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Ist das Internet für deutsche Politiker zu fortschrittlich?

Autor: LuisaWalendy | Erstellt am: 11.08.2009 | Gelesen: 1423
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Die bisher umfangreichste Analyse der Internet-Präsenzen aller deutschen Abgeordneten offenbart erheblichen Nachholbedarf für deutsche Politiker.

Wie aktuell, wie wählerorientiert, wie persönlich und wie multimedial präsentieren sich die Mandatsträger im Internet? Die Studie „Politische Kommunikation im Web 2.0 – Eine Untersuchung der Internetpräsenzen aller Abgeordneten aus Bund und Ländern" der Medienberatung Weiße Q Consulting liefert aufschlussreiche Erkenntnisse über die Unterschiede der Abgeordneten aus den einzelnen Bundesländern, Parteien und Altersgruppen. Hierfür wurde die Gesamtheit der mehr als 2000 Webseiten deutscher Abgeordneter einer Tiefenanalyse unterzogen.

Die Ergebnisse zeigen unmissverständlich: Immer noch ist ein Viertel aller deutscher Politiker auf Bundes- und Länderebene nicht mit einer eigenen Webseite im Internet auffindbar. Trauriges Schlusslicht: Im Saarland sind rund 80 Prozent der Landtagsabgeordneten nicht im Netz vertreten. In Nordrhein-Westfalen hingegen verfügen immerhin 95 Prozent über eigene Internetpräsenz. Des Weiteren finden sich auch Unterschiede zwischen den Bundesländern: In den Flächenländern bieten 80 Prozent der Mandatsträger eine eigene Onlineplattform an, während in den kleineren Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin lediglich jeder zweite Abgeordnete über eine eigene Internetpräsenz verfügt.

Weitere Erkenntnis: Obwohl die Kommunikation im sogenannten Web 2.0 (also dem Mitmachweb, in dem Nutzer aktiv Inhalte produzieren und veröffentlichen) zunehmend wichtiger wird, besteht seitens deutscher Abgeordneter hinsichtlich Kreativität, Innovation und Angebotsvielfalt im Internet noch erheblicher Nachholbedarf. Und dies, obwohl bekannt ist, dass vor allem die junge Zielgruppe durch eine geschickte Nutzung dieses Kommunikationskanales sehr gut erreichbar ist. Das bestätigt auch der Blick in die USA: Das Internet und das Web 2.0 gehörten zu den zentralen Instrumenten des US-Wahlkampfes 2008 von Barack Obama.

Auf den Webseiten deutscher Abgeordneter werden Web 2.0-Angebote, die über das reine Vorhalten von Informationen in Textform hinausgehen, jedoch weitestgehend vernachlässigt. Trotz der viel diskutierten Vorteile von Blogs, also im Internet geführten Tagebüchern, lassen nur rund 2,3 Prozent der Politiker die Nutzer per Blog an ihren Gedanken und Projekten teilhaben. Auch der aktuelle Web 2.0-Trend „Twitter", also das Verfassen und Abonnieren von webbasierten Kurznachrichten, scheint für fast alle Abgeordneten noch unbetretenes Neuland zu sein. „Es ist zudem mehr als bedenklich, dass 38 Prozent aller Abgeordneten auf eine von uns abgesandte ‚Bürger'-E-Mail-Anfrage gar nicht reagierte", betont Autor Prof. Dr. Roland Schröder den Optimierungsbedarf politischer Online-Kommunikation.

Insgesamt machen die Ergebnisse deutlich, dass akuter Handlungsbedarf bezüglich der zeitgemäßen und zielgerichteten Nutzung des Internets besteht. Multimediale Formate, wie zum Beispiel Bildergalerien, Audio- und Videodateien (Podcasts bzw. Vodcasts) oder Chats werden von einer überwältigenden Mehrheit der Politiker nicht zur Bürgerinformation und –kommunikation genutzt.

Insbesondere vor dem Hintergrund der diesjährigen Bundestagswahl und den damit verbundenen Wahlkampagnen bleibt abzuwarten, ob, wann und von wem diese Potentiale erkannt und ausgeschöpft werden. Die komplette Studie kann unter www.WeisseQ.com bestellt werden.

Weitere Informationen und Grafiken finden Sie unter: www.weisseq.com/../politische-kommunikation/

Kontakt:
Für Rückfragen und Interview-Anfragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung.
Ansprechpartnerin: Kristin Borlinghaus
Weiße Q Consulting Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Campus Seilersee
Reiterweg 26b
58636 Iserlohn

Telefon: +49 (0)2371 776-303
Fax: +49 (0)2371 776-403
E-Mail: Kristin.Borlinghaus@WeisseQ.com

Hintergrundinformationen

Überprüft wurden die Webseiten der Abgeordneten auf Bundes- und Landesebene in den drei Schwerpunkten Interaktivität, Infrastruktur und Multimedialität. Interaktivität beschreibt die Möglichkeit für den User, aktiv an Diskussionen, Umfragen und Chats teilzunehmen. Die Kategorie Infrastruktur beleuchtet die technischen Aspekte der Webseiten, wie zum Beispiel Verlinkungen und die Angabe von Kontaktdaten. Die Kategorie Multimedialität untersucht, ob Inhalte in Form von Bild, Video oder Ton verfügbar sind. So wurde anhand von 32 Kriterien der Web 2.0-Charakter der Internetpräsenzen bewertet.

Im Rahmen der Auswertung wurden detaillierte Vergleiche zwischen den Internetpräsenzen aller Abgeordneten je nach Partei, Altersgruppe und Bundesland gezogen und spezifische Rankings für die jeweiligen Untersuchungsbereiche erstellt.

Wer sich einen aktuellen und detaillierten Überblick über die moderne politische Kommunikation der deutschen Abgeordneten im Internet verschaffen will, erhält mit dieser Studie eine umfassende Bestandsaufnahme.

Studienumfang
72 Seiten, als Paperback plus CD-Rom

Kosten
Der Kaufpreis für die gedruckte Studie inkl. einer Einzelauswertung (Bundestag oder beliebiger Landtag) beträgt € 89,-. Jede weitere Einzelauswertung wird mit € 15,- berechnet. Die Einzelauswertungen werden als pdf-Datei auf einer CD-Rom mitgeliefert. Die Studie inkl. der Gesamtheit aller 16 Länderparlamente und des Bundestages kann zum Preis von € 149,- erworben werden. Alle Preise enthalten 7 % MwSt., zzgl. € 2.50 Versandkosten.

Herausgeber
Weiße Q Consulting vereint als Verlagsberatung innovative Forschung mit fachlicher Kompetenz im Bereich Medien und Digitalisierung. Im Fokus steht Beratung sowie die Entwicklung konkreter Strategien bezüglich aktueller Veränderungen auf dem Sektor der vernetzten Medien.

Autoren
Prof. Dr. Roland Schröder ist Forschungs-Dekan und Prodekan des Fachbereis Medien an der Hochschule Business and Information Technology School (BiTS, www.bits-iserlohn.de). Sein Forschungs- und Lehrfokus liegt auf dem Bereich Vernetzter Medien und deren Einfluss auf den Mediensektor und die Unternehmenskommunikation. Er hat zudem in unterschiedlichen Funktionen der politischen Kommunikation gearbeitet.

Medienökonomin Kristin Borlinghaus hat bereits 2008 eine wissenschaftliche Untersuchung zum Agieren deutscher Bundestagsabgeordneter im Internet vorgelegt. Dabei liegt ihr Fokus auf den modernen Möglichkeiten der Online-Kommunikation und deren Bedeutung im Rahmen der Politik. Sie konzipierte und begleitete die gesamte vorliegende Studie in allen Phasen hauptverantwortlich.

Marie Ting leitet bei Weiße Q Consulting den Bereich der Marktforschungs-Aktivitäten. Entsprechend überprüfte sie die wissenschaftliche Methodik der Studie und war verantwortlich für Text und Redaktion.
 
 
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