Bei der Katzenhaltung gibt es sehr viele Dinge zu bedenken und diese sollten vorher geklärt sein. Nicht selten kommt es vor, dass eine Familie Ihren Stubentiger ins Tierheim bringt, weil sie mit dem Tier überfordert sind. Als Erstes solltest du erst einmal klären, ob jede im Haushalt lebende Person mit dem Zuwachs einverstanden ist und ob du oder ein Familienmitglied eine Katzenallergie hat. Einen Test dafür kannst du bei jeden Haut- oder HNO-Arzt machen. Katzenhaare gehören zu den stärksten Allergenen, deshalb sind die Gefahren einer Allergie nicht zu unterschätzen. Bedenke bitte auch, dass Katzen eine durchschnittliche Lebenserwartung von 15 Jahren haben.
Wenn du deine Katzen ausschließlich in der Wohnung hältst, benötigst du mindestens zwei Tiere, da sonst Verhaltensstörungen und Vereinsamung auftreten können. Allerdings gilt als Faustregel, dass die Anzahl der Katzen die der Zimmer nicht übersteigen sollte. Demnach sollten z.B. nicht mehr als 3 Katzen in einer 3-Zimmer-Wohnung leben. Katzen benötigen außerdem auch täglich Aufmerksamkeit von „ihrem" Menschen, dazu gehört nicht nur kuscheln sondern auch spielen, die Toilette sauber zu machen und das Füttern. Katzen sind allgemein eher kostenintensive Tiere, daher habe ich dir einmal die Kosten aufgelistet. Bedenke bitte, dass es sich dabei um einen Richtwert handelt.
Anschaffung
Die Anschaffungskosten können sehr stark Schwanken. In Tierheimen bekommt man meistens Europäische Kurzhaar Katzen, die auch als Hauskatze bezeichnet werden. Diese Tier sind in der Regel gegen eine Schutzgebühr zwischen 50 und 100 Euro zu haben. Möchtest du eine Katze von einem Züchter kaufen, können die Kosten je nach Rasse auch auf mehrere hundert Euro oder mehr steigen. Utensilien Zur Grundausstattung gehören auf jeden Fall ein Kratzbaum (ca. 80 – 500€, je nach Größe), Katzentoiletten (mindestens eine pro Tier für ca. 10-20€) und ein bisschen Spielzeug. Als Futternäpfe eignen sich auch alte Teller, ein Porzellan- oder Aluminiumnapf ist aber empfehlenswert. Du solltest auch eine Kuschel- und Schlafecke einrichten. Dafür eignen sich wunderbar alte Kissen und Decken, sodass keine weiteren Kosten entstehen.
Tierarzt
Die Tierarztkosten sind der wohl größte Punkt auf der Liste. Unbedingt zu bedenken sind die üblichen Impfungen (40 – 70€ pro Jahr und Tier), Kastration (Katze 50 – 120€ und Kater 40 – 100€), Mikrochip (10 – 30€) und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen (20 – 60€). Die Tierarztpreise können von Arzt zu Arzt sehr stark schwanken, ein Vergleich lohnt sich. Futterkosten Je nach Futterqualität und Gewicht des Tieres ca. 15 – 50€ monatlich. Wenn du alle Punkte positiv bewertet hast, dann steht deinem Katzenglück nichts mehr im Wege.
Stephan Radke