
Es liegt in der Natur des Menschen, Dingen Namen zuzuordnen. Das können neue Wortschöpfungen aber auch Namen sein, die die Haupteigenschaft einer Sache beschreiben. So gibt es den Namen Kochmütze, weil er ausdrückt, dass das Kleidungsstück Mütze zum Kochen beziehungsweise von einem Koch getragen wird. Und so kam es auch dazu, dass ein Gerät, mit denen man gleichzeitig Telefonieren und mobil sein konnte, die nachvollziehbare Bezeichnung Mobiltelefon bekam.
Schaut man heute jedoch auf die Mädchen mit ihren
Handys in pink, fällt einem etwas auf: häufig werden die Geräte gar nicht mehr zum Telefonieren sondern stattdessen zum Musik hören, Fernsehen, Spielen und Internetsurfen benutzt. Welchen Namen würde so ein Gerät heute bekommen, wenn man dessen Haupteigenschaften zur Namensgebung zugrunde legt? Wahrscheinlich bliebe es bei dem Namen, den das Mobiltelefon ohnehin schon seit vielen Jahren innehat: Handy. Das Wort, das eigentlich ein Scheinanglizismus – das bedeutet ein scheinbar echter Begriff aus der englischen Sprache - ist, leitet sich vom englischen Wort für handlich ab. Und handlich ist es tatsächlich, obwohl immer mehr Multimediafunktionen in immer kleineren Geräten Platz finden.
Durch die Platz sparende Bauweise, die bei den Handys in den letzten Jahren immer mehr Einzug gehalten hat, ist es den Herstellern möglich das Augenmerk in größerem Maße auf das Design zu legen, auch wenn diese Aussage in Anbetracht der Tatsache, dass ein
Handy in pink sein kann, schwer zu glauben ist. Über Geschmack lässt sich bekanntermaßen ja nicht streiten, so dass wir auch hier jedem zugestehen wollen, ein Handy in der Farbe zu erwerben, die ihr oder ihm am besten gefällt.