corpuscurare.de
Die verschiedenen Verfahren zur dauerhaften Haarentfernung (Epilation) basierten bisher entweder auf Licht oder Strom. Der Erfolg der Haarentfernung bei rein lichtbasierten Systemen hängt aber von der Haarfarbe ab, da hier nur das im Haar enthaltene Melanin für die Umwandlung der Licht- in Wärmeenergie genutzt wird. Anders bei der neusten IPL Technologie. Erstmals wird die bewährte IPL-Technologie, bei der zur Erzeugung der benötigten Wellenlängenspektren hochenergetisches Xenon genutzt wird, mit dem Einsatz zusätzlicher Radiofrequenz (Strom) kombiniert.
Zwei Energien werden somit addiert und ergeben pro Puls eine Synergie. Die Energie wird durch diese Kombination durch das im Haar enthaltene Melanin und durch das im Gewebe enthaltene Eiweiß an den Haarbalg geleitet, verödet den Haarfollikel und stoppt so endgültig das Haarwachstum. Durch Kombination von Lichtenergie und Radiofrequenz wird die Summe der optischen Energieeinstrahlung bis zu 60% im Vergleich zu anderen Systemen reduziert. Dadurch, dass die Stromverteilung melaninunabhängig ist, kann sie bei jedem Hauttyp genutzt werden. Der Strom wirkt insbesondere an der Außenseite des Haarfollikels und erwärmt ihn und die Stammzellen des Haarwachstums mehr als die Epidermis. Weil der ganze Haarfollikel inklusive Haarschaft von außen mit Radiofrequenzstrom und von innen mit Licht im gleichen Puls erhitzt wird, kann die Haarfollikeltemperatur gleichmäßig hoch bleiben und bei der Haarentfernung genutzt werden.
Die Farbe des Haares entsteht durch zwei verschiedene Melaninarten. Dem Eumelanin und dem Phäomelanin. Überwiegt das Eumelanin sind die Haare dunkelbraun bis schwarz, überwiegt das Phäomelanin dann sind die Haare rot, blond oder hellblond. Ist das Eumelanien ausreichend vorhanden, ist die Anwendung reinen Lichts erfolgversprechend. Nimmt der Eumelaningehalt ab, wird die "schlechtere Leitfähigkeit" durch die Zuschaltung der Radiofrequenz kompensiert.
Bisher blieb für blonde und rothaarige zur dauerhafte Entfernung der Haare nur die Möglichkeit einer Verödung der Haarwurzel mithilfe der Nadel- oder Elektroepilation. Bei dieser Methode muss allerdings jedes einzelne Haar behandelt werden. Durch diesen großen handwerklichen Aufwand ist diese Arbeit jedoch relativ langwierig. Nur bei einer korrekt ausgeführten Nadelepilation ist mit einem zufriedenstellenden Ergebnis zu rechnen und die Behandlung gut zu ertragen. Der Aufwand der Behandlung ist bei der Nadelepilation in erster Linie von der Menge der zu epilierenden Haare abhängig. Bei der Behandlung mit der IPL 3 Technologie dagegen von der Größe der Fläche.
Für alle Verfahren gilt gleichermaßen, um eine dauerhafte Haarentfernung zu gewährleisten, muss mit mehreren Sitzungen gerechnet werden.
Die Wiederholung der Behandlung ist notwendig, da sich immer nur 15-25% der im Körper befindlichen Haare in einer behandlungsfähigen Phase befinden. Nur die Haare, die sich im Wachstum befinden (Anagenphase), können dauerhaft entfernt werden, da nur diese Haare auch eine Verbindung zur Haarpapille haben, dem Bereich der während der Behandlung durch Denaturierung zerstört wird, um ein erneutes Wachsen der Haare zu verhindern.
Die übrigen Haarfollikel befinden sich im Ruhezustand unter der Haut und sind somit erst in späteren Behandlungen erfolgreich zu entfernen.
Ihr corpus curare Team