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Was bedeutet eigentlich IT-Modernisierung? Was kann in ein Modernisierungs-Projekt gehören? Wann macht Modernisierung überhaupt Sinn?
Was bedeutet eigentlich IT-Modernisierung?Wer einmal den Begriff „IT-Modernisierung" recherchiert hat, merkt schnell, wie unterschiedlich die Definitionen, Blickwinkel, Verständnisse und Denkweisen sind. IT-Modernisierung erstreckt sich außerdem über alle Felder: z. B. Kommunikation, Drucklösungen, Netzwerk, Datenhaltung, DMS, Hardware, Applikationen usw.
Die IT zu modernisieren bedeutet zu allererst eine strategische Entscheidung der Geschäftsleitung. Dann erst kommt die eigentliche IT ins Spiel. Solange keine strategische Entscheidung getroffen wurde, wird sich die IT „auf kleine taktische Einzelmaßnahmen beschränken (Gartner). Es werden Löcher gestopft, Zwischenlösungen geschaffen usw. – alles nur, damit das alte System weiter und das nächste Projekt gut läuft.
Nur ein Umstand kann die strategische Entscheidung ersetzen – der GAU!
Was kann in ein Modernisierungs-Projekt gehören?
- Restrukturierung, Re-Engineering und Umsetzung
- Alles vom Großrechner auf mittlere Datentechnik transferieren
- Datenhaltung auf relationale Datenbanken bringen, aber auch …
… der Einsatz von COBOL Compilern, Browser-Technologien und eine passgenaue Client/Server-Lösung gehören dazu.
Bei der Modernisierung bestehender Legacy-Anwendungen reichen die Maßnahmen von der Einführung moderner grafischer Oberflächen für
COBOL-Applikationen bis hin zur kompletten Umsetzung einer ganzen Legacy-Anwendungslandschaft in die „neue Welt".
Wann macht Modernisierung überhaupt Sinn?
Es gibt keine Option „Modernisieren – Ja oder nein". Auch nicht entweder neu programmieren oder Standard-Software einführen. Schön wäre das schon und auch ganz einfach, aber leider …. ganz im Gegenteil:
Oftmals ist es nur ein kleiner Teilbereich, der letztendlich modernisiert werden sollte. Argumente könnten z. B. sein, dass die Informationen, die Logik und Funktionen wertvoller Anwendungen auf keinen Fall verloren gehen dürfen. Neuschreiben bedeutet einen großen zeitlichen Aufwand – wenn man allein an die Testphasen denkt! Und natürlich, dass bestimmte Anwendungen nicht einfach von einer Standard-Software abgelöst werden können. Das hängt natürlich auch von Faktoren wie der Branche ab, den Kosten und den Personen.
Genau hier setzt die wichtigste Überlegung in dem ganzen Prozess ein – WAS WIE WANN modernisieren? Was fallen lassen – was erhalten? Manchmal genügen kleine gezielte Maßnahmen, um ans Ziel zu kommen – manchmal muss man ALLES anfassen.
Denn - machen wir uns nichts vor – genauso wie es Sinn macht, Anwendungen zu modernisieren, macht es genauso Sinn, Anwendungen NICHT zu modernisieren. Und im schlimmsten Fall ist gar nichts da, was modernisiert werden sollte. Oder aber es soll genau DER Schatz „gehoben" werden, und es kommt einem Hauptgewinn gleich, wenn er weiterhin genau das tut – inhaltlich wie auch technisch – wie bisher. Der allerkleinste Bestandteil einer Anwendungslandschaft kann für eine Modernisierung geeignet sein.
- Technologische Gründe sind aus Sicht der Anwendung gar nicht relevant.
- Fachliche Gründe dagegen am meisten.
- Aus Sicht des Unternehmens ist die Technologie irrelevant. Ist das auch wirklich so?
- Und wie sehen das die Mitarbeiter? Ziemlich ausgeglichen.
Es kommt also darauf an, die „Knackpunkte" zu erkennen….
Neugierig geworden?
Lesen Sie in der kommenden Woche, welches die Voraussetzungen sind, wohin die Reise geht und welche Ziele die IT verfolgt.
Usingen, den 14. Januar 2011
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