Qualitätsmanagementsystem DIN ISO 29990
Eine Differenzierung zu Mitbewerbern auf dem Bildungsmarkt, ermöglicht die DIN ISO 29990. Dieses Qualitätsmanagementsystem zeigt Bildungsdienstleistern gezielt, wo Defizite vorhanden sind und was verbessert werden muss.
Die ISO 29990 hat somit zugleich eine Ausschlussfunktion, denn es ist abzusehen, dass die Bildungsdienstleister, die nicht nach dieser Norm zertifiziert sind einen deutlichen Nachteil haben werden.
Die Norm ist derzeit noch relativ unbekannt, gilt aber bereits als Meilenstein für die Globalisierung des Bildungsmarktes. Die Europäische Union und andere internationale Organisationen haben in der Bildung die Qualitätssicherung als anzustrebendes Ziel erkannt. Seit dem Jahr 2007 wurde in einem Gremium, bestehend aus Experten aus 22 Ländern, ein geeigneter Rahmen für die Erarbeitung von Standards auf dem Gebiet der Bildungsdienstleistungen diskutiert. Das Ergebnis wurde im Jahr 2010 bekannt gegeben - die DIN ISO 29990:2010, welche allen Beteiligten Vorteile bringen soll.
Mit der DIN ISO 29990, wird den Bildungsdienstleistern ein System bereit gestellt mit welchem die Qualität der Leistungen stark verbessert und auch nach außen kommuniziert werden kann. Lernende erhalten durch die ISO 29990 mehr Transparenz, können besser Vergleiche zwischen Lerndienstleistungen ziehen und sicherstellen dass diese auch am Bedarf des aktuellen Marktes ausgerichtet sind. Unternehmen haben den Vorteil, dass sich die Vergleichbarkeit von Anbietern und ihren Dienstleistungen erleichtert wird.
Die DIN ISO 29990 beschreibt eine Vielzahl von Anforderungen. Diese werden durch den Lernenden (Kunden) bestimmt und zielen auf die Kundenzufriedenheit ab. Mit der Norm sollen die Lerndienstleister die Möglichkeit erhalten ein Qualitätsmodell zu schaffen. Kernelement der ISO 29990 ist es, Planung, Entwicklung und Durchführung von Aus- und Weiterbildungen so zu entwerfen, dass alle interessierten Parteien einen maximalen Nutzen daraus ziehen können.
Im Mittelpunkt steht die Kompetenz der Lerndienstleister. Denn es soll durch die Erfüllung der Norm DIN ISO 29990 dem Kunden ermöglicht werden, einen Dienstleister zu wählen, welcher die Erwartungen des Kunden hinsichtlich auf Fähigkeit und Kompetenz erfüllt.
Der Aufbau der DIN ISO 29990
Die ISO 29990 besteht aus vier einander aufbauenden Teilen. Begonnen wird mit dem Anwendungsbereich, dieser wird definiert und stellt so sicher, dass sich nur Unternehmen an der Norm orientieren, für die auch ein Erfolg aus der Erfüllung der Anforderungen resultiert. Im zweiten Kapitel werden in der Norm verwendete Begriffe ausführlich erläutert um Missverständnisse oder Eigeninterpretationen zu vermeiden. Teil 3 geht auf die Anforderungen an Lerndienstleister ein, beispielsweise der Erfassung des Lernbedarfs und der Gestaltung und Dokumentation von Lernprozessen und deren Inhalte.
Zu guter Letzt wird sich mit dem Management des Lerndienstleisters beschäftigt, also den Anforderungen an das Management, welche dafür sorgen sollen dass sich ein Dienstleister der ISO 29990 verpflichtet fühlt und Anwendung sowie Einhaltung sorgfältig dokumentiert.

Zudem werden Richtlinien zu Unternehmensstrategie, Fehlerkorrektur, Managementbewertung, sowie vorbeugende Maßnahmen zu den Bereichen Risiko-, Finanz- und Personalmanagement erstellt.
Die ISO 29990 – Ein Mehrgewinn für Lerndienstleister und Kunden
Lerndienstleister welche eine Zertifizierung nach der Norm DIN ISO 29990 anstreben, verschreiben sich einem hohen Qualitätsanspruch um zukünftig am Bildungsmarkt bestehen zu können. Dennoch finden sich kaum Experten, welche sich mit der Einführung eines Managementsystems für diese Norm auskennen und einem Lerndienstleister helfen können. Um dem Abhilfe zu schaffen hat die Dr. Hirsch Akademie eine wissenschaftliche Arbeit zu dieser Norm betreut in der untersucht wurde welche Anforderungen sich für ein Unternehmen ergeben und wie diese Anforderungen effizient umgesetzt werden können.
Susann Schmidt