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Iss deine Kotze und sei artig - Erziehung der Kinder

Autor: Shawin | Erstellt am: 05.09.2009 | Gelesen: 1357
Kategorie: Babys - Kinder & Erziehung | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Eltern ahnen gar nicht, wie sehr sie ihre Kinder mit scheinbar simplen Vorschriften das Leben unnötig schwer machen

Erziehung der Kinder
Erziehung der Kinder
Erinnern Sie sich an eine Nachricht vor circa acht Jahren: Ein Junge wurde aus den Fängen seines Vaters befreit. Er war jahrelang tyrannisiert und misshandelt worden. In Freiheit pflegte man den eingeschüchterten Jungen, und als man ihm zu essen anbot, aß der Junge. Er aß und aß. Er hörte nicht auf zu essen. Er aß soviel, bis er sich übergeben musste. Dann aß er das Erbrochene. Er aß ohne aufzuhören. Erst als ein Betreuer ihm deutlich sagte, er solle aufhören zu essen, erst da hörte er auf. Er hatte nur auf den Befehl gewartet aufzuhören.

Jahrelang war dem Jungen unter Androhung von Strafe beigebracht worden, er habe solange zu essen, bis der Vater Stopp befahl. Der Befehl zu essen bis Stopp kam, brauchte schon lange nicht mehr gegeben werden, denn dieser Befehl war längst verinnerlicht und in Fleisch und Blut übergegangen. Da wurde allen klar, der Junge war alles andere als frei.

Anderen etwas anzugewöhnen oder beizubringen ist nichts Ungewöhnliches. Tagtäglich geschieht dies auf der ganzen Welt. Nicht so krass wie bei dem Jungen ist zum Beispiel der Satz: Iss deinen Teller leer. Wie oft müssen Kinder diesen Satz hören. Sie hören ihn so oft, bis sie ihn ausführen ohne zu überlegen. Auch später als Erwachsene, wenn sie in einer eigenen Wohnung leben, fällt es ihnen schwer, Essen auf dem Teller zurück zu lassen. Und das, obwohl sie satt sind und obwohl sie mit Übergewicht zu kämpfen haben. Der Teller wird leer gegessen.

Erziehung der Kinder (obwohl meistens im besten Sinne praktiziert) ist nichts anderes als ihnen Abläufe beizubringen, die sie schließlich ohne zu überlegen mechanisch ausführen. Im Grunde werden hier Kopien der Eltern herangezogen. Wie man Kerzen in eine bestimmte erwünschte Form zieht.

Von der Geburt an bis zum Tod wird der Mensch ständig mit diversen Einflüssen konfrontiert. Meistens sind dies gut gemeinte Lebenshilfen, die dennoch unübersehbare Wirkung zeigen, denn ohne es bewusst wahrzunehmen, programmieren sie systematisch das Gehirn. Solche Suggestionen können sein: Priester und Lehrer haben immer Recht – bis dass der Tod euch scheidet – Frauen sind technisch unbegabt – was Gott verbindet, soll der Mensch nicht scheiden – du kannst etwas nicht – nur ein ergebener Christ ist ein guter Christ – Scham – Ekel – Vorurteile – Tabus – der Mensch ist die Krönung der Schöpfung – der Mensch ist das intelligenteste Wesen – Gott ist ein Mann – Gott verlangt dir Armut ab –

Doch nicht nur Eltern, sondern auch Lehrer, Freunde, Filme und Bücher, ja sogar die Landschaft üben nicht zu unterschätzende Einflüsse und Programmierungen aus. Der Deutsche wird zum Deutschen programmiert, der Japaner zum Japaner. Der Sohn des Arbeiters lernt sich als Sohn eines Arbeiters zu verhalten wie die Tochter des reichen Fabrikbesitzers sich entsprechend zu verhalten lernt. Der Junge auf dem Land wächst anders auf als ein Gleichaltriger in der Großstadt, der Farbige anders als der Weiße. Moslems werden anders programmiert als Christen. Wer seine Freunde in einer Clique Rechtsradikaler findet, wird anders denken und handeln lernen als jemand in einer evangelischen Jugendgruppe.

Auch wer sich ganz bewusst anstrengt, wird seine einmal angenommenen Suggestionen nur sehr schwer übergehen oder gar ablegen können und sie ein Leben lang wie eine Marionette ausführen.

Da gibt es eine Gruppe, die nennt sich Native Nation. Als eine der Ersten erkannten sie die zum Teil enorme Einschränkung durch solche Programmierungen oder wie sie die Nation nennt – Fesseln. Denn der freie Geist eines jeden wird durch Suggestionen gefesselt und an seiner freien Entfaltung gehindert. Sehr, sehr viele große Intelligenzen und einmalige Talente werden durch Fesseln gebunden und gehen unter, ohne jemals erkannt worden zu sein. Jedes zweite Genie bleibt unerkannt. Der Welt geht hier ein gewaltiger Schatz verloren.

Das Gegenstück zu diesem erdrückenden Gefängnis ist die Freiheit, behauptet die Gemeinschaft der Native Nation. Als Beleg gelten ihnen die großen Stars, die brillanten Wissenschaftler und die genialen Sportler. Sie durften Freiheit leben und konnten deshalb ihren Genius entfalten. Elvis Presley wäre sein Leben lang Truckfahrer geblieben, hätte man ihm als Kind häufiger gesagt, er könne nicht singen, und ihm dadurch Fesseln angelegt. Oder was wäre aus Thomas Edison geworden, hätte er nicht ungewöhnliche Freiheiten genossen.

Die Native Nation sieht den Weg aus dem Gefängnis in die sonnige Freiheit in der Lehre Jesu Christi und – das ist erstaunlich – in dem Wissen der Indianer. Wobei die Nation unterscheidet zwischen der Lehre Jesu wie die konservative Kirche sie predigt und der wahren Lehre Jesu, also der tatsächlichen Aussage Jesu. Und diese tatsächliche und einzig wahre Lehre Jesu weise zum Teil beachtliche Parallelen zu der Philosophie bzw. der Religion der Indianer auf. Diese beiden Lehren sind es, die von der Gefangenschaft in die Freiheit führen, so die Native Nation.

Man mag es glauben oder nicht. Tatsache ist allerdings, dass die Leute der Native Nation ungewöhnlich erfolgreich, aber auch zufriedener und fröhlicher sind. Liegt das Geheimnis nun darin, die Mentalität eines Indianers anzunehmen? Wie auch immer, es ist ganz bestimmt etwas daran, unbeschwerter und glücklicher durchs Leben zu gehen, wenn man es schaffen könnte, in Freiheit zu leben.

G. R. Shawin
 
 
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