban Primitive Artist betitelt.
Charakteristisch für
James Rizzi ist, dass er mit der dreidimensionalen Konstruktionstechnik arbeitet, d.h. aus einem Duplikat eines Bildes, welches den Hintergrund bildet, werden die Bildelemente für den Vordergrund ausgeschnitten und dann mit Hilfe von Brücken aus Schaumstoff oder anderen Werkstoffen in eine zweite Bildebene gesetzt. Dadurch und vor allem durch die entstehenden Schatten, wird dem Betrachter des Bildes einen von den zwei Ebenen erzeugten 3D-Effekt vermittelt.
Zu seinen bekanntesten Werken zählen unter anderem: die Gestaltung der Außenfläche einer Boeing 757 der Fluggesellschaft Condor Flugdienst zu deren Jubiläum (1996), das Design von die New Beetles für die Volkswagen AG (1999), die grafische Gestaltung der Corporate-Identity-Kampagne von Siemens (2001) usw. Über viele Jahre hinweg hat James Rizzi mit 3D experimentiert bis er schließlich seinen Entwicklungsprozess von 3D-Bildern verfeinern und verbessern konnte. Ein Bild von ihm entsteht in vielen einzelnen Schritten, die stets mit einer Tuschezeichnung auf einem großen Blatt Papier beginnt. Dann coloriert er die Zeichnung von Hand. Anschließend wird diese colorierte Zeichnung sowie eine schwarz-weiß Kopie an den Drucker geschickt, der dann verschiedene Probedrucke zurücksendet.
Dann erstellt der Drucker zwei identische Siebdrucke, aus denen dann ein Bild der späteren Edition entsteht. Er schneidet dann die Elemente aus einem Bogen aus und klebt diese mit doppelseitigem Klebeband auf als Hintergrund. Dann werden die ausgeschnittenen Teile in unterschiedlichen Höhen befestigt, d.h. Skipisten sind erst steil und dann flach. Letztendlich sind Bilder voller Lebensfreude und Optimismus entstanden.
Tobias Heitmann