Ausser dem technischen Holzschutz (wie im vorigen Artikel besprochen) können Sie (und sollten Sie) für Ihr Blockhaus konstruktiven Holzschutz einsetzen. Damit ist gemeint, dass schon in der Konstruktion des Holzhauses eine sogenannte Hinterlüftung eingesetzt wird. Also, überall dort, wo das Holz mit Feuchtigkeit, Dampf oder Wasser in Berührung kommt, muss es in der Konstruktion des Hauses hinterlüftet werden. Das Ziel hierbei ist widerum: Das Holz muss so schnell wie möglich trocknen, wenn es einmal feucht geworden ist.
Wenn aber beispielsweise wegen der aggressiven Umwelteinflüsse oder auch aus ästhetischen Gründen der technischen und der konstruktive Holzschutz nicht ausreicht, dann könnten Sie auch auf physikalischen Holzschutz für Ihr
Blockhaus zugreifen. Hierbei haben Sie mehrere Möglichkeiten. Sie könnten lichtdurchlässige Öle und Wachse verwenden. Sie können nicht nur gegen Feuchtigkeit, sondern auch gegen Verschmutzung und gegen Abrieb helfen und werden insbesondere gerne für Innenverkleidung aus Holz eingesetzt. Zum anderen können Sie Holzschutz mit lichtundurchlässigen Pigmenten einsetzen. Dies ist besonders beim Schutz für Holzfassaden beliebt, weil die lichtundurchlässigen Pigmente das Holz gleichzeitig auch gegen UV-Strahlung schützen.
Schließlich sei noch chemischer Holzschutz zu erwähnen. Hierbei ist zu unterscheiden, ob ein vorbeugender oder ein bekämpfender chemischer Holzschutz gegen Schädlinge eingesetzt wird. In den meisten Fällen ist bei richtiger Planung kein chemischer Holzschutz nötig. Allerdings können manchmal spezielle Bauvorschriften chemischen Schutz für Ihr Blockhaus erforderlich machen.
Bei der Baustelle sollten Sie darauf achten, dass der Bauplatz und die Umgebung ausreichend befestigt sind und dass rutschiger Boden und Öffnungen abgesichert sind. Hierzu können Sie beispielsweise Kies oder Holzhäcksel streuen.
Bei Handwerkern zeigt die Erfahrung immer wieder, dass oftmals die Handwerker der verschiedenen Gewerke die Blockhaus-spezifischen Anforderungen nicht oder nicht ausreichend genau berücksichtigen oder auch die vereinbarten Termine nicht einhalten. Für die Montage von einem Blockhaus ist es aber sehr wichtig, dass es ohne Verzögerungen und ohne Wartezeiten stattfindet. D.h. bei der Montage müssen die Handwerker unterschiedlicher Gewerke Hand in Hand mit den Blockhaus-Monteuren zusammenarbeiten, sonst sind Probleme vorprogrammiert.
Auch kommt es häufig vor, dass die Handwerker die Montageunterlagen bzw. die Konstruktionszeichnungen nicht ausreichend genau beachten. Das kann dann in der Praxis schnell dazu führen, dass die Statik des ganzen Hauses gefährdet wird oder andere wertmindernde und teuere Fehler entstehen. Denn bei der Montage von einem Blockhaus kann schon ein einziger Nagel an der falschen Stelle (durch den sich bildenden Spalt) Undichtigkeit verursachen und/oder Wartung erschweren. Sie sollten also sehr genau darauf achten, dass die Handwerker alle Montageunterlagen und Konstruktionszeichnungen genau einhalten.