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IT-Karriere - Immer am Maximum

Autor: quattro3 | Erstellt am: 23.12.2013 | Gelesen: 712
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Jeden Tag 110 prozent zu geben reicht oft nicht aus.....

IT-Karrierestufe
IT-Karrierestufe
Alles fängt damit an, dass wir an einem Tisch mit einem anderen Menschen sitzen.

In der Schulklasse sitzt man in der Regel immer zu zweit an einem Tisch, schlägt die selben Bücher auf, bearbeitet die gleichen Aufgaben und schreibt die selben Klausuren. Man tauscht sich nur selten über fachspezifische Themen aus, da das neue Konsolenspiel oder der neue Comic einfach interessanter und "cooler" sind als Vektoren oder Variablen. Man macht sich keine Gedanken darüber ob der Streber ganz vorne irgendwann ein hochdekorierter, überbezahlter Marketingmanager oder der Tischnachbar ein Geschäftsführer von einem 500 Mann starken Unternehmen sein wird. Wichtig in dieser Zeit sind nur Mädels, Alkohol, Partys und Computerspiele. Selbstverständlich gibt es auch Ausnahmen, die bestimmen ja bekannterweise die Regel.

Die Vorbereitungen auf den harten sowie komplexen Weg in der IT werden in keinster Weise eruiert. Egal um welche Branche es sich handelt, keine erlebt eine derartige schnelle und enorme Transformation wie es in der IT passiert.

Es gibt eigentlich nur drei Arten von gewissen Druck während der Schulzeit:
  • den Druck den man sich selbst macht und als Klassenbester durch das Schuljahr geht
  • den Druck von den Eltern, die schon bei Geburt den Platz an einer Elite-Universität gebucht haben
  • überhaupt keinen Druck, die Ist-Mir-Egal-Einstellung

Ich selbst war ein klarer Freund der letzten Aufzählung. Nachdem die Schulglocke geläutet hat, waren alle Themen die mit der Schule zu tun hatten für mich quasi nicht vorhanden. Während des Unterrichts habe ich immer genügend Informationen mitgenommen, die mich dann eben doch zu einem wenigstens guten bis mittelmäßigen Schüler gemacht haben.

Nun was hat eigentlich die Schulzeit mit einer potentiellen Karriere in der IT zu tun? Ganz ehrlich, meiner Meinung nach rein gar nichts.

Fassen wir mal zusammen welche Arten von Druck es in der IT in der Rolle als klassischen "Consultant" oder "Administrator" gibt:
  • Druck vom Chef, ständig mindestens 100 % jeden Tag zu geben
  • Druck vom Abteilungsleiter, eine ordentliche sowie relevante Arbeits zu verrichten
  • Druck vom Kunden, immerzu einsatzbereit sowie verfügbar zu sein
  • Druck von Kollegen, sich nahezu in jeder Situation korrekt zu verhalten
  • Druck von Zuhause, neben einen 9 - 12 Stunden Tag auch noch privat zur Verfügung zu stehen
  • etc.
Nun kommt selbstverständlich gleich der Einwand " Das ist in jeder Branche so". Damit haben Sie natürlich recht, ABER......

Dazu möchte ich natürlich ein Beispiel aus der IT geben

Ein aufstrebender junger Consultant, normalen bis guten Universitätsabschluss in den Mitte Zwanzigern hat in seinem Arbeitsvertrag natürlich 40 Stunden stehen bei einem monatlichen Bruttogehalt von 3000 Euro bei 28 Tagen Urlaub. Seine Schwerpunkte sind die Themen Data-Warehouse und CMS. Die Projekte laufen gut und nun kommt es immer öfter vor, dass er neben seinen 9 Stunden Alltag auch noch abends am Notebook an Konzepten oder ähnlichen arbeiten muss, um am nächsten Tag dem Kunden rechtzeitig eine entsprechende Vorlage zeigen zu können. Im Grunde nichts verwerfliches sondern normales, vor allem in der IT.

Jeder darf dieser motivierte und zielstrebige Jung-Consultant, aufgrund einer enorm großen Projektzuwachsrate in ganz Deutschland rumreisen, auf Kosten seines Privatlebens. Seine neuen Freunde werden die Hotelminikühlschränke, den von der Firma gesponserten Anzugtrolly und seine Miles-and-More Card von der Lufthansa. Am Montag fliegt er von Hamburg nach Frankfurt, am Dienstagabend muss er schnell noch wegen einer Projekteskalation von Frankfurt nach Berlin und am Donnerstag in München wartet ein Neukunde auf die Vorstellung des Unternehmenportfolio. Nebenbei fängt in zwei Wochen der nächste Kurs einer neuen Technologie an und in 4 Monaten kommt ein Update zu einem bestehenden System, außerdem fehlen noch Projektinfos zu einem Kunden aus Stuttgart, dessen Projekt nächste Woche beginnt.

Im ersten Moment hört sich dieser Job wirklich "traumhaft" und "cool" an, jeder möchte unbedingt ein gutverdienender Consultant sein oder werden und Karriere machen. Das Leben hat seine vollen Vorzüge, man ist viel unterwegs, lernt einige Orte und Menschen kennen und das tollste, man sammelt richtig viele Meilen.
Im Gegenzug büßt man sein soziales Leben ganz schön ein, vor allem was die eigene Familie, Freunde, Bekannte und die eigene Beziehung angeht. Auch einen normalen Alltag kann man so leider nicht wahrnehmen.

Im Gegenzug ist man als Administrator örtlich eigentlich immer an einem festen Ort, man kann sogar remote von zuhause aus auf die Systeme zugreifen. Jedoch hat diese Seite auch einen ganz klare negative Faktoren.

Innerhalb der ganzen Systeme, ob physisch oder virtuell aufgebaut, hat man eine riesige Verantwortung gegenüber dem Unternehmen, den Kollegen und den Kunden. Bei Konflikten im System oder gar ganzen Abstürzen muss man bereit sein um 02:00 Uhr nachts aus dem Bett geklingelt zu werden um die Fehler beheben zu können. Unter den Kollegen zählen überwiegend die fachliche Leistungen, wer hat mehr Know How am Server, Client oder an der Software. Ein Machtkampf beginnt und man ist ein Teil eines Hexenkessels. Die Schulungen an den Systemen und der Software sind überwiegend oberflächlich aufgebaut und man benötigt eine Menge Eigeninitiative um in Büchern und an den Evaluierungssystemen, das letztendliche Know-How aufzubauen.

Meiner Meinung nach muss man für die IT-Branche geboren werden, egal ob man als Consultant, Administrator, Manager, Supporter oder Entwickler arbeitet, letztendlich muss man wirklich ständig 110 % geben, immer UP-TO-Date sein, die Technologien faktisch automatisch aufsaugen um somit normal mithalten zu können.

Und letztendlich endet es wie es angefangen hat, dass wir an einem Tisch mit einem anderen Menschen sitzen.... Nur eben mit anderen Variablen und Schwerpunkten.

Benjamin Lanzendörfer

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

 
 
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