Femto-LASIK
Genauer, exakter, präziser. In Augenlaser-Zentren in Amerika überwiegen mittlerweile die
LASIK-Behandlungen, die mit dem sogenannten
Femtosekundenlaser an Stelle des Mikrokeratoms durchgeführt werden. Auch hier bei uns in Deutschland wird der
Femto-LASIK immer mehr den Vorzug gegeben. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Femto-Lasik bei der Behandlung gegen Kurz- und Weitsichtigkeit deutlich bessere Resultate erzielt.
Die klassische Lasik wurde vor mehr als 15 Jahren eingeführt. Sie hat sich sehr schnell zur beliebtesten refraktiv-chirurgischen Methode zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten entwickelt und liefert seitdem hervorragende Ergebnisse. Bei erfahrenen Lasik-Spezialisten liegt die Rate ernsthafter Komplikationen nur noch unter einem halben Prozent. Über 90 Prozent der Probleme, die dabei noch auftreten, stehen in Verbindung mit dem Einschnitt in die Hornhaut mit Hilfe des Mikrokeratoms (Präzisionsmesser). Diese sogenannten schnittbedingten Probleme lassen sich durch die Femto-Lasik erheblich reduzieren, weil nunmehr der Einschnitt nicht mit dem Mikro-Hobel, sondern mit einem zweiten Laser, dem Femtosekundenlaser, durchgeführt wird.
Das Hornhautscheibchen (Hornhaut-Flap), welches entsteht, wenn der Einschnitt in die Hornhaut mit dem Mikrokeratom erfolgt, ist am Rand etwas dicker und in der Mitte etwas dünner. Das Resultat sind unterschiedlich dicke Hornhautschichten auch auf dem Auge. Wenn der Hornhaut-Flap mit dem Femtosekundenlaser erzeugt wird, weisen die Hornhautschichten nur noch sehr geringe Dickeunterschiede auf. Der Laserschnitt mit dem Femtosekundenlaser erfolgt voll automatisiert und computergesteuert. Deswegen lässt sich der Schnitt vorher exakt berechnen und kann dann optimal ausgeführt werden. Die Quelle für eine Komplikation durch den manuellen Schnitt mit dem Mikrokeratom wird somit eliminiert.
Unter Zuhilfenahme des Femtosekundenlasers konnte die Sicherheit des Lasik-Eingriffs entscheidend verbessert werden. Auch Patienten mit sehr dünner Hornhaut können mit der Femto-Lasik behandelt werden. Zuvor musste der Augenarzt vielen Patienten aufgrund zu dünner Hornhaut eine Absage erteilen. Aufgrund der Tatsache, dass der erzeugte Hornhaut-Flap viel dünner ist als bei der klassischen Lasik, bleibt mehr Hornhautgewebe für den eigentlichen Eingriff mit dem Excimer-Laser. Deswegen ist der Laser Chirurg in der Lage, bei der Femto-Lasik die Fehlsichtigkeit auch um ein bis zwei Dioptrien mehr zu korrigieren.
Wie funktioniert die Femto-LASIK eigentlich?
Bei der Femto-Lasik erfolgen beide Operationsschritte per Laser. Der Name bezieht sich auf die Femtosekunde, die einer billardstel Sekunde entspricht. Die extrem kurzen Laserimpulse des Femtosekundenlasers entladen sich erst unter der Hornhautoberfläche - ohne das umliegende Gewebe zu beeinflussen. Im Hornhautinneren entstehen durch die Entladung der Laserenergie kleine Gasbläschen aus CO2 und Wasser. Durch Aneinanderreihen dieser Bläschen trennt man das Gewebe in einer vorbestimmten Tiefe. Wie bisher wird ein Hornhaut-Flap präpariert, jedoch weitaus präziser, von konstanter Dicke und ohne schneiden zu müssen. Die Form und damit die Dicke des Flaps sind exakt steuerbar. Nachdem der Flap wie ein Buchdeckel hochgeklappt wird, erfolgt die Abtragung des Hornhautgewebes mit dem Excimer-Laser, um die entsprechende Fehlsichtigkeit des Patienten zu korrigieren. Anschließend verschließt der zurückgelegte Femto-Flap die Korrekturzone exakt und haftet noch besser als bisher. Immer mehr fehlsichtige Patienten entscheiden sich trotz höherer Kosten für die moderne
Femto-LASIK.